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Der Fuchs GmbHals Arbeitgeber

Deutschland Branche Handel / Konsum
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Der Fuchs GmbH Erfahrungsbericht

  • 06.Nov. 2015 (Geändert am 07.Nov. 2015)
  • Mitarbeiter
  • Mit Arbeitgeber-Kommentar

Mehr Schein als Sein.

1,64

Arbeitsatmosphäre

Das permanente Gefühl unter geheimer Überwachung und Kontrolle zu stehen, die fehlende Kommunikation und Transparenz, diverser Vorfälle sowie die stille Post der Mitarbeiter erzeugen ein dominierend schlechtes Gefühl.

Vorgesetztenverhalten

Konflikte und Probleme werden durch Schweigen "gelöst". Was heute entschieden wird kann morgen schon längst wieder Geschichte sein. Die Beweggründe sind oft nicht nachvollziehbar und Prioritätensetzung ebenso. Es fehlt oft an Verständnis für die fachlichen Sachverhalte, den darauf aufbauenden Entscheidungen und Konsequenzen. Jegliche Form der Beratung versiegt. Das Wort eines Mitarbeiters scheint nichts bewirken zu können, wohingegen das von externen Gold wert ist, auch wenn sie nur das gleiche sagen. Daraus lässt sich ein Teil des Verhältnisses zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer schlussfolgern.

Kollegenzusammenhalt

Von den Kollegen bekommt man aufgrund der räumlichen und organisatorischen Trennung kaum etwas mit. Die IT Abteilung ist von einem halben Dutzend zu fast gar nichts geschrumpft. Teamarbeit ist nicht möglich, was aber nicht an den anderen Kollegen liegt.

Kommunikation

Ein Mal im Jahr gibt es eine Weihnachtsfeier, dort werden ein paar vage Zahlen vorgelesen. Die kaum existente Kommunikation verursacht einen Blindflug. Es besteht keine Transparenz bei Zielen, Vorgängen oder Ergebnissen. Das Unternehmen fühlt sich an, wie mit einem unbeleuchteten Bus durch die Finsternis ins Ungewisse zu rasen.

Karriere / Weiterbildung

Aufgrund der geringen Größe, den "flachen Hierarchien" hat man schon den Gipfel in dieser Abteilung erreicht, wenn man eingestellt wird. Karriere macht man hier, in dem man geht, wie alle bekannten Kollegen in der IT innerhalb von drei Jahren. Weiterbildungen sind erlaubt, so lange sie nichts kosten und nicht als Arbeitszeit gelten. Ausgenommen sind Fälle, die aus Notwendigkeit seitens des Unternehmens bestehen. Sich selbst weiterbringen kann man nicht, es wird einem kein Spielraum gelassen.

Gehalt / Sozialleistungen

Die Bezahlung ist ohne Übertreibung unterirdisch und aufgrund der Stunden-basierten Abrechnung auch immer erst im Folgemonat. Wenn man bei Gehaltszahlungen dem unteren Ende der Konkurrenz um 30% Prozent unterlegen ist, sollte man sich nicht wundern, dass niemand wirklich lange da bleibt. Als Berufseinsteiger verdient man hier nicht viel mehr als mit Mindestlohn. Von finanziellen Extras wie vermögenswirksame Leistungen oder ähnlichem brauch man hier erst gar nicht träumen.

Arbeitsbedingungen

Die neuen Räumlichkeiten waren glücklicherweise nicht mehr so beschämend wie die vorherigen.

Umwelt- / Sozialbewusstsein

Umwelt- und Sozialbewusstsein wird vollständig ignoriert. Kosten drücken ist wichtiger, auch als soziale Verantwortung.

Work-Life-Balance

Mitarbeiter wurden dazu gedrängt Zusatzvereinbarungen zu unterschreiben, dass sie eine lange Periode im Sommer keinen Urlaub nehmen dürfen und abgesehen davon übertrieben viele Überstunden ansammeln sollen, damit sie bei Bedarf durch betriebliche Anordnung in Kurzarbeit geschickt werden können (was bei Bezahlung nach Stunden und dem niedrigen Lohnniveau für manche ein ernsthaftes Problem darstellt). Auch sonst werden Überstunden als natürlich betrachtet. In dem ganzen spiegelt sich auch die Oberflächlichkeit der vom Landkreis bescheinigten "Familienfreundlichkeit". Eine gute Work-Life Balance war dem inneren Kern des Familienbetriebs vorbehalten.

Image

Die positiven Bewertungen sind mit Vorsicht zu genießen, da mindestens einem Mitarbeiter angeblich Geld für eine positive Bewertung angeboten wurde. Bis auf den Kern des Familienbetriebs scheint niemand sich mit seinem Arbeitgeber identifizieren zu können oder wollen. In der Umgebung genießt der Betrieb einen schlechten Ruf und wichtige Gesichter sind für diverse Gerüchte bekannt. Schnell wurde es auch nur unangenehm seinen Arbeitgeber zu nennen, wenn man nach ihm gefragt wurde. Mit Häme ist die Überzeugung und Hoffnung weit verbreitet, dass das Unternehmen bald scheitert. Der mäßige Eindruck des Unternehmens ist besser als die Wirklichkeit, die neuen Räumlichkeiten sind ebenfalls "nur Fassade".

Verbesserungsvorschläge

  • Das mittelständische Unternehmen ist stark gewachsen, die Kompetenzen der Führung aber scheinbar nicht über einen Kleinbetrieb hinaus, sodass diese den wesentlichen Flaschenhals für die Weiterentwicklung des Unternehmens darstellt. Es fehlt an Delegation und Vertrauen an die Mitarbeiter. Dem Anschein nach um die Kontrolle zu wahren.
  • Die Kommunikation ist eines der größten Probleme, die meisten Informationen werden wie stille Post von Mitarbeiter zu Mitarbeiter vermittelt. Über das Unternehmen selbst (Projekte, Erfolge und Ziele) wird seitens der Führung kaum geredet, außer man arbeitet mit an einer konkreten Umsetzung. Beispiel: Die Belegschaft wird erst zwei Wochen vor einem Umzug an einen neuen Standort informiert, welcher bereits beschlossen ist, ohne vorher potentielle Probleme bei den einzelnen Abteilungen zu ermitteln.

Pro

Durch die (leider nur teilweise) professionelle Hilfe von außen wird dem Unternehmen der richtige Weg aufgezeigt. Gegenüber eigenen Mitarbeitern scheint ja eine Beratungsresistenz zu bestehen.

Contra

Das Gefühl mit Kollegen aus anderen Abteilungen überhaupt an einem Strang zu ziehen fehlt spürbar. Entscheidende Stellen vermitteln einen noch schlimmeren Eindruck, jeder hat seine eigenen Ziele, die nicht mit anderen abgesprochen zu sein scheinen.

Arbeitsatmosphäre
2,00
Vorgesetztenverhalten
2,00
Kollegenzusammenhalt
3,00
Interessante Aufgaben
2,00
Kommunikation
1,00
Karriere / Weiterbildung
1,00
Gehalt / Sozialleistungen
1,00
Arbeitsbedingungen
3,00
Umwelt- / Sozialbewusstsein
1,00
Work-Life-Balance
1,00
Image
1,00

Folgende Benefits wurden mir geboten

flex. Arbeitszeit wird geboten Parkplatz wird geboten
  • Firma
    Der Fuchs GmbH
  • Stadt
    Bad Fallingbostel
  • Jobstatus
    Ex-Job seit 2015
  • Position/Hierarchie
    Angestellte/r - Arbeiter/in
  • Unternehmensbereich
    IT

Kommentar des Arbeitgebers

Lieber Bewerter, danke für Dein Feedback! Im Anschluss – und auch für alle anderen Leser dieses Kommentars – möchte ich auf die einzelnen von Dir genannten Punkte eingehen: @ Vorgesetztenverhalten @Kollenzusammenhalt Es sind Fehlinformationen, unsere Firma hat eine klare Zielsetzung, diese ist auch bekannt. Die IT wurde professionalisiert, dh. Wir haben uns entschieden ein neues ERP-System einzuführen und damit ein professionelles Unternehmen zu beauftragen, statt weiterhin hemdsärmlig mit eigener Entwicklung im Hause zu arbeiten, dadurch haben wir die Abteilung abgebaut. @Arbeitsatmosphäre Wie kommst Du auf „Überwachung“? – wir schreiben manuell unsere Stunden und haben Gleitzeit. @Kommunikation Da pflichte ich Dir bei, an der Kommunikation muss gearbeitet werden, deshalb haben wir jetzt wieder eine regelmäßige Teamleiterbesprechung ins Leben gerufen. @Woke-Life-Balance Das stimmt so nicht, der Urlaub wird aufgeteilt eine Hälfte im Sommer und eine Hälfte im Winter, da wir ein Saisonbetrieb sind und im Winter alle durch beschäftigen möchten. Eine Urlaubssperre gibt es nicht. Überstunden sind freiwillig und es gibt einige Kollegen, die keine Überstunden machen und das ist okay. Auf das FamiSiegel sind wir sehr stolz, doch als Single, ohne Kinder oder anderen familiären Schwierigkeiten hat man keine Erfahrungen der Leistungen/Flexibilität und kann sich dazu nicht wirklich ein Urteil bilden. @Karriere/Weiterbildung Wenn wir potential in dem Mitarbeiter sehen unterstützen wir auch gerne eine Weiterbildung und fördern diesen. Nachzuvollziehen ist jedoch, das ein Unternehmen keine Weiterbildung finanziert bei Mitarbeitern, die vorhaben das Unternehmen zu verlassen. @Gehalt/Sozialleistungen Die Abrechnung erfolgt zum 1. des Folgemonats wie üblich. Wir zahlen zum Ende des Monats einen Abschlag, der mit dem Mitarbeiter vereinbart wird. Die Abrechnung erfolgt im Hause, so das die Restzahlung spätestens am 2./3. des Monats überwiesen wird. Schneller geht es nicht. @Image Es ist eine Beleidigung, wir haben es nicht nötig positive Meinungen zu kaufen, denn es gibt eine Menge Mitarbeiter die gerne hier sind, ihre Arbeit gefällt ihnen und sie haben Spaß.

Ilona Fuchs
Personalwesen