Gut am Arbeitgeber finde ich
Zu wenig, als dass es erwähnenswert wäre.
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Zuviel, als dass man hier Alles aufzählen könnte. Wenn man jeden Punkt detailliert auflisten würde, könnte man mindestens 10 Seiten (eigentlich sogar 30) damit füllen und es würden Einem immer noch mehr Dinge einfallen, die nicht funktionieren und wo die Zustände offenbar schon seit Jahren so sind wie sie sind und bei denen es den Verantwortlichen auch vollkommen egal ist, ob sich was ändert oder nicht bzw. wo die federführenden Leute selbst aktiv zu einer Verschlimmerung der Zustände beitragen. Die Kirsche auf der bereits dicken Schicht Sahne, bilden da eigentlich nur noch die IT-Mitarbeiter, die in nie endender Manier die schon seit Jahren vorliegenden und immer wiederkehrenden technisch desaströsen Zustände auf die aufopfernden Mitarbeiter loslassen, die sich mit diesem Irrsinn täglich rumschlagen müssen und zwar in allen Bereichen. Diese sollten die Substanzen (welche das auch immer sein mögen) die sie scheinbar regelmäßig konsumieren, dringend absetzen.
All diese Zustände beziehen sich aber nicht spezifisch nur auf einen bestimmten Standort, sondern allgemein auf das gesamte Unternehmen bzw. auf fast alle Lager. In manchen Lagern ist es eben nur NOCH katastrophaler als in anderen, nennenswert gut ist es aber nirgends.
Aktuell glänzt das Unternehmen bzw. die Führungsspitze auch damit, den (langjährig angestellten) HR-Mitarbeitern deren Boni zu streichen bzw. sie mit Zuhilfenahme eines "motivierenden Schreibens", welches unterzeichnet werden soll, für deutlich weniger Entgelt in andere Arbeitsbereiche zu nötigen, um vermutlich (so scheint es) Personalkosten zu sparen. Finde das super!
Ich hätte da nur noch eine extrageile Idee, die dem Ganzen das Sahnehäubchen aufsetzt: am besten den Fahrern noch das gesamte Trinkgeld wegnehmen, dann werden die Finanzgenies in der Führungsebene womöglich wieder ganz fix dahin befördert, wo sie dringend hingehören: auf den Boden der wirtschaftlichen Tatsachen, dort wo man händeringend nach (gutem) Personal sucht. Wenn sich derartige Machenschaften innerhalb der Lager herumsprechen, bin ich mir nicht sicher, ob das der Gesamtmoral innerhalb der Belegschaft so zuträglich sein wird. Aber das werden die entscheidungstragenden Leute wahrscheinlich erst dann merken, wenn es schon zu spät sein wird.
Verbesserungsvorschläge
Am besten nach Tine Wittler-Prinzip Alles komplett abreißen und mit aufrichtigen, kompetenten und wirklich coolen Leuten Alles neu aufbauen. Oetker sollte sich dringend überlegen, ob sie an diesen ausbeuterischen und realitätsfernen Funktionären, die in der Geschäftsführung hocken, wirklich dauerhaft festhalten wollen (wobei Oetker sicher selbst im Glashaus sitzen dürfte). Eigentlich gehören diese Leute allesamt auf die Anklagebank und mit arbeitsrechtlichen Prozessen geflutet, bei dem was die so Alles fabrizieren.
Wer ernsthaft drüber nachdenkt, unabhängig vom Standort hier (dauerhaft) zu arbeiten, der sollte direkt drüber nachdenken, sich was Anderes/Seriöses zu suchen. Verlasst das sinkende Schiff, solange Ihr noch könnt bzw. springt am besten gar nicht erst auf. Eure Seele und Euer Nervenkostüm wird es Euch danken.
Und über den mangelhaften Zustand vieler Auslieferungs-Fahrzeuge und dass man trotzdessen auf die offene Straße rausgeschickt wird, was teils wirklich hochgradig fahrlässig ist, haben wir noch gar nicht gesprochen, aber das wäre wieder ein eigenes Buch für sich.
Arbeitsatmosphäre
Stumpf, monoton, einfach in sturer und mit hohem Druck ausübender Manier Schleppknecht mit sich spielen lassen, Klappe halten, bloß mit Niemandem kommunizieren, keine Fragen stellen, Alles abnicken, keine Verbesserungsvorschläge oder Kritik zu langjährig schon existenten Problemen äußern, ein bisschen Atmen und Blinzeln ist aber grade noch erlaubt. Ist auch Alles sehr anonym, weil das Personal-Hamsterrad nie still steht und es ein nie endendes Rein Raus-Spielchen mit den Mitarbeitern ist, an dem Flaschenpost natürlich oft selbst die Hauptschuld trägt aufgrund der Arbeitsumstände. Am Ende bleibt festzuhalten: wer Roboter spielt, kommt am Weitesten und hat vor Allem am meisten Ruhe vor den fingerwedelnden Schichtleitern.
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Work-Life-Balance
Wenn die Tourenplanung mal gut funktioniert, was bedeutet: auf geplante Schichtlängen Rücksicht nimmt, dann wäre das durchaus manchmal gegeben, aber tut sie eben leider fast nie. Meist kommt man eigentlich nie (oder nur ganz ganz selten) auf seine geplanten Stunden oder muss sie früher abbrechen, weil das Lager bereits leer ist oder die Akkus der Fahrzeuge den Geist aufgeben. Und an anderen Tagen, an denen man dann mal nur kurz eingeteilt ist, nötigen die Schichtleiter die Mitarbeiter beinahe schon dazu, Überstunden zu machen, weil andere Mitarbeiter ausgefallen bzw. erkrankt sind und es sich um die letzten 5 Bestellungen im Regal handelt und die ja irgendwer ausliefern muss. Dabei wird oft auf Ruhezeiten oder darauf, dass z.B. Minijobber ja nur eine gewisse Stundenanzahl innerhalb der Woche leisten dürfen, keine wirkliche Rücksicht genommen. Darauf muss man dann selbst erst explizit hinweisen. Zudem werden in den Sommermonaten auch gern einfach mal so Schichten gestrichen, ohne dass das vorher mit dem Mitarbeiter kommuniziert wurde. Wenn man dann nicht rein zufällig am Vorabend nochmal in's Mitarbeiterportal rein schaut, dann fährt man am nächsten Tag völlig umsonst zur Arbeit.
Karriere/Weiterbildung
Karri..........Karika...........Karies..........Kar...........was..........???
Gehalt/Benefits
Ohne Bonus und ohne Trinkgeld dem körperlichen Aufwand nicht ansatzweise angemessen, soll heißen: immer nur ganz knapp über Mindestlohn. Die Löhne werden immer erst dann erhöht, wenn Flaschenpost gesetzlich dazu verpflichtet ist, soll heißen: immer dann, wenn die Mindestlöhne erhöht werden. Viele andere Unternehmen auf dem freien Arbeitsmarkt bieten dagegen feste Tariflöhne im Bereich von 18,- bis 20,- EUR an, selbst für neue Mitarbeiter und Quereinsteiger, obwohl man dort oft einer weitaus geringeren körperlichen Belastung ausgesetzt ist. Es geht also, wenn man denn will, aber Flaschenpost will halt einfach nicht. Darüber hinaus gibt es bei Flaschenpost keinerlei Urlaubs- und keinerlei Weihnachtsgeld und der geringe Urlaubsanspruch ist auch ein Witz, Alles am untersten Minimum, weil die Mitarbeiter ihnen ja "so sehr am Herzen liegen" oder so ähnlich. Aber da man bei Flaschenpost ja genau weiß, dass nach jedem Ausscheiden eines Mitarbeiters bereits 50 potentielle neue Mitarbeiter an der Tür in der Warteschlange stehen, kann man's ja machen.
Kollegenzusammenhalt
Im Grunde ist sich Jeder selbst der Nächste, wobei die Fahrer sicher noch die Coolsten in dem Laden sind. Die Schichtleiter kannste aufgrund ihres Verhaltens fast Alle in einen S A C K stecken. Da wird man z.B. direkt dafür angeranzt, weil man ein paar Sekunden mit einem Kollegen einen Smalltalk hält, selbst wenn dieser sich darum dreht, etwas Arbeitstechnisches zu erklären. Oder weil man einem Kollegen, der Schmerzen hat, weil er dauerhaft in einer Abteilung der dort vorherrschenden körperlichen Belastung nicht mehr standhält helfen bzw. ihm Ratschläge geben möchte, um seine Situation zu verbessern. Oder weil man sich nach dem Gesundheitszustand eines anderen während der Arbeit verunglückten Kollegen erkundigt. Kann man sich Alles kaum noch ausdenken.
Flaschenpost macht auch hier nach außen hin Einen auf "menschlich", tut aber mithilfe missionarischer Hingabe ihrer Schichtleiter alles in seiner Macht Stehende, um genau dies im Arbeitsalltag zu unterbinden. Dass seitens des Unternehmens das "Du" beim Bewerbungsprozess trotzdem vermeintlich wie der heilige Grahl hochgehalten wird und dass es eine Whatsapp-Gruppe für die Mitarbeiter gibt, widerspricht dieser (Un-)Logik komplett.
Vorgesetztenverhalten
Einer moralisch und charakterlich verkommener als der Andere (bis auf wenige Ausnahmen). Es scheint, als suche die Geschäftsleitung ganz bewusst und aktiv nach verhaltensgestörten Persönlichkeiten, welche dann gezielt in die Position von Schichtleitern gebracht werden.
Flaschenpost tut dabei mit Hilfe ihrer tollen vorgefertigten "Schöne heile Welt"-Plakaten und Grafiken, die den ganzen Tag auf den Bildschirmen in den Lagern in Dauerschleife angezeigt werden so, als leisten sie ganz außergewöhnliche und menschennahe Dienste im Sinne von "Wir setzen uns gegen Mobbing, Ausgrenzung und menschenunwürdigen Umgang" ein, zeigen aber mit dem Großteil ihrer Führungskräfte genau das Gegenteil, nämlich dass ihnen das Thema in der Realität vollkommen am Hinterteil vorbeigeht. Unsoziales Verhalten (Mobbing, Hintenrumgequatsche, Sticheleien, Schikanierung und Drangsalierung) seitens der Führungskräfte gegenüber den "kleinen" Leuten, die jeden Tag rennen und tun und machen und eigentlich die Grundpfeiler dafür bilden, warum dieses Unternehmen noch existiert, steht hier an der Tagesordnung und wird von den Lagerleitern auch noch rückendeckend, händeschützend und bauchpinselnd gefördert.
Arbeitsbedingungen
Kaum Etwas funktioniert wirklich, überall gibt es unzählige (technische) Fehler und unnötige irrationale Hürden, die Einem das Arbeiten massivst erschweren, sei es bezogen auf die Handhelds, im Lager und sogar bei der Bonusdatenerfassung geht es selten mit rechten Dingen zu, aber "schneller sein" hat firmenseits trotzdem immer oberste Priorität und das bis zum Erbrechen, selbst wenn man 40 Kisten in die 6. Etage schleppen soll. Zudem wird dabei nicht mal zwischen Männlein und Weiblein unterschieden. Auch ein weiblicher Mitarbeiter kann derartige Aufträge aufgedrückt bekommen und das grenzt eigentlich schon nicht mehr nur an firmenseits aktiv herbeigeführter Körperverletzung, sondern es ist eindeutig eine.
Kommunikation
Entweder gar keine oder auch hier wieder nach den Grundsätzen der Hierarchie, des allseits wedelnden Fingers und des daraus resultierenden Gehorsams, zumindest was die Kommunikation in den Lagern angeht. Unterwegs im Auto hat man zwar die Möglichkeit (bzw. mittlerweile den Zwang), in Situationen, die es erfordern, eine Hotline anzurufen, diese ist allerdings zunehmend mit immer weniger werdendem Personal besetzt, so dass man teils 30-60 Minuten in der Warteschleife hängt, obwohl man auf die Hotline angewiesen ist, weil man Aufträge sonst nicht abschließen bzw. stornieren kann. Hat man dann 2-3 solcher Fälle auf seiner Tour, ist man durchaus erst 2 Stunden später von seiner Tour zurück, womit wir wieder beim Thema Work-Life-Balance wären. Nach der Rückkehr in's Lager wird man in solchen Situationen natürlich trotzdem nicht selten von den herablassenden Schichtleitern angeranzt bzw. böse und verdächtig angeschaut, warum man denn solange gebraucht hat oder warum man denn Ware zum Ausliefern aufgrund eines Stornos wieder mit in's Lager zurück gebracht hat, obwohl man absolut gar nichts dafür kann. Es ist einfach nur völlig absurd.
Gleichberechtigung
Es gibt hier keine Gleichberechtigung. Zuviele Mitarbeiter, die sich in der Hierarchie höher gestellt sehen, lassen die Mitarbeiter, die sie als niedriger gestellt ansehen, spüren, dass sie sich selbst als höher gestellt betrachten. Womit wir wieder beim Thema Mobbing, Sticheleien und Schikanierungen wären. Aber all diese Dinge finden natürlich überhaupt nicht statt, weil sie alle hinter den im Bereich "Vorgesetztenverhalten" bereits erwähnten Schöne heile Welt-Plakaten und geschönten Grafiken auf den Bildschirmen passieren.