Basierend auf von Mitarbeiter:innen seit Juli 2025. Alle Informationen findest du hier.
Zuletzt aktualisiert am 26.7.2026
Das Gesamtprofil von flaschenpost SE fällt laut den vorliegenden Bewertungen negativ aus. Besonders kritisch beurteilen Mitarbeiter:innen die Vergütung: Das Gehalt liegt nach Meinung vieler Bewertenden kaum über dem Mindestlohn, Bonussysteme gelten als schwer erreichbar oder intransparent, und soziale Leistungen werden als weitgehend nicht vorhanden beschrieben. Hinzu kommen Berichte über verspätete oder ausgefallene Lohnzahlungen. Die Arbeitsatmosphäre wird als angespannt und druckbelastet geschildert, wobei das Verhältnis unter Kolleg:innen punktuell positiv hervorgehoben wird, während Vorgesetzte häufig als unprofessionell, arrogant oder überfordert beschrieben werden. Kommunikation findet laut vielen Bewertenden vorwiegend von oben nach unten statt und ist oft lückenhaft oder respektlos. Karriere- und Weiterbi...
Zusammenfassung nach Kategorie
Die Vergütung bei flaschenpost SE wird von Mitarbeiter:innen mehrheitlich kritisch bewertet. Der häufigste Kritikpunkt ist das Gehalt auf Mindestlohnniveau oder knapp darüber, das viele als zu niedrig für die körperlich anspruchsvolle Arbeit empfinden. Das Bonussystem gilt als kaum erreichbar und erzeugt laut einigen Bewertungen unnötigen Druck und ungesunden Wettbewerb. Trinkgelder spielen für Fahrer:innen eine wichtige Rolle, um das Grundgehalt aufzubessern, sind jedoch nicht verlässlich planbar. Hinzu kommen Berichte über fehlende Sozialleistungen sowie ein Lohnniveau, das nach Meinung einiger Nutzer:innen deutlich unter dem Branchendurchschnitt liegt.
Wenige Stimmen bewerten die Vergütung als fair und dem jeweiligen Tätigkeitsprofil angemessen. Die pünktliche Gehaltszahlung wird dabei positiv hervorgehoben, obwohl einzelne Berichte über verspätete oder fehlerhafte Auszahlungen dem widersprechen. Für Mini-Jobber:innen wird das Verhältnis von Aufwand und Entlohnung als besonders ungünstig beschrieben.
Die Arbeitsatmosphäre bei flaschenpost SE wird von Nutzer:innen mehrheitlich negativ bewertet. Ein zentrales Thema ist der hohe Arbeitsdruck: Viele beschreiben die Atmosphäre als angespannt und hektisch, geprägt von konstantem Druck, schneller zu arbeiten, Unterbesetzung und mangelnder Wertschätzung. Das Verhältnis unter Kolleg:innen wird zwar oft als angenehm beschrieben, jedoch steht dem ein deutlich kritischeres Bild gegenüber, wenn es um Vorgesetzte geht. Einige Nutzer:innen bemängeln einen herablassenden Umgangston seitens der Führungskräfte sowie fehlende Führungskompetenzen im Management.
Zusätzlich empfinden einige Mitarbeiter:innen die Atmosphäre als von übermäßiger Kontrolle und ständiger Beobachtung geprägt. Schichtänderungen und hohe Fluktuation erschweren den Aufbau persönlicher Verbindungen im Team. Die räumlichen Bedingungen – darunter laute, wenig einladende Büros und schlecht gewartete Lagerhallen – tragen ebenfalls zur negativen Stimmung bei. Nur wenige Stimmen beschreiben die Atmosphäre als entspannt oder familiär.
Das Vorgesetztenverhalten bei flaschenpost SE wird von den Nutzer:innen überwiegend negativ bewertet. Ein zentraler Kritikpunkt ist die stark schwankende Führungsqualität im Lager: Viele Vorgesetzte gelten als unerfahren in der Mitarbeiter:innenführung und greifen auf einen autoritären Stil zurück. Einige Bewertungen beschreiben respektloses Verhalten, fehlende Wertschätzung und eine ausgeprägte Druckkultur, bei der selbst kleine Fehler unverhältnismäßig sanktioniert werden. Zudem beklagen Nutzer:innen mangelnde Kommunikation seitens der Führungskräfte.
Im zwischenmenschlichen Umgang zeigt sich ein widersprüchliches Bild: Während einige Vorgesetzte als kollegial, freundlich und auf Augenhöhe beschrieben werden, berichten andere Mitarbeiter:innen von herablassendem oder unprofessionellem Verhalten. Besonders kritisiert wird dabei das mittlere Führungsebene, während direkte Teamleitungen gelegentlich positiver abschneiden. Insgesamt überwiegt jedoch der Eindruck, dass Führungskräfte bei flaschenpost SE eher leistungsorientiert agieren und wenig Interesse an einem konstruktiven Austausch mit ihren Mitarbeiter:innen zeigen.
Die Kommunikation bei flaschenpost SE wird von den Nutzer:innen mehrheitlich negativ bewertet. Besonders kritisch sehen viele Mitarbeiter:innen die interne Informationsweitergabe: Prozesse und Erwartungen werden selten transparent kommuniziert, wichtige Informationen wie Vertragsverlängerungen oder Änderungen im Ablauf erreichen die Belegschaft oft zu spät oder gar nicht. Zudem berichten einige Nutzer:innen, dass sie Informationen aktiv einfordern mussten, anstatt diese proaktiv zu erhalten. Auch der Austausch mit Vorgesetzten gilt vielen als problematisch – Rückmeldungen auf Anliegen bleiben häufig aus, und die Kommunikation aus dem Management wirkt inkonsistent und wenig strukturiert.
Ein weiterer Kritikpunkt betrifft die Erreichbarkeit der Zentrale in Münster sowie die mangelnde Entscheidungskompetenz vor Ort. Fehler werden laut einigen Bewertungen nicht offen angesprochen, während Feedback vielfach nur bei negativen Vorkommnissen gegeben wird. Wenige Nutzer:innen schildern hingegen positive Erfahrungen mit klarer und transparenter Kommunikation durch Vorgesetzte, was auf deutliche Unterschiede zwischen einzelnen Standorten oder Abteilungen hindeutet.
Ex-Angestellte/r oder Arbeiter/inHat bis 2023 bei flaschenpost Berlin 2 GmbH in Münster gearbeitet und diesen Arbeitgeber mehrfach bewertet. (Mitarbeiter:innen dürfen ihren Arbeitgeber einmal im Jahr bewerten.)
Ex-Angestellte/r oder Arbeiter/inHat zum Zeitpunkt der Bewertung nicht mehr im Bereich Logistik / Materialwirtschaft bei flaschenpost Aachen GmbH in Münster gearbeitet.
Gut am Arbeitgeber finde ich
Das Schichtsystem. Liebe Menschen.
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Teile der Vorgesetzten. Die Toiletten. Bezahlung.
Verbesserungsvorschläge
Mehr bezahlen und eventuell auch nach Leistung gehen, es gibt keine Anreize sich zu beeilen.
Work-Life-Balance
Sehr flexible Arbeitszeiten
Gehalt/Benefits
Mindestlohn
Kollegenzusammenhalt
Zum Teil extrem nette und herzliche Menschen
Vorgesetztenverhalten
Teilweise viel am Handy wodurch die Arbeitsmoral litt
Arbeitsbedingungen
Im Sommer eine Katastrophe
Kommunikation
Viele Informationen erst spät erhalten und bei manchen Sachen musste man den Leuten hinterherlaufen
vielen Dank für dein Feedback. Es freut uns, dass du die Flexibilität positiv erlebt hast. Deine Hinweise zu Schichtvergabe, Kommunikation und Gleichberechtigung nehmen wir ernst und prüfen diese intern. Liebe Grüße Dein flaschenpost-Team
Flaschenpost als Stundent… Lohnenswert?
3,8
Empfohlen
Werkstudent/inHat zum Zeitpunkt der Bewertung bei flaschenpost Köln 3 GmbH in Münster gearbeitet.
Gut am Arbeitgeber finde ich
Die eigenständige Schichtplanung und das entspannte Arbeitsverhältnis
vielen Dank für dein tolles Feedback. Es freut uns besonders, dass du die Flexibilität, das Arbeitsklima und den Umgang miteinander so positiv erlebst. Schön, dass du Teil unseres Teams bist. Liebe Grüße Dein flaschenpost-Team
Nicht zu empfehlen
2,1
Nicht empfohlen
Hat bis 2025 bei flaschenpost Hannover GmbH in Münster gearbeitet.
Gehalt/Benefits
Für die körperlich teilsweise sehr anstrengende Arbeit zu wenig
vielen Dank für dein Feedback. Es tut uns leid, dass du insbesondere das Vorgesetztenverhalten und die Vergütung negativ wahrgenommen hast. Deine Hinweise nehmen wir ernst und prüfen diese intern, um Verbesserungen anzustoßen. Liebe Grüße Dein flaschenpost-Team
Systematischer Betrug und Gesetzesverstöße
1,0
Nicht empfohlen
Ex-Angestellte/r oder Arbeiter/inHat bis 2026 im Bereich Logistik / Materialwirtschaft bei flaschenpost Berlin 3 GmbH in Münster gearbeitet.
Gut am Arbeitgeber finde ich
Schnelle unkomplizierte Einstellung
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Ich habe als Auslieferungsfahrer in Berlin Marzahn gearbeitet. Der Job ist schon sehr anstrengend. Teilweise muss man 20-30 Kisten in die 6. Etage ohne Fahrstuhl schleppen. Die Bezahlung von 14 EUR pro Stunde ist dafür mMn deutlich zu gering. Es gibt zwar ein Bonussystem, davon profitieren aber vor allem Minijobber, die nur 1x die Woche arbeiten. Sobald du mehr arbeitest und auch mal Aufträge dabei sind, die länger dauern, wird deine durchschnittliche Geschwindigkeit extrem darunter leiden. Der Job an sich wäre gar nicht das Problem, man macht halt immer ein gutes Workout, mit Trinkgeld kommt man teilweise auf 19-20 EUR pro Stunde und wenn man verstanden hat, wie die Überwachung läuft, kann man sich auch "ausruhen". Man fährt dann halt einfach im Schneckentempo von einem Auftrag zum nächsten. Solange man nirgends mehr als 7 Minuten stehenbleibt fällt es dem System nicht auf. Das Problem sind vor allem die Vorgesetzten. Man hat das Gefühl, dass hier die größten Hirnverbrannten Personen in Führungspositionen eingesetzt werden, die man nur finden kann. Zudem finde ich es auch fragwürdig, dass die 3 Stunden Hospitation nicht bezahlt werden. Auch was die Zeiterfassung angeht ist es nicht ganz transparent. Nachdem ich meine Kündigung in der Probezeit erhalten habe, musste ich auch feststellen, dass noch nicht genommene Urlaubstage einfach "verschwinden". Gegen die Kündigung selbst beschwere ich mich gar nicht, ich bin froh da raus zu sein. Man muss sich aber mal überlegen, dass dieses Unternehmen einer der reichsten Familien Deutschlands gehört und wie hier die kleinen Mitarbeiter systematisch ausgebeutet werden. Bei mehreren tausend Mitarbeitern und jeweils 3h unbezahlte Einarbeitung + die Unterschlagung von nicht genommenen Urlaubstagen kommt eine beträchtliche Summe zusammen. Auch die regelmäßigen Unterweisungen werden nicht bezahlt. Man kann hier von systematischem Betrug im großen Stil sprechen. Betriebsrat und Tarif auch fehl am Platz. Dank der Hilfe von KI ist eine Klage heutzutage schnell gemacht aber es machen vermutlich dennoch die wenigsten.
vielen Dank für dein ausführliches Feedback. Es tut uns leid, dass du deine Zeit bei uns so erlebt hast. Deine Hinweise zu Arbeitsbedingungen, Vergütung und Führung nehmen wir ernst und prüfen diese intern. Schreibe uns doch gerne an hr.feedback@flaschenpost.de, damit wir nochmal in den engeren Austausch gehen können. Liebe Grüße Dein flaschenpost Team
Nicht weiter zu empfehlen wenn man mal krank wird
2,7
Nicht empfohlen
Ex-Angestellte/r oder Arbeiter/inHat bis 2026 im Bereich Vertrieb / Verkauf bei Flaschenpost in Dresden gearbeitet.
Gut am Arbeitgeber finde ich
Kollegen und zum Teil die flexiblen Arbeitszeiten
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Stundenlohn für die Arbeit
Verbesserungsvorschläge
Nicht gleich beim ersten Krankenschein kündigen
Arbeitsatmosphäre
Kollegen waren nett. Aber man wurde oft früher nach Hause geschickt wenn „nix“ zutun war. Durfte aber auch bei dem ein oder anderen Notfall mal eher gehen
Work-Life-Balance
Durch das flexible System hat man oft verschiedene Arbeitszeiten plus Punkt man kann es sich selbst aussuchen minus Punkt man weiß nie wie viel man arbeitet oder wann
Karriere/Weiterbildung
Man kann sich nicht weiterbilden oder aufsteigen. Es wird ein Fest Vertrag angeboten um dann gekündigt zu werden
Kollegenzusammenhalt
Man unterhält sich miteinander
Vorgesetztenverhalten
Ok
Arbeitsbedingungen
Wurde gekündigt in der Probezeit weil ich einmal krank war. 3 Tgae später nach krank Meldung war die Kündigung da. Ich war immer zuverlässig und habe mir nie etwas zu Schulden kommen lassen wurde immer gelobt und auch meine kundenbewertungen waren immer super. Es war von vornherein klar kommuniziert das ich ein Kind habe.
Liebe:r ehemalige:r Kolleg:in aus Dresden, vielen Dank für deine Rückmeldung. Es freut uns, dass du Kolleg:innen und Flexibilität positiv erlebt hast. Deine Erfahrung rund um die Kündigung bedauern wir sehr und nehmen dein Feedback ernst, insbesondere zum Umgang im Krankheitsfall. Liebe Grüße Dein flaschenpost-Team
Katastrophale Zustände in vielen Bereichen, aber die Außendarstellung/Werbung ist super und das ist ja das Wichtigste ;)
1,5
Nicht empfohlen
Angestellte/r oder Arbeiter/inHat zum Zeitpunkt der Bewertung bei flaschenpost SE in Münster gearbeitet.
Gut am Arbeitgeber finde ich
Zu wenig, als dass es erwähnenswert wäre.
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Zuviel, als dass man hier Alles aufzählen könnte. Wenn man jeden Punkt detailliert auflisten würde, könnte man mindestens 10 Seiten (eigentlich sogar 30) damit füllen und es würden Einem immer noch mehr Dinge einfallen, die nicht funktionieren und wo die Zustände offenbar schon seit Jahren so sind wie sie sind und bei denen es den Verantwortlichen auch vollkommen egal ist, ob sich was ändert oder nicht bzw. wo die federführenden Leute selbst aktiv zu einer Verschlimmerung der Zustände beitragen. Die Kirsche auf der bereits dicken Schicht Sahne, bilden da eigentlich nur noch die IT-Mitarbeiter, die in nie endender Manier die schon seit Jahren vorliegenden und immer wiederkehrenden technisch desaströsen Zustände auf die aufopfernden Mitarbeiter loslassen, die sich mit diesem Irrsinn täglich rumschlagen müssen und zwar in allen Bereichen. Diese sollten die Substanzen (welche das auch immer sein mögen) die sie scheinbar regelmäßig konsumieren, dringend absetzen.
All diese Zustände beziehen sich aber nicht spezifisch nur auf einen bestimmten Standort, sondern allgemein auf das gesamte Unternehmen bzw. auf fast alle Lager. In manchen Lagern ist es eben nur NOCH katastrophaler als in anderen, nennenswert gut ist es aber nirgends.
Aktuell glänzt das Unternehmen bzw. die Führungsspitze auch damit, den (langjährig angestellten) HR-Mitarbeitern deren Boni zu streichen bzw. sie mit Zuhilfenahme eines "motivierenden Schreibens", welches unterzeichnet werden soll, für deutlich weniger Entgelt in andere Arbeitsbereiche zu nötigen, um vermutlich (so scheint es) Personalkosten zu sparen. Finde das super! Ich hätte da nur noch eine extrageile Idee, die dem Ganzen das Sahnehäubchen aufsetzt: am besten den Fahrern noch das gesamte Trinkgeld wegnehmen, dann werden die Finanzgenies in der Führungsebene womöglich wieder ganz fix dahin befördert, wo sie dringend hingehören: auf den Boden der wirtschaftlichen Tatsachen, dort wo man händeringend nach (gutem) Personal sucht. Wenn sich derartige Machenschaften innerhalb der Lager herumsprechen, bin ich mir nicht sicher, ob das der Gesamtmoral innerhalb der Belegschaft so zuträglich sein wird. Aber das werden die entscheidungstragenden Leute wahrscheinlich erst dann merken, wenn es schon zu spät sein wird.
Verbesserungsvorschläge
Am besten nach Tine Wittler-Prinzip Alles komplett abreißen und mit aufrichtigen, kompetenten und wirklich coolen Leuten Alles neu aufbauen. Oetker sollte sich dringend überlegen, ob sie an diesen ausbeuterischen und realitätsfernen Funktionären, die in der Geschäftsführung hocken, wirklich dauerhaft festhalten wollen (wobei Oetker sicher selbst im Glashaus sitzen dürfte). Eigentlich gehören diese Leute allesamt auf die Anklagebank und mit arbeitsrechtlichen Prozessen geflutet, bei dem was die so Alles fabrizieren.
Wer ernsthaft drüber nachdenkt, unabhängig vom Standort hier (dauerhaft) zu arbeiten, der sollte direkt drüber nachdenken, sich was Anderes/Seriöses zu suchen. Verlasst das sinkende Schiff, solange Ihr noch könnt bzw. springt am besten gar nicht erst auf. Eure Seele und Euer Nervenkostüm wird es Euch danken.
Und über den mangelhaften Zustand vieler Auslieferungs-Fahrzeuge und dass man trotzdessen auf die offene Straße rausgeschickt wird, was teils wirklich hochgradig fahrlässig ist, haben wir noch gar nicht gesprochen, aber das wäre wieder ein eigenes Buch für sich.
Arbeitsatmosphäre
Stumpf, monoton, einfach in sturer und mit hohem Druck ausübender Manier Schleppknecht mit sich spielen lassen, Klappe halten, bloß mit Niemandem kommunizieren, keine Fragen stellen, Alles abnicken, keine Verbesserungsvorschläge oder Kritik zu langjährig schon existenten Problemen äußern, ein bisschen Atmen und Blinzeln ist aber grade noch erlaubt. Ist auch Alles sehr anonym, weil das Personal-Hamsterrad nie still steht und es ein nie endendes Rein Raus-Spielchen mit den Mitarbeitern ist, an dem Flaschenpost natürlich oft selbst die Hauptschuld trägt aufgrund der Arbeitsumstände. Am Ende bleibt festzuhalten: wer Roboter spielt, kommt am Weitesten und hat vor Allem am meisten Ruhe vor den fingerwedelnden Schichtleitern.
Image
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Work-Life-Balance
Wenn die Tourenplanung mal gut funktioniert, was bedeutet: auf geplante Schichtlängen Rücksicht nimmt, dann wäre das durchaus manchmal gegeben, aber tut sie eben leider fast nie. Meist kommt man eigentlich nie (oder nur ganz ganz selten) auf seine geplanten Stunden oder muss sie früher abbrechen, weil das Lager bereits leer ist oder die Akkus der Fahrzeuge den Geist aufgeben. Und an anderen Tagen, an denen man dann mal nur kurz eingeteilt ist, nötigen die Schichtleiter die Mitarbeiter beinahe schon dazu, Überstunden zu machen, weil andere Mitarbeiter ausgefallen bzw. erkrankt sind und es sich um die letzten 5 Bestellungen im Regal handelt und die ja irgendwer ausliefern muss. Dabei wird oft auf Ruhezeiten oder darauf, dass z.B. Minijobber ja nur eine gewisse Stundenanzahl innerhalb der Woche leisten dürfen, keine wirkliche Rücksicht genommen. Darauf muss man dann selbst erst explizit hinweisen. Zudem werden in den Sommermonaten auch gern einfach mal so Schichten gestrichen, ohne dass das vorher mit dem Mitarbeiter kommuniziert wurde. Wenn man dann nicht rein zufällig am Vorabend nochmal in's Mitarbeiterportal rein schaut, dann fährt man am nächsten Tag völlig umsonst zur Arbeit.
Ohne Bonus und ohne Trinkgeld dem körperlichen Aufwand nicht ansatzweise angemessen, soll heißen: immer nur ganz knapp über Mindestlohn. Die Löhne werden immer erst dann erhöht, wenn Flaschenpost gesetzlich dazu verpflichtet ist, soll heißen: immer dann, wenn die Mindestlöhne erhöht werden. Viele andere Unternehmen auf dem freien Arbeitsmarkt bieten dagegen feste Tariflöhne im Bereich von 18,- bis 20,- EUR an, selbst für neue Mitarbeiter und Quereinsteiger, obwohl man dort oft einer weitaus geringeren körperlichen Belastung ausgesetzt ist. Es geht also, wenn man denn will, aber Flaschenpost will halt einfach nicht. Darüber hinaus gibt es bei Flaschenpost keinerlei Urlaubs- und keinerlei Weihnachtsgeld und der geringe Urlaubsanspruch ist auch ein Witz, Alles am untersten Minimum, weil die Mitarbeiter ihnen ja "so sehr am Herzen liegen" oder so ähnlich. Aber da man bei Flaschenpost ja genau weiß, dass nach jedem Ausscheiden eines Mitarbeiters bereits 50 potentielle neue Mitarbeiter an der Tür in der Warteschlange stehen, kann man's ja machen.
Kollegenzusammenhalt
Im Grunde ist sich Jeder selbst der Nächste, wobei die Fahrer sicher noch die Coolsten in dem Laden sind. Die Schichtleiter kannste aufgrund ihres Verhaltens fast Alle in einen S A C K stecken. Da wird man z.B. direkt dafür angeranzt, weil man ein paar Sekunden mit einem Kollegen einen Smalltalk hält, selbst wenn dieser sich darum dreht, etwas Arbeitstechnisches zu erklären. Oder weil man einem Kollegen, der Schmerzen hat, weil er dauerhaft in einer Abteilung der dort vorherrschenden körperlichen Belastung nicht mehr standhält helfen bzw. ihm Ratschläge geben möchte, um seine Situation zu verbessern. Oder weil man sich nach dem Gesundheitszustand eines anderen während der Arbeit verunglückten Kollegen erkundigt. Kann man sich Alles kaum noch ausdenken.
Flaschenpost macht auch hier nach außen hin Einen auf "menschlich", tut aber mithilfe missionarischer Hingabe ihrer Schichtleiter alles in seiner Macht Stehende, um genau dies im Arbeitsalltag zu unterbinden. Dass seitens des Unternehmens das "Du" beim Bewerbungsprozess trotzdem vermeintlich wie der heilige Grahl hochgehalten wird und dass es eine Whatsapp-Gruppe für die Mitarbeiter gibt, widerspricht dieser (Un-)Logik komplett.
Vorgesetztenverhalten
Einer moralisch und charakterlich verkommener als der Andere (bis auf wenige Ausnahmen). Es scheint, als suche die Geschäftsleitung ganz bewusst und aktiv nach verhaltensgestörten Persönlichkeiten, welche dann gezielt in die Position von Schichtleitern gebracht werden.
Flaschenpost tut dabei mit Hilfe ihrer tollen vorgefertigten "Schöne heile Welt"-Plakaten und Grafiken, die den ganzen Tag auf den Bildschirmen in den Lagern in Dauerschleife angezeigt werden so, als leisten sie ganz außergewöhnliche und menschennahe Dienste im Sinne von "Wir setzen uns gegen Mobbing, Ausgrenzung und menschenunwürdigen Umgang" ein, zeigen aber mit dem Großteil ihrer Führungskräfte genau das Gegenteil, nämlich dass ihnen das Thema in der Realität vollkommen am Hinterteil vorbeigeht. Unsoziales Verhalten (Mobbing, Hintenrumgequatsche, Sticheleien, Schikanierung und Drangsalierung) seitens der Führungskräfte gegenüber den "kleinen" Leuten, die jeden Tag rennen und tun und machen und eigentlich die Grundpfeiler dafür bilden, warum dieses Unternehmen noch existiert, steht hier an der Tagesordnung und wird von den Lagerleitern auch noch rückendeckend, händeschützend und bauchpinselnd gefördert.
Arbeitsbedingungen
Kaum Etwas funktioniert wirklich, überall gibt es unzählige (technische) Fehler und unnötige irrationale Hürden, die Einem das Arbeiten massivst erschweren, sei es bezogen auf die Handhelds, im Lager und sogar bei der Bonusdatenerfassung geht es selten mit rechten Dingen zu, aber "schneller sein" hat firmenseits trotzdem immer oberste Priorität und das bis zum Erbrechen, selbst wenn man 40 Kisten in die 6. Etage schleppen soll. Zudem wird dabei nicht mal zwischen Männlein und Weiblein unterschieden. Auch ein weiblicher Mitarbeiter kann derartige Aufträge aufgedrückt bekommen und das grenzt eigentlich schon nicht mehr nur an firmenseits aktiv herbeigeführter Körperverletzung, sondern es ist eindeutig eine.
Kommunikation
Entweder gar keine oder auch hier wieder nach den Grundsätzen der Hierarchie, des allseits wedelnden Fingers und des daraus resultierenden Gehorsams, zumindest was die Kommunikation in den Lagern angeht. Unterwegs im Auto hat man zwar die Möglichkeit (bzw. mittlerweile den Zwang), in Situationen, die es erfordern, eine Hotline anzurufen, diese ist allerdings zunehmend mit immer weniger werdendem Personal besetzt, so dass man teils 30-60 Minuten in der Warteschleife hängt, obwohl man auf die Hotline angewiesen ist, weil man Aufträge sonst nicht abschließen bzw. stornieren kann. Hat man dann 2-3 solcher Fälle auf seiner Tour, ist man durchaus erst 2 Stunden später von seiner Tour zurück, womit wir wieder beim Thema Work-Life-Balance wären. Nach der Rückkehr in's Lager wird man in solchen Situationen natürlich trotzdem nicht selten von den herablassenden Schichtleitern angeranzt bzw. böse und verdächtig angeschaut, warum man denn solange gebraucht hat oder warum man denn Ware zum Ausliefern aufgrund eines Stornos wieder mit in's Lager zurück gebracht hat, obwohl man absolut gar nichts dafür kann. Es ist einfach nur völlig absurd.
Gleichberechtigung
Es gibt hier keine Gleichberechtigung. Zuviele Mitarbeiter, die sich in der Hierarchie höher gestellt sehen, lassen die Mitarbeiter, die sie als niedriger gestellt ansehen, spüren, dass sie sich selbst als höher gestellt betrachten. Womit wir wieder beim Thema Mobbing, Sticheleien und Schikanierungen wären. Aber all diese Dinge finden natürlich überhaupt nicht statt, weil sie alle hinter den im Bereich "Vorgesetztenverhalten" bereits erwähnten Schöne heile Welt-Plakaten und geschönten Grafiken auf den Bildschirmen passieren.
Umwelt-/Sozialbewusstsein
Umgang mit älteren Kollegen
Interessante Aufgaben
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Arbeitgeber-Kommentar
HR-TeamHR-Team
Liebe:r Kolleg:in aus Münster vielen Dank für dein ausführliches Feedback. Deine Kritik zu Prozessen, Technik und Führung nehmen wir ernst und arbeiten kontinuierlich an Verbesserungen. Schreib uns gerne nochmal an hr.feedback@flaschenpost.de, damit wir in den Austausch gehen können und dein Feedback besser umsetzten können. Liebe Grüße Dein flaschenpost Team
Bewertung des Jobs als Lieferfahrer für die Flaschenpost.
2,9
Empfohlen
Ex-Werkstudent/inHat bis 2025 bei flaschenpost SE in München gearbeitet.
Gut am Arbeitgeber finde ich
Flexible Schichtplanung, selbstständiges Arbeiten und das Verhalten der Führungskräfte.
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Die sehr starke Überwachung der Lieferfahrer durch GPS und die teils länger als erwarteten Arbeitszeiten.
Verbesserungsvorschläge
Das Handheld-Device, das man für die Auslieferung braucht ist in die Jahre gekommen. Es ist langsam und die Akkus entladen sich sehr schnell.
Arbeitsatmosphäre
Die Vorgesetzten waren stets professionell und hilfsbereit, jedoch hatte man mit den Kollegen wenig zutun. Am Betriebsklima war nichts zu bemängeln.
Image
Lieferfahrer ist nicht besonders prestigeträchtig, aber es ist ehrliche Arbeit und die Mitarbeiter haben wenig Anlass ihre Firma schlecht zu reden.
Work-Life-Balance
Positiv zu nennen sind die flexiblen Arbeitszeiten, die man sich selbst einplanen kann. Unschön allerdings ist der Umstand, dass Schichten teils sehr viel länger sind als prognostiziert. Schuld daran sind aber eher äußere Umstände wie der Verkehr auf den Straßen oder die Wohnsituation der Kunden.
Karriere/Weiterbildung
Die Weiterentwicklungsmöglichkeiten scheinen gut zu sein. Die meisten Leute im Führungsteam waren früher selbst in der Auslieferung und an schwarzen Brettern wurde über Aufstiegsmöglichkeiten informiert.
Gehalt/Benefits
Der Stundenlohn ist in Ordnung. Zu meiner Zeit bei der Flschenpost war er etwa einen Euro höher als Mindestlohn. Dazu kommt Trinkgeld von den Kunden. Für die kurzfristige Übernahme von noch offenen Schichten oder fürs Einsprigen für Kollegen kann man benefits erhalten. Der Lohn wurde stets pünktlich ausgezahlt.
Umwelt-/Sozialbewusstsein
Das Unternehmen verwendet neben dieselbetriebenen Lieferwagen vermehrt auch E-Autos. Ansonsten sind mir aber keine Maßnahmen aufgefallen.
Kollegenzusammenhalt
Mit den Kollegen in der Auslieferung hat man sehr wenig zutun. Einzig mit den Vorgesetzten stand man viel in Kontakt. Probleme hatte ich keine, aber von „Zusammenhalt“ kann man nicht sprechen. Man kümmerte sich vor allem um sich selbst.
Umgang mit älteren Kollegen
Keine Mängel. Jüngere als auch ältere Leute arbeiten dort und regelmäßig kommen Leute jedes Alters dazu.
Vorgesetztenverhalten
Mit den Vorgesetzten hatte ich nie Probleme. Sie waren sets professionell und hilfsbereit. Diesbezüglich kann man gar von mehr Zusammenhalt sprechen als mit den eigentlichen Kollegen.
Arbeitsbedingungen
Sanitäranlagen, Pausenraum und Kühlschrank sind Mindestmaß aber durchaus in Ordnung. Positiv: Kostenloses Flaschenwasser.
Kommunikation
Die Einarbeitung war vollständig und man wurde monatlich über die eigene Performance informiert. Nachfragen wurden stets bestmöglich beantwortet.
Gleichberechtigung
Fast die Hälfte des Führungsteams an meinem Standort war weiblich. Soweit ich das bewerten kann, sind Aufstiegschancen gut.
Interessante Aufgaben
Getränkekisten ausliefern ist sicher nicht der spannendste Job; repetitive, körperlich anstrengende Arbeit eben. Aber immerhin kommt man viel in der Stadt herum und hat mit den verschiedensten Menschen zutun.
Liebe:r ehemalige:r Kolleg:in aus München vielen Dank für dein differenziertes Feedback. Es freut uns, dass du Flexibilität und Führung positiv erlebt hast. Deine Hinweise zu Technik und Arbeitszeiten nehmen wir ernst und arbeiten an Verbesserungen. Vielen Dank nochmal für deine Rückmeldung. Liebe Grüße Dein flaschenpost-Team
Basierend auf 3332 Erfahrungen von aktuellen und ehemaligen Mitarbeiter:innen wird flaschenpost durchschnittlich mit 3,7 von 5 Punkten bewertet. Dieser Wert liegt über dem Durchschnitt der Branche Handel (3,4 Punkte). 46% der Bewertenden würden flaschenpost als Arbeitgeber weiterempfehlen.
Ausgehend von 3332 Bewertungen gefallen die Faktoren Kollegenzusammenhalt, Gleichberechtigung und Umgang mit älteren Kollegen den Mitarbeiter:innen am besten an dem Unternehmen.
Neben positivem Feedback haben Mitarbeiter:innen auch Verbesserungsvorschläge für den Arbeitgeber. Ausgehend von 3332 Bewertungen sind Mitarbeiter:innen der Meinung, dass sich flaschenpost als Arbeitgeber vor allem im Bereich Karriere/Weiterbildung noch verbessern kann.