FERCHAU GmbH als Arbeitgeber

FERCHAU GmbH

Sehr solide Basis, Abzüge in der B-Note


3,9
Nicht empfohlen
Ex-Angestellte/r oder Arbeiter/inHat bei FERCHAU GmbH in Berlin gearbeitet.

Gut am Arbeitgeber finde ich

Man wird sehr zügig ins Unternehmen geschleust, wenn man anfängt und vegetiert nicht ewig herum, weil keiner sich die Zeit nimmt, einem zu sagen, was erwartet wird und wie die Dinge anzupacken sind.

Schlecht am Arbeitgeber finde ich

Die Kollegen, die die Kunden akquirieren, haben von dem, was sie verkaufen, wenig Sachverstand. Das ist wie mit dem "Bäcker", der eigentlich nur die Registrierkasse bedient.

Verbesserungsvorschläge

Meine bisherige Berufserfahrung habe ich in einem stark regulierten Umfeld gemacht und wahrscheinlich auch deshalb ist mein Ratschlag: Entwickelt Prozesse und verbessert eure vorhandenen. Damit gebt ihr euren Ingenieuren die Möglichkeit sich auf's Engineering zu konzentrieren und dem Kunden zuverlässig einen Standard zu liefern.

Arbeitsatmosphäre

Mit dem eigenen Arbeitnehmer hat man naturgemäß bei einem Personaldienstleister nicht so viel Kontakt, wie in einem gewöhnlichen Arbeitsverhältnis. Dass man in den allermeisten Fällen Kontakt mit Kollegen aus der Niederlassung, also mit Personalern, Vertrieblern etc. statt mit Ingenieuren hat, merkt man vor allem am professionellen Umgang miteinander. Die eigentliche Arbeitsatmosphäre steht und fällt mit dem Entleiher. Richtig warm wird es, aufgrund der begrenzten Dauer eines Einsatzes, sicherlich nur selten. Das kann allerdings auch von Vorteil sein, wenn die Atmosphäre mal frostig ist.

Ich habe lange überlegt, wie ich hier bewerte. Wenn man als Soldat seinen Dienst im Gefecht verrichtet, dann ist der Ton naturgemäß rauer und der Einzelne muss viel zurückstecken. Deswegen zu sagen, die Atmosphäre ist für die Tonne, hat einen eigenartigen Beigeschmack. Da es sich hier allerdings um meine persönliche Bewertung handelt, die Arbeit einen wesentlichen Bestandteil meines Alltags ausmacht und und ich Arbeit als etwas schätzen gelernt habe, was sehr viel mit dem Leben in der Gemeinschaft zu tun hat, muss ich eine niedrige Anzahl an Sternen vergeben.

Kommunikation

Es wird eine verbindliche Kommunikation gepflegt. Hier zahlt sich die Anonymität aus. Da im zwischenmenschlichen Sinne nicht so viel los ist, wird sehr sachlich kommuziert. Reibungsverlusten, die zwangsläufig entstehen, wenn über mehrere Ecken miteinander kommunziert, wird verständnisvoll und zielorientiert begegnet.

Kollegenzusammenhalt

Hier ist es ähnlich wie bei der Arbeitsatmosphäre. Wie kann man den Kollegenzusammenhalt beurteilen, wenn man mit den eigentlichen Kollegen kaum Berührungspunkte hat?

Aus den Reihen der Ingenieure nimmt man eine eindeutige "wir-die-Mentalität" gegenüber den Kollegen aus der Niederlassung wahr. Ich dürfte jedoch mit meiner zuständigen Senior Account Managerin schon die Erfahrung machen, dass ein gewisser Einsatz gezeigt wird, um meinen Bedürfnissen Rechnung zu tragen. Konkret bedeutet dies, dass ich meine Unzufriedenheit mit einem Projekt zum Ausdruck gebracht habe, und sie sich daraufhin ins Zeug gelegt hat, ein entsprechend anderes Folgeprojekt an Land zu ziehen. Zumindest hat sie mir das glaubhaft verkauft.

Work-Life-Balance

Urlaub kann jederzeit genommen werden. Es zwingt einen niemand Überstunden zu "schrubben". Auch hier macht sich wieder die Distanz zum Entleiher/Kunden bezahlt. Es versucht niemand, die Arbeitnehmerrechte durch Druck, Mobbing oder ähnliches zu beschneiden.

Ich hätte mir lediglich gewünscht, zumindest ein Mal an einen Kunden zu geraten, den ich in unter einer Stunde pro Fahrt erreichen kann. Aber hey - that's Berlin.

Vorgesetztenverhalten

Das Gros der Funktionen, die ein Vorgesetzter ausübt, wird durch den quasi-Vorgesetzten beim Kunden ausgeführt. Von denen wurde ich stets mit der bereits angesprochen Distanz behandelt. Man war sehr aufmerksam und genügsam.

Einen halben nicht sichtbaren Punkt Abzug gibt es, weil sich eine Antwort unangenehm in meine Arbeitnehmerseele eingebrannt hat, die ich zu hören bekam, als ich meinem Vorgesetzten gegenüber meine bereits unter "Kollegenzusammenhalt" erwähnte Unzufriedenheit mit einem bestimmen Projekt zum Ausdruck brachte:"Sie denken zu viel. Das sollten Sie uns überlassen."

Interessante Aufgaben

Man hat definitiv die Möglichkeit innerhalb relativ kurzer Zeit seinen Horizont zu erweitern. Allerdings nur in der Breite, nicht in der Tiefe. Ich selbst wurde durch den Kunden meist mit Aufgaben betraut, die mit einer gewissen negativen Spannung behaftet waren. Aber wenn sich alles easy von selbst erledigen würde, müsste man sich auch keinen externen Support einkaufen. Man sollte einen gewissen Ehrgeiz mitbringen, stiefmütterlich behandelte Aufgaben gewissenhaft zu erledigen.

Gleichberechtigung

Kann ich aufgrund der wenigen Kontakte zur Kollegenschaft nur bedingt beurteilen. In der Niederlassung Berlin-City sah ich weibliche Manager. Eine Kollegin, die, während sie für das Unternehmen tätig war, Mutter wurde, lobte das Unternehmen für sein Verhalten diesbezüglich in höchsten Tönen. Ein Kollege, der schwer erkrankt war, wurde dem Anschein nach fair behandelt und nicht fallengelassen.

Arbeitsbedingungen

Ich habe es zumindest ein Mal erlebt, dass über viele Wochen hinweg mein Arbeitsplatz so stark durch Lärm und starke Luftströmungen belastet war, dass ich ein derartiges Projekt kein weiteres Mal ohne Zulagen und entsprechende Maßnahmen mitmachen würde. Beim eigentlichen Arbeitgeber sind die Bedingungen ok.

Gehalt/Sozialleistungen

Man kann, gemessen an der Verantwortung die man trägt, ein ganz ordentliches Gehalt bekommen. Gezahlt wird gemäß BAP Tarifvertrag. Bei entsprechender Qualifikation sind Zulagen möglich. Von Tariferhöhungen profitiert man dann allerdings nicht, weil diese Zulagen bei einer Erhöhung schrumpft. Man bleibt auf dem gleichen Niveau.

Karriere/Weiterbildung

Es werden Seminare in der Größenordnung von "Stressbewältigungsseminar" angeboten, die außerhalb der Arbeitszeit stattfinden.