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Fleischhacker GmbH & Co. KG Laboreinrichtungen 
Medizintechnik
Bewertung

Leichte Arbeit + schlechte Förderung = Keine gute IT Ausbildung

1,9
Nicht empfohlen
Auszubildende/rHat eine Ausbildung zum/zur Auszubildende/r im Bereich IT bei Fleischhacker GmbH & Co. KG Laboreinrichtungen Medizintechnik in Schwerte gemacht.

Gut am Arbeitgeber finde ich

Die Kollegen sind gut drauf,
Eigentlich befasst sich die Firma mit einer sehr interessanten Thematik.

Schlecht am Arbeitgeber finde ich

Azubis werden wie die unterste Schicht behandelt,
Ideen werden im Keim erstickt,
Unprofessionelles Verhalten der Vorgesetzte,
Keine Schulungen,
Keine Unterstützungen,
Kaum Aufgaben

Verbesserungsvorschläge

Lasst eure Azubis doch nicht im Lager vergammeln. Erarbeitet einen Lehrplan, lasst Azubis an Schulungen teilnehmen, unterstützt sie, hört ihnen zu, ignoriert sie nicht, sonst verliert ihr sie.

Die Ausbilder

Der Ausbilder war an sich menschlich und fachlich Top! Wieso aber nur 2 von 5 Sternen? Ich hab im Support gearbeitet und ich wurde von meinen Ausbilder so gut wie allein gelassen. Das ist aber nur indirekt seine Schuld. Dazu später mehr. Man kriegt die Anleitung der Software vorgelegt die man Stumpf studieren sollen und der Rest ist dann Try & Error. Man wird also so gut wie gar nicht geschult. Schulungen über die Software die man da supportet, gibt es zwar, aber nicht für Azubis.

Außerdem hatte ich das Gefühl, dass die Firma etwas überfordert war, dass da nun zwei IT Azubis sind, weshalb wir erstmal zu Beginn der Ausbildung für fast ein halbes Jahr ins Lager gesteckt wurden "um die Firma kennen zulernen". Aha. Azubis sind halt billiger als Lagerarbeiter.

Der Ausbilder war zudem immer sehr viel beschäftigt. Ich bin dann eher zu anderen Kollegen hingegangen um zu Fragen was Sache ist. Hier existiert wohl ein grundlegender Konflikt. Wenn man schon Azubis da hat, dann sollte der Ausbilder nicht direkt der Leiter der Abteilung sein. Zeitlich kann der Ausbilder also gar nicht die Aufgabe bewältigen. Das sollte geändert werden.

Spaßfaktor

Selbst nach fast 1,5 Jahren in der Firma bin ich eher ungern zur Arbeit gegangen. Da man eigentlich fast nie ne Aufgabe hatte war es zudem das Unangenehmste mit den Rücken zur Tür zu sitzen, die ständig offen war. Wenn man mindestens was richtiges zu tun gehabt hätte, dann wäre das ja in Ordnung. Da man als Azubi aber so gut wie kaum ausgelastet ist, ist es einfach nur ne Qual. Am Anfang hab ich mir noch sehr viel Mühe gegeben und hab täglich gefragt was es zu tun gibt. Da irgendwann die Kollegen selbst darauf auch keine Antwort mehr fanden, hab ich nicht mehr nachgefragt und saß größtenteils meine Zeit dort ab und hab mich anderweitig beschäftigt.

Der Umgang mit den Vorgesetzten war immer recht unangenehm, weil man ständig gelogen hat wie toll und wie gut es hier einen geht und dass man ja viel zu tun hat. Warum man gegenüber den Vorgesetzten gelogen hat? Ich hab mich ein paar mal beschwert. Immer heißt es "ja da könnte man was dran machen"... Danach wird man täglich vollgelabert, bis man einfach keine Lust mehr hat was dazu zu sagen. Ein offener Austausch ist daher nicht möglich.

Aufgaben/Tätigkeiten

Aufgaben: Kaum vorhanden und wenn dann eher sehr repetitiv. Meine schönste Zeit waren die Tage nachdem ein neues Update der Software ausgerollt wurde. Ich hab dann täglich einige Updates übernommen. Die Prozedur war zwar monoton, aber man hatte endlich den ganzen Tag mal wirklich was zu tun. Das war ganz schön, aber auch recht selten.

Variation

Variation gibt es kaum. Einmal hat mir ein Arbeitskollege mir folgendes gesagt: "Spannender wird es nicht" - an diesen Tag bin ich mit nen sehr unangenehmen und schlechten Gefühl nach Hause gegangen. Spannender wird es nicht? Puh und ich dachte, dass wäre erst der Anfang. Ich dachte da kommt noch mehr.

Respekt

Die Kollegen selbst sind alle nett und man versteht sich super, aber diese Kritik geht eher an die Vorgesetzten: Als Azubi wird man als die unterste Schicht behandelt und man kriegt dies regelmäßig zu spüren. Seien es abfällige Kommentare der Vorgesetzten oder Aufgaben wie Kaffee machen, Müll einsammeln, im Lager aushelfen und Staub wischen. Einmal hatte ich die Schnauze voll und hab verneint den Müll einzusammeln. Am Ende war ich aber nicht konsequent genug und hab es doch gemacht, weil ich so ein ungutes Gefühl dabei hatte.

Karrierechancen

Die Firma übernimmt soweit wie möglich ihre Azubis. Nach der Ausbildung gibt es aber kaum bis keine Aufstiegschancen.

Arbeitsatmosphäre

Wie bereits vorher erwähnt sind die Kollegen selbst alle nett und man versteht sich super. Solange kein Vorgesetzter in der Nähe ist, ist es eine ordentliche Arbeitsatmosphäre.

Ausbildungsvergütung

Lohn wird pünktlich bezahlt und man bekommt auch etwas Urlaubsgeld und Weihnachtsgeld. Die Vergütung ist unterm Strich ok, aber man bekommt nichts bezahlt. Fahrkosten, Lehrmaterial etc. muss man alles selbst tragen.

Arbeitszeiten

Arbeitszeiten sind voll in Ordnung, was störend war, waren die Berufsschultage, denn selbst nach 8 Unterrichtsstunden muss man noch für 1,5 Stunden in die Firma. Da die Berufsschule und die Firma nicht direkt beieinander liegen ist das einfach unnötiges hin und her. In den 1,5 Stunden schafft man nicht viel. Wir nannten diese Zeit immer "Kaffee trinken und warten". Dadurch, dass man keine Fahrkosten erstattet bekommt, verursacht dies auch noch extra Kosten. Dies sollte wegfallen!