FERCHAU GmbH als Arbeitgeber

FERCHAU GmbH

Schlimm, schlimmer, FERCHAU!

1,0
Nicht empfohlen
Ex-Angestellte/r oder Arbeiter/inHat im Bereich Personal / Aus- und Weiterbildung bei FERCHAU GmbH in Nürnberg gearbeitet.

Wofür möchtest du deinen Arbeitgeber im Umgang mit der Corona-Situation loben?

Mir fällt nichts ein.

Was macht dein Arbeitgeber im Umgang mit der Corona-Situation nicht gut?

Mitarbeiter A war im Risikogebiet A: durfte sofort Home Office machen. Mitarbeiter B war im Risikogebiet B: musste erst einmal ins Büro kommen. Da muss ich nicht mehr dazu sagen.

Arbeitsatmosphäre

Ich habe mich nie richtig wohl gefühlt. Mit Sicherheit lag es auch daran, dass mir von Anfang an Misstrauen gegenüber mir und meiner Arbeit entgegengebracht wurde. So etwas wie Lob musste ich erst einfordern bzw. erzwingen, indem ich mehrmals über meine geleistete Arbeit redete. Als man dann merkte, dass ich „normal“ arbeite, wurde das Misstrauen vom Anfang weniger. Leider wurde immer wieder über jeden neuen Mitarbeiter hinter dem Rücken ausgefragt, was natürlich nicht zur guten Arbeitsatmosphäre beiträgt. Mir wurde auch einmal vorgeworfen, ich wäre sozial inkompetent und Handys sollten am Mittagstisch verboten werden. Nach einem internen Teamwechsel habe ich mich wohler gefühlt, da man hier einfach hat machen lassen. Mein Unwohlsein auf der Arbeit konnte jedoch nie ganz „behoben“ werden. Einmal wurde ich auch angeschrien, weil ich etwas falsch gemacht habe. Durch die Niederlassung zieht sich eine generelle Unzufriedenheit der Mitarbeiter, welche auch kommuniziert wird. Dies trägt natürlich nicht zu einer guten Arbeitsatmosphäre bei. Ein weiteres Problem ist der mangelnde Respekt gegenüber der eigenen Person. Meines Erachtens verdient jeder einen Grundrespekt.

Kommunikation

Wichtige Dinge, die jeden Kollegen betreffen, werden nicht kommuniziert. Wöchentlich findet eine Durchsprache mit der kompletten Niederlassung statt. Hier wurde beispielsweise mein Teamwechsel nicht kommuniziert. Dafür werden Dinge wie, warum sich drei Leute statt zwei Leute beim so genannten Abenddienst eintragen, diskutiert. (Hintergrund: Zwei Leute sind vorgeschrieben, drei Leute wären ja dann eigentlich viel besser, trotzdem wird hier kritisiert)
Es wurde auch mit Personen kommuniziert, dass wenn sie erfolgreich sind, dass dafür andere Leute gehen müssen und sie dafür dann den Posten erhalten. Die betroffenen Personen wussten auch von dieser Konversation. Finde ich für die Arbeitsatmosphäre sowie die generelle Kommunikation in der Niederlassung schwierig. Gibt es Probleme im Team wird ein Meeting einberufen, in welchem die betreffenden Personen an den Pranger gestellt werden und öffentlich gedemütigt werden. Ein Vier-Augen-Gespräch wäre mit Sicherheit sinnvoller und respektvoller.

Kollegenzusammenhalt

Es gibt in der Niederlassung zwei Personengruppen. Die erste Gruppe zeigt ganz offen, dass sie die jeweils andere Person nicht leiden kann und somit auch nicht mit ihr dementsprechend zusammenarbeiten wird und will. Hier wird gegeneinander gearbeitet und aufgrund persönlicher Abneigung sogar angeschwärzt.
Die zweite Gruppe tut vorne herum so, als wäre alles okay und man wäre das tollste Team überhaupt. Hintenrum wird jedoch gelästert was das Zeug hält. Uns das immer, wenn die betroffenen Personen das Zimmer verlassen oder krank sind. Generell ist zusammenzufassen: Sag nichts, denn alles was du sagst wird gegen dich verwendet!
Ein weiterer Punkt ist, dass meine E-Mails ignoriert werden (das wurde so auch gesagt!). Ich schreibe zu viele E-Mails und sie seien sowieso unwichtig. Finde ich persönlich schwierig für eine gesunde Zusammenarbeit bzw. für den Kollegenzusammenhalt.

Work-Life-Balance

An sich hat man nicht viel Arbeit. Ich hatte das zumindest nie. Da man die beschriebenen Probleme und Erlebnisse zwangsweise mit nach Hause nimmt, ist von einer gesunden Work-Life-Balance nicht die Rede.

Vorgesetztenverhalten

Generell gibt es mehrere Führungskräfte in einer Niederlassung. Durch meinen Teamwechsel war es teilweise besser. Ich wurde jedoch regelmäßig auf den sozialen Medien gestalkt und von mir wurde verlangt dort meine Informationen (private Informationen!!!) anzupassen. Allgemein muss ich aber sagen, dass es in der kompletten Niederlassung Ausgrenzung, Mobbing und Misstrauen gibt. An einer strikten Führung mangelt es ebenfalls in der kompletten Niederlassung. Unzählige Fehltage werden beispielsweise kommentarlos hingenommen und haben keine Konsequenzen. Zudem werden einige Personen von den Vorgesetzten bevorzugt in jederlei Hinsicht. Teilweise herrscht hier schon Narrenfreiheit vor. Für die anderen im Team ist das natürlich schwierig, wenn einer/eine machen kann, was er/sie will und alle anderen müssen sich an Regeln usw. halten.

Interessante Aufgaben

Ich habe schnell gemerkt, dass sich die Aufgaben immer wieder wiederholen. Mein Gefühl ist, dass ich für diese Tätigkeit nicht hätte studieren müssen.

Gleichberechtigung

An sich denke ich nicht, dass Frauen schlechter bezahlt werden als Männer oder umgekehrt. Aber: Es wurde immer wieder kommuniziert, man solle sich doch, ich nenne es jetzt einmal „schick“ als Frau anziehen, um so den Kunden von FERCHAU zu „überzeugen“. Auch wenn „höhere Personen“ in die Niederlassung kamen, wurde kommuniziert, man solle sich doch dementsprechend kleiden. Von einer Gleichberechtigung im klassischen Sinn kann also hier keine Rede sein.

Umgang mit älteren Kollegen

Eingestellt werden fast ausschließlich junge Leute. Ich denke hier spielen natürlich auch die Kosten eine Rolle. Generell würde ich aber sagen, dass die Neueinstellung von älteren Mitarbeitern nicht stattfindet. Natürlich gibt es dennoch ältere Kollegen über 40 bzw. 50 Jahre, die schon lange im Unternehmen sind. Die müssen sich, so wie ich es miterlebt habe, immer wieder Spitzen anhören. Je nach Person kann das natürlich auch verletzend sein.

Arbeitsbedingungen

An sich ist das Gebäude in Nürnberg wirklich neu. Der Lärmpegel in den Großraumbüros ist aber oft unerträglich. Geht man dann in ein Einzelbüro bzw. tut man das öfters, wird einem das sogar verboten.

Umwelt-/Sozialbewusstsein

Beides nicht vorhanden. Menschen werden wie Waren behandelt. Sie werden ohne mit der Wimper zu zucken entlassen, wenn sie zu viel kosten.

Gehalt/Sozialleistungen

Das Gehalt ist für die Branche bestimmt nicht schlecht. Dennoch negative Bewertung, da mir zum Einen Versprechen bezüglich einer Erhöhung gemacht wurden, die nie eingehalten wurden. Es wurde dabei wortwörtlich gesagt, dass ich es auch bekomme. Außerdem habe ich mitbekommen, dass die Gehälter in ein und derselben Position weit auseinander driften. Hier gilt es also schon bei der Einstellung gut zu verhandeln. Denn eine gehaltliche Entwicklung ist kaum möglich.

Image

Ich denke das Image bei den Zeitarbeitnehmern ist relativ gut. Im Innendienst jedoch gar nicht. Jeder, einschließlich mir, beschwert sich über interne Vorgehensweisen etc. . Die Fluktuation im Innendienst ist dementsprechend hoch, wird aber auch so gewünscht, da man irgendwann zu teuer wird.

Karriere/Weiterbildung

Karriere im Personal nicht möglich. Ich hatte einmal nach einer Möglichkeit für eine Weiterbildung gefragt. Hier wurde ich fast belächelt. Eine Weiterbildung wurde mir also verwehrt, da diese zu teuer ist (wurde auch so kommuniziert).

Arbeitgeber-Kommentar

Karriere-TeamZentrale

Sehr geehrter ehemaliger Mitarbeiter,
danke, dass Sie sich die Zeit genommen haben, eine ausführliche Bewertung abzugeben. Wir bedauern sehr, dass Sie sich in der vergangenen Zeit nicht wohlgefühlt haben.
Aktuell befinden wir uns in einer hochdynamischen Situation, die täglich neue Entwicklungen und Erkenntnisse aufzeigt.
Wir als Unternehmen versuchen die Balance zwischen dem Schutz unserer Mitarbeiter und dem Aufrechterhalten des Geschäftsbetriebs zu bewahren, um weitere, wirtschaftliche Folgen für unser Unternehmen und somit auch für den einzelnen Mitarbeiter möglichst gering zu halten.
Darüber hinaus setzen wir die vom Bundesministerium für Arbeit und Soziales erlassenen Arbeitsschutzmaßnahmen und die Empfehlungen des RKI konsequent um (u.a. Belegungsdichte in den Räumlichkeiten minimieren). Somit kommt es vor, dass Mitarbeiter im Mobilen Arbeiten von Zuhause arbeiten und andere Mitarbeiter im Büro präsent sind.
Leider können wir Ihre Anmerkungen u.a. zum Thema „Karriere/Weiterbildung“ und „Kommunikation“, sowie „Arbeitsatmosphäre“ nicht nachvollziehen.
Weiterbildungen im PR-Bereich werden angeboten und können und sollen genutzt werden. Die ABLE Academy bietet zahlreiche Programme zur Weiterbildung an.
Gleichberechtigung und transparente Kommunikation sind uns sehr wichtig. Unsere Führungskräfte stehen für ein persönliches Gespräch jederzeit zur Verfügung. Die Niederlassung Nürnberg bietet insbesondere ein anonymes Feedbacksystem an.
Gerne bieten wir Ihnen, auch nach Ihrem Austritt, ein persönliches Gespräch für einen konstruktiven Austausch an. Hierfür können Sie sich an Christian Turowez, Niederlassungsleiter Nürnberg, wenden.
Wir wünschen Ihnen für Ihre berufliche Zukunft alles Gute,
Ihr FERCHAU-Team