DATAGROUP als Arbeitgeber

  • Hamburg, Deutschland
  • BrancheIT
DATAGROUP

Lieber nicht

2,3
Nicht empfohlen
Ex-Angestellte/r oder Arbeiter/inHat im Bereich IT bei Datagroup in Hamburg gearbeitet.

Gut am Arbeitgeber finde ich

- es steht frisches Obst zur Verfügung
- ergonomische Arbeitsplätze
- ehrliche Mitarbeitergespräche

Schlecht am Arbeitgeber finde ich

- unfaire und ungerechte Gehälter
- Ausübung von Druck auf eh schon überlastete Mitarbeiter in der Hoffnung dass das die selbst verschuldeten Probleme löst
- extrem hohe Fluktuationsrate im Personal

Verbesserungsvorschläge

Die Mitarbeiter sind nicht Schuld daran, dass Aufträge zu billigen Konditionen angenommen wurden und sollten dies auch nicht ausbaden müssen.

Arbeitsatmosphäre

Alle paar Monate kommt mal ein Lob per Mail, grundsätzlich wird aber eher gemeckert über die Art wie man seine Aufgaben erledigt und dass man nicht genug tut. Alle Kollegen sind gestresst von Zeitvorgaben, beinahe täglichen Veränderungen in Vorgehensweisen (werden fast ausschließlich per Mail kommuniziert) und Anruf- sowie Ticketaufkommen.

Kommunikation

Meetings sind eine Seltenheit, Informationen werden hauptsächlich per Mail weitergegeben. Diese mehreren Mails pro Tag muss man dann direkt verinnerlicht haben. Von sonstigen Firmenveränderungen erfährt man über einen Newsletter.

Kollegenzusammenhalt

Es gibt hier und da mal Gerede hinter dem Rücken aber grundsätzlich gehen alle Kollegen gut und humorvoll miteinander um. Gelegentlich trifft man sich auch mal nach der Arbeit.

Work-Life-Balance

Man darf gerne früher kommen aber äußerst ungern früher gehen. Einige Kollegen haben eine Vielzahl an Überstunden, die sie selten oder nur in sehr kleinen Etappen abbummeln können. Hat man aber ein Stunden-Minus, muss man dieses möglichst zum Ende des Monats ausgeglichen haben.
Die Arbeitszeit zählt bzw. beginnt nicht sobald man den Arbeitsplatz betritt sondern erst ab dem Zeitpunkt ab dem man telefonisch erreichbar ist.
Grundsätzlich darf man Arzttermine wahrnehmen oder zwischendurch mal einen Tag frei nehmen, letzteres wird aber häufig "aufgrund des Aufkommens" abgelehnt.
Es wird versucht, einen zur Nachtschicht oder Wochenendschicht zu drängen indem man es immer wieder anspricht, immer wieder auch per Mail um Antwort bittet und mit Zuschlägen lockt obwohl man bereits abgelehnt hat.

Vorgesetztenverhalten

Die Vorgesetzten stehen selbst unter Druck und der wird dann an den eh schon gestressten Mitarbeitern ausgelassen. Fehler wiegen viel mehr als gute Leistungen - Erledigte Arbeit muss teilweise gerechtfertigt und in Listen Dokumentiert werden. Kritik wird mehrmals täglich geäußert, ein Lob hört man tatsächlich auch einmal alle paar Monate. Auch nach mehrmaligem Nachfragen von diversen Kollegen vor Jahren finden immernoch selten bis garkeine Meetings statt, abgesehen von Mitarbeitergsprächen. In diesen wird allerdings ehrlich und offen kommuniziert, wie man eingeschätzt wird und was gut ist bzw. was man verbessern kann.

Interessante Aufgaben

Für mich sind die Standardaufgaben nicht interessant, das empfindet aber wohl jeder anders. Zusätzliche Aufgaben werden zwar zugeteilt, man kann aber oft mit den Vorgesetzten sprechen wenn man beispielsweise das Gefühl hat, man kommt mit einem Kollegen weiter als alleine etc. Oft sind die Aufgaben neben dem Tagesgeschäft nicht zu schaffen. Dann erhält man Nachfragen und zu kurze Deadlines.

Gleichberechtigung

Es gibt durchaus weibliche Vorgesetzte, in der IT Branche arbeiten generell weniger Frauen, daher ist dies etwas schwer zu beurteilen.

Umgang mit älteren Kollegen

Ältere Kollegen werden eingestellt und zumindest aus meiner Sicht gleichberechtigt behandelt.

Arbeitsbedingungen

Die Ausstattung des Arbeitsplatzes besteht aus modernen Geräten, die für die Arbeit geeignet sind. Es gibt ergonomische Stühle und die Tische sind in der Höhe verstellbar.
Gearbeitet wird hauptsächlich in Großraumbüros mit Inseln á 5 Personen. Das trägt zu einer hohen Lautstärke bei. Aus diesem Grund befinden sich dort Lärmampeln, die aber leider nichts bewirken da man eben lauter reden muss wenn mehrere Menschen gleichzeitig sprechen.

Umwelt-/Sozialbewusstsein

Nicht vorhanden. Einer der Klimakiller Nr.1, Kuhmilch, wird in der Billig-h-Variante angeboten. Kaffee ist pro Kanne einzeln in Plastik verpackt. Firmengeschenke wie z.B. Schlüsselanhänger sind alle in Plastik verpackt. Der Müll wird augenscheinlich getrennt - erstens hält sich aber kaum jemand daran und zweitens werfen die Putzkräfte dann am Abend beide Eimer in einen großen Sack zusammen. Das sind Grundlagen, die hier nicht funktionieren.

Gehalt/Sozialleistungen

Das Gehalt lag bei mir ca. 20% unter dem Durchschnitt, dies ist aber je nach Beruf und unter den Kollegen unterschiedlich. Verhandelt man am Anfang gut, hat man Glück - Gehaltserhöhungen gibt es nämlich nicht. Begründung: "Gibt es nicht."

Image

Die Firma scheint nach außen hin ein gutes Image zu haben, in höheren Positionen verbreitet man dieses sicher auch gern. In "unteren" Positionen bekommt man davon leider nicht viel mit.

Karriere/Weiterbildung

Es gibt wenige Optionen, wenn diese Stellen aber bereits besetzt sind, bleibt nur ein Job- oder Standortwechsel.