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FINCON Unternehmensberatung GmbH Erfahrungsbericht

  • 03.Juni 2019 (Geändert am 09.Juni 2019)
  • Mitarbeiter

Die Zeit bei FINCON - FEHLentscheidung

1,08

Arbeitsatmosphäre

Nach den ersten vier Monaten fing ich an nach anderen Vakanzen außerhalb der Fincon umzuschauen. FINCON empfand ich sehr schnell als Zeitverschwendung und für ne Beratung sehr unprofessionell. Sehr schnell bemerkte ich, wer wie bevorzugt wird, weil die Person der Firma mehr Kohle reinholt. Man fühlt sich dann direkt schlecht.

Vorgesetztenverhalten

Mündliche Vereinbarungen werden gern mal nicht eingehalten. Es wird solange freundlich eingeredet, bis man die „neue Version“ frustriert akzeptiert. Daher Abmachung immer schriftlich einholen. Man hat einfach kaum Chancen sich dagegen so richtig zu wehren. Vor allem wenn es um Projekte geht, die eher Bodyleasing sind und man das annehmen muss, wenn einem das vorgeschrieben wird. Das einzig positive ist, dass die Vorgesetzten sehr gut telefonisch/E-Mail erreichbar sind. CC-Leiter sind überwiegend sehr schlechte Führungskräfte. 0% Führungsskill. Bei manchen bringen auch keine Schulungen, weil sie einfach dafür nicht geeignet sind, aber wenn Sie gute Tagessätze für die Firma einfahren, lässt man sie auf die Mitarbeiter als Führungskrafte los.

Kollegenzusammenhalt

Mit allen Kollegen hat man nicht viel zu tun, da jeder beim Kunden im Projekt ist. In der Regel ist man alleine im Projekt. Hat man mal Glück als Team ein Projekt durchzuführen, dann entsteht der Kontakt für die Dauer des Projektes. Ansonsten bekommt man wenig von dem WIR-Gefühl mit. Ist allgemein in der Beratungswelt schwierig, wenn man nicht immer als Team beim Kunden aufschlägt. Ich fühle mich oft eher wie ein Mitarbeiter des Kunden als von FINCON. Es wird seitens FINCON einfach zu wenig getan, damit das WIR-Gefühl gelebt wird. Wie auch, wenn nur fakturieren-fakturieren-fakturieren im Kopf ist und alles was Drumherum gehört ausgeblendet wird. Fluktuation und Frust der MA sollten ernst genommen werden. Statt nur zwei Mal im Jahr alle Kollegen zu treffen, sollte man dies auf vier bis fünf Mal erhöhen. Wie ich mitbekommen habe, fühlen sich vor allem die Junioren komplett allein gelassen.

Interessante Aufgaben

Überwiegend langweilige Projekte… Man bekommt Projektanfragen als das „geilste Projekt ever“ von den Vorgesetzen aufgeschwätzt, anschließend faked man sein Beraterprofil mit den Keywords aus der Projektanfrage des Kunden und hofft, dass dem Kunden das Null-Wissen im Erstgespräch nicht auffällt. Ist ja zum Teil in der Consultingwelt keine Seltenheit. Wenn dem MA das Thema nicht zusagen sollte… kommen die Führungskräfte mit …„Du bist Unternehmensberater, da musst du alles bla bla …“. Liebe FINCON, dann bildet eure Junioren auch fachlich besser aus !!!!! Leider kostet richtige Ausbildung Geld. Was macht ihr nur mit den hohen Tagessätzen ??? Den Rachen der Gesellschafter stopfen, die nie genug bekommen können ? Der Consultant sollte das Wissen für den Kunden mitbringen. Oft hat man das Gefühl, der Kunde bildet den FINCON-Mitarbeiter aus. Die Vertriebsdirektion ist sehr nervig, wenn sie versuchen langweilige Projekte uns interessant zu machen, aber nicht checken, dass wir sie innerlich auslachen, weil sie fachlich null Ahnung haben und Äpfel mit Birnen vergleichen. Sie malen sich halt alles so aus, wie sie es gern hätten.

Kommunikation

Es gibt monatl. Newsletter, in der die Firma sich immer selbst feiert, wie toll sie doch ist. Jährliches Bereichsmeeting, Telkos unter Teams monatlich. Top wäre, wenn man sich einmal im Quartal für einen halben Tag sich zusammensetzt und Themen im Büro bespricht. Ständig alles telefonisch zu machen dauert nur ewig bringt wenig. Es kostet dazu noch sehr viel Freizeit, wird aber vorausgesetzt. Man ist ja „Unternehmensberater“… ähhm eher „Unternehmensdiener“.

Gleichberechtigung

Manche Mitarbeiter werden sehr schnell von Junior Consultant auf Consultant hochgestuft, manche kleben da ewig an der Position. Es gibt viele Consultants, die Jahre darauf gewartet haben endlich Senior Consultant zu werden auch nach drei Jahren immernoch nicht gestuft werden. Wird unfair gehandhabt. Es ist jetzt nicht so, dass man danach mega Gehaltsanpassung bekommt. Wer Salt Bae beim salzen kennt, der weiß wie die Gehaltanpassungen sich bei FINCON sich anfühlen. Es gibt aber auch Beispiele, wie im Bereich Agree21, wo man die Goldgrube für sich entdeckt hat, dort wird mit Titelbezeichung wie Principal hin und her geschmissen, damit man besser fakturieren kann. Dass man damit andere Mitarbeiter demotiviert, die länger dabei sind und nicht mal Senior Consultant werden, enttäuscht die Firma verlassen, das nimmt man in Kauf.

Karriere / Weiterbildung

Mit Karisma hat man ein gutes Weiterbildungsprogramm als Anreiz erstellt. Genau nur als Anreiz, da es nur auf der Homepage und Begrüßungsunterlagen lebt. Ich habe das Gefühl, dass damit Bewerber angelockt werden. Lieber würde man interne Schulungen von anderen Mitarbeitern aus Kostengründen geben, als bei externen Anbietern. Die Internen Schulungen kommen schwierig oder gar nicht zur Stande, weil der Referent selbst im Projekt ist. Oft ist das auch nur telefonisch oder Teamviewer. Wer sich erhofft, dass er hier vorbildliche Weiterbildung / Zertifizierungen erhält, der sollte doch zu einer anderen Consulting, FINCON geizt extrem. Wer sind glaubt, soll ruhig ehem. Mitarbeiter bei Xing anschreiben :))
Es wird immer gesagt, dass Schulungen nur Sinn machen, wenn es fachlich passt und für ein aktuelles Projekt etwas bringt oder ein Projekt ansteht. Es ist schon idiotisch, wenn man mit null Wissen für ein Projekt beim Kunden vorgelegt wird, als hätte man in dem Bereich schon mal gearbeitet, dann bei einer Zusage schnell einen sinnloses Crash-Kurs erhält, was wirklich für die Tonne ist und kaum etwas bringt.

Gehalt / Sozialleistungen

Wenn man vorher noch nie in der Beratung war, tun sich viele schwierig mit dem Vergütungsmodell. Es gibt einen variablen und fixen Anteil. Bei mir war der fixe Anteil 85% und 15% variabel. Um es in Zahlen zu sagen: 1600 Std. bzw. 200 Tage beim Kunden musste ich fakturieren um mein Soll zu erreichen. Damit mein variabler Anteil anteilig überhaupt gezahlt wird, musste ich mindestens 75% erreichen, d.h. 1280 Std. bzw. 160 Tage erreichen. Es gab Mitarbeiter, die hatten die ersten 4,5 Monate keine fakturierten Projekte gehabt. Also kann man dann schon seinen variablen Anteil für das Jahr komplett vergessen. Wenn man aus Krankheitsgründen ausfällt, ist das was anderes, aber wenn man Einsatzbereit ist, aber keine Projekte vermittelt bekommt, haften man quasi ja dafür mit seinem variablen Anteil. Ich fand es immer demotivierend. Bei Berufsanfängern sollte man gnädiger sein. Ab Senior-Positionen kann ich eine Strenge verstehen, aber trotzdem unfair. Außerdem wird am Anfang erzählt, dass man sein Soll locker erreichen wird - Pustekuchen - es gibt keine Garantie. Nach 1.Jahr bekam ich ca. 2-3% Gehalterhöhung, darauf folgende Jahren keine Gehalterhöhungen mehr. Dann bin ich auch gegangen.

Arbeitsbedingungen

Man ist ja überwiegend beim Kunden und muss die Gegebenheiten des Kunden annehmen. Jedem wird ein gefühltes 10 Kilo-Dienstlaptop und ein Samsung-Diensthandy zur Verfügung gestellt. Das günstigste halt. Die Firma bekam vor einigen Jahren ein neues Logo und die Geschäftsstelle in Frankfurt zog um. Da wird gegeizt für die alten Mitarbeiter neue Visitenkarte zu bestellen, weil Visitenkarten ja ein Vermögen kosten und Firma in die Insolvenz reißen könnte :)) Lieber macht man eine Postnachsendeauftrag ins neue Büro und verteilt weiterhin Visiktenkarten an Kunden mit alter Adresse, als neue Visitenkarten zu bestellen. Wenn hier schon gespart wird, sagt es ja schon einiges, wie man bei anderen Ausgaben geizt. Die Sparsamkeit wird gern übertrieben. Jedes Jahr toppt man sich selbst. Wenn jeder Geschäftsbereich Rendite abwerfen muss, dann sollte man das nicht so übertreiben.

Work-Life-Balance

Vertraglich 8 Std. pro Tag festgelegt.
Jedoch sollte in der Consultingwelt beachten, dass nach Feierabend nicht das Diensthandy ausgeschaltet wird. Der Vorgesetzte oder ein anderer Kollege könnte sich zu gewissen Punkten melden, da man in der regulären Arbeitszeit (d.h. die 8 Std.) beim Kunden ist und das organisatorische erst danach erledigt. Die Telkos werden erst nach Feierabend organisiert... oft setzt man ne halbe Std oder ne Std. an und die dauern so gut wie immer viel länger. Sehr nervig !!
Auch E-Mails müsste man i.d.R. nach Feierabend beantworten, da Firmenlaptop beim Kunden nicht gern gesehen ist. Sonst muss man auch Profile für neue Projektbewerbungen oder gewisse Vertriebspräsentationen vorbereiten - kostet auch Freizeit. Die Vorgesetzten sind der Meinung, bevor man sich alleine im Hotel nach Feierabend langweilt, könnte man nach hier und da mal sich treffen und an Vertriebsunterlagen arbeiten.

Image

Man feiert sich selbst sehr gerne.

Verbesserungsvorschläge

  • Ehrlichkeit
  • Transparenz
  • Gleichberechtigung
  • Nicht wie in der Veranstaltung in Hannover vor allen erzählen, welche zwei Mitarbeiter ganz wichtig für die FINCON sind und dadurch MA klassifizieren. Das dümmste was die FINCON machen konnte. Sehr enttäuscht von den Führungskräften. Wenn der FINCON die Mitarbeiter mit den höchsten Tagessätze wichtiger sind, dann behandelt das Thema diskret, aber nicht in großer Runde andere Mitarbeiter demotivieren, die nicht den höchsten Tagessatz haben - als könnte jeder etwas dafür. Der Unmut danach bei vielen war groß - aber das war den Führungskräften wohl egal.

Pro

- 8 Std. Kundeneinsätze
- Dass ich nicht mehr für FINCON arbeite
- Dass ich bei Kununu die Möglichkeit habe einiges ans Licht zu bringen

Contra

- Die meisten Projekte
- Profile für Kunden verschönern auf Kosten demotivierten Mitarbeitern.
- Die vermutlichen vielen positiven Fake-Einträge hier - Wahrheit kommt doch eh raus, warum hier Märchen erzählen. Die Leute gehen eh, wenn Sie die Wahrheit rausbekommen haben.

Arbeitsatmosphäre
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Vorgesetztenverhalten
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Kollegenzusammenhalt
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Interessante Aufgaben
1,00
Kommunikation
1,00
Gleichberechtigung
1,00
Umgang mit älteren Kollegen
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Karriere / Weiterbildung
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Gehalt / Sozialleistungen
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Arbeitsbedingungen
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Work-Life-Balance
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  • Firma
    FINCON Unternehmensberatung GmbH
  • Stadt
    Frankfurt / Hamburg / Köln
  • Jobstatus
    Ex-Job
  • Position/Hierarchie
    Angestellte/r - Arbeiter/in