Konzernbeamtentum - Sinnlosigkeit hat einen Namen: EnBW
Arbeitsatmosphäre
Insgesamt eher kalt und distanziert, mit einzelnen Kollegen kommt man zwar klar, aber viele Einzelkämpfer und jeder macht seins.
Image
Man verkauft sich nach außen hin sehr gerne als absoluter Vorzeigearbeitgeber, was nicht wirklich zutrifft. Die Arbeitsweise ist ziemlich altmodisch und geprägt von "Dafür-bin-ich-nicht-zuständig-Mentalität" - Industriebeamtentum deluxe. Als Stromanbieter übrigens ziemlich teuer, lohnt als Mitarbeiter nur wegen der Ermäßigung. Sehr politiknahes Unternehmen mit ausgeprägter Grün-woker-Bubble.
Work-Life-Balance
Erhöhung der Wochenarbeitszeit von 36h auf 38h ab 2026, für viele potenzielle Bewerber wohl kein Anreiz mehr. Dank tageweiser Home-Officemöglichkeit dennoch relativ gut. Flexzeitkonto vorhanden.
Kollegenzusammenhalt
Innerhalb der Abteilung noch okay, aber abteilungsübergreifend wird sich gerne die Schuld zugeschoben. Bloßstellung vor versammelter Mannschaft für manche eine wahre Genugtuung, auch wenn unbegründet. Langjährige Mitarbeiter nehmen sich hier viel raus und genießen absolute Narrenfreiheit ohne Konsequenzen.
Umgang mit älteren Kollegen
Ältere Kollegen machen hier die Masse aus und werden in Ruhe gelassen. Viele davon mit "Mir-alles-egal-eh-bald-in-Rente-Einstellung". Wenige Workaholics und Leistungsträger, die den ganzen Karren ziehen, aber bald altersbedingt ausscheiden. Das wird in Zukunft noch ziemlich problematisch, da Nachfolger erst nach Ausscheiden des ehemaligen Mitarbeiters eingestellt werden und enormer Know-how-Verlust die Folge ist...
Vorgesetztenverhalten
Größtenteils antiquierte Führungskräfte, denen vieles egal ist. Hauptsache es läuft (irgendwie). Man wird zwar in Ruhe gelassen, aber wenn die "Hütte mal brennt", dann kann man nur hoffen, dass es nicht den eigenen Bereich/ die eigene Zuständigkeit trifft - denn dann steht man schnell alleine da und ist der Buhmann.
Arbeitsbedingungen
Alte Gebäude, im Winter ziemlich kalt, im Sommer viel zu warm. Unangenehmes Leuchtstoffröhren-Licht, Kopfschmerzen vorprogrammiert. Laptops zwar neu, aber IT-Infrastruktur ziemlich zerstückelt mit zig verschiedenen Laufwerken, mehreren Windows-Oberflächen, teilweise uralten Programmen, dutzende Zugänge und Passwörter nötig.
Kommunikation
Viele Meetings, Jourfixes, etc. in denen viel geredet wird, mehr aber auch nicht. Über Probleme wird zwar gesprochen, aber mit dem Ausgang "Schauen wir mal, was wird."
Gehalt/Sozialleistungen
Leistungsunabhängige Vollverpflegung nach Tarifvertrag mit knapp 15 Monatsgehältern im Jahr (Grundlohn + Urlaubsgeld + Weihnachtsgeld + Jahresprämie), vermögenswirksamen Leistungen und komplett arbeitgeberfinanzierte Betriebsrente. Zudem Strompreisermäßigung und B-Bescheinigung für Rabatte bei Versicherungen, etc. Extreme Ungleichheit zwischen Alt- und Neuverträgen. Ältere Mitarbeiter aus TWS und Neckarwerkszeiten mit unangemessen hohem Gehalt - ein Hohn für junge, gebildete Mitarbeiter.
Interessante Aufgaben
Kaum Aufgaben, man fragt sich, wozu man überhaupt da ist. Hauptaufgabe ist es, die Zeit totzuschlagen. Die Einarbeitung war defakto nicht vorhanden, hier kann man nur hoffen, dass sich irgendein Kollege einem annimmt. Scheint ein generelles Problem zu sein, zumindest hört man das von neuen Kollegen sehr oft. Mittlerweile ist die Situtation auch mental belastend, da die Arbeit weder Sinn noch Spaß macht, man wird sich vollkommen selbst überlassen. Leider gestaltet sich ein Wechsel bei dem aktuell angespannten Arbeitsmarkt als ziemlich schwierig...

