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Deutsche Bahn 
AG
Bewertung

Keine interne IT-Fachkompetenz

1,5
Nicht empfohlen
Ex-Praktikant/inHat im Bereich IT bei DB Netz AG in Berlin gearbeitet.

Gut am Arbeitgeber finde ich

Kostenloser Wassersprudler und ergonomisches Mobiliar.
Gute Sozialleistungen für Festangestellte.

Schlecht am Arbeitgeber finde ich

Inkompetente, ungeeignete Führungskräfte.
Unflexible, veraltete Arbeitszeitmodelle.
Intransparente Prozesse.

Verbesserungsvorschläge

Fachliches (IT-)Wissen sollte besser internalisiert werden. Dazu müsste es allerdings auch geeignete Führungskräfte mit entsprechendem KnowHow/Mindset geben.

Arbeitsatmosphäre

Vertrauensbildung durch intransparentes, autoritäres Handeln nicht wirklich möglich.
Dankbarkeit/Lob erhält man nur in Form einer Tafel Schokolade zum Geburtstag.
In die Team-WhatsApp-Gruppe wird man nur aufgenommen, wenn man Kuchen mitbringt.

Kommunikation

Es wird sehr viel "Information Hiding" betrieben. Wissensvermittlung findet nur mündlich statt, wenn man auf Leute zugeht.
Das was dokumentiert wird, wird in unübersichtliche überfüllte PowerPoint-Folien verpackt und anschließend im Laufwerk abgelegt. Für effektives Wissensmanagement mithilfe internem Wiki fehlt im Digitalisierungsteam offenbar die IT-Kompetenz oder das entsprechende Mindset, das eigene Wissen teilen zu wollen.
Schlechte Arbeitsergebnisse werden als Erfolg verkauft und alles so blumig ausgedrückt, dass man nicht weiß, was wirklich Sache ist.

Kollegenzusammenhalt

Durch die hohe Fluktuation an Praktikant:innen im Digitalisierungsteam eher kein Teamgeist vorhanden.
Einige Festangestellte interessieren sich nicht für Kolleg:innen und deren Wohlergehen. Vertrauliche Mitarbeitergespräche wurden aufgezeichnet.

Work-Life-Balance

Gleitzeit möglich, allerdings nur in 40-Stunden-Woche für Praktikant:innen.
Für diejenigen gut, die in ihrer Arbeitszeit Privatangelegenheiten regeln und Kaffeekränzchen machen.

Vorgesetztenverhalten

Völlig ungeeignete Führungskraft für Digitalisierung:
Ist komplett kritikunfähig (sowohl selbst Kritik äußern als auch diese annehmen). Kritisch denkende Kolleg:innen mit Problemlösekompetenz werden aus Team-Meetings entfernt. Es wird über Mitarbeiter hergezogen mit abweichender Meinung, die dem persönlichem Fortkommen entgegen stehen.
Der Betriebsrat wird nur als Belastung dargestellt.
Es soll der Anschein erweckt werden, dass flache Hierarchien und Mitbestimmung der Teammitglieder wichtig sind. Im Endeffekt wird aber alles völlig intransparent im Alleingang bestimmt. Alles soll über ihn laufen, damit er alles kontrollieren kann.
Nicht nachvollziehbar ist zudem die verpflichtende Teilnahme an "erforderlichen" Meetings.
Ist von grundlegenden digitalen Tools wie Word überfordert.
Bei wichtigen Dingen wird nicht unmittelbar schriftlich geantwortet, sondern nur mündlich, sodass nichts wirklich verbindlich ist.
Interesse für Verbesserungsvorschläge/Wünsche ist so gut wie nicht vorhanden.

Interessante Aufgaben

Stress pur durch diverse Termine und Unterbrechungen während konzentrierter Arbeit.
Verpflichtende Teilnahme an ziellosen Meetings, zu denen man nichts beitragen kann und von denen man auch nichts mitnehmen kann.
Agile Methoden werden hochgehalten, aber nicht richtig verstanden.

Gleichberechtigung

Führungsetage ist nur mit Männern besetzt. Bei der herrschenden Mentalität nicht besonders überraschend. Von einer Mitarbeiterin wurde ich darauf hingewiesen, dass Gendern in der Mitarbeiterzeitung unerwünscht ist (obwohl das nur 1x im gesamtem Text vorkam).

Umgang mit älteren Kollegen

Bei der Digitalisierung werden ältere Kolleg:innen nicht besonders gut mitgenommen.

Arbeitsbedingungen

Klimatisiertes Großraumbüro, in dem sich Mitarbeiter:innen lautstark quer durch den Raum unterhalten.
Laptops sind der Arbeitstätigkeit angemessen.
Kein fester Arbeitsplatz für Praktikant:innen und Werkstudent:innen vorhanden.
Dafür gibt es ergonomische Stühle, höhenverstellbare Tische und Docking-Stations, die es ermöglichen, den Arbeitsplatz leicht zu wechseln.
Wenn man sich allerdings an Arbeitsplätze Festangestellter setzt, wird man dafür kritisiert, dass die Tischhöhe oder der Stuhl verstellt wurde.
Ein hausinterner Betriebsrat ist vorhanden.

Umwelt-/Sozialbewusstsein

In der hausinternen Kantine gibt es nur ein vegetarisches Gericht (teilweise mit Fisch). Die 2. Kantine außerhalb ist schon etwas fortschrittlicher, trotzdem sehr Fleisch lastig.
Bei Abteilungsfeiern besteht das Buffet zu 90% aus Wurst ungewisser Herkunft.
Die meisten Mitarbeiter fahren Auto, trotz sehr guter Erreichbarkeit mit den öffentlichen Verkehrsmitteln. (Und das bei der Bahn!)

Gehalt/Sozialleistungen

Mindestlohn trotz Hochschulabschluss.
Kein kostenloser Kaffee! Die abteilungsinterne Kaffeemaschine darf nicht von Praktikant:innen mit ihrem eh schon mickrigen Gehalt genutzt werden. Auch kein BVG-Ticket für Praktikant:innen.
Dafür wöchentlicher Obstkorb und regelmäßig Kuchen von Mitarbeiter:innen.
Pünktliche Bezahlung des Gehaltes mit monatlicher Abrechnung per Brief.
Für alle anderen Festangestellten aber sicherlich gut!

Image

Behördenmentalität bestätigt sich bei einigen Mitarbeiter:innen. Es wird die Zeit bis Feierabend abgesessen bzw. mit Kaffeekränzchen gefüllt.
Anderen wiederum geht es nur um Karriere, Geld, Macht.
Wirkliches Interesse für nachhaltige, uneigennützige Ziele konnte ich nicht feststellen.

Karriere/Weiterbildung

Im Vorstellungsgespräch wurde suggeriert, dass man nach einem 6-monatigen Praktikum eine Stelle bekommt. Trotz überdurchschnittlicher Leistung war dies nicht der Fall aufgrund fehlendem firmeninternem Budget.
BWLer/Führungskräfte werden gefördert. Alles andere an IT-Wissen/IT-Kompetenz wird teuer externalisiert oder von Praktikant:innen in prekären Arbeitsverhältnissen abgedeckt. Zudem werden Praktikant:innen dazu angehalten, den Festangestellten ihr Wissen zu vermitteln (z.B. in Video-Tutorials oder Referaten). Ein Wissenstransfer in die andere Richtung findet so gut wie nicht statt.