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GastroHero 
GmbH
Bewertung

Macht's gut!

3,1
Nicht empfohlen
Ex-Angestellte/r oder Arbeiter/inHat bis 2020 im Bereich Vertrieb / Verkauf bei GastroHero in Holzwickede gearbeitet.

Gut am Arbeitgeber finde ich

Den Umgang mit dem Coronavirus. Schneller Umstieg ins HomeOffice war unternehmensweit und sofort möglich. Regelmäßige Updates bezüglich Kurzarbeit und weiteren Entwicklungen haben es abgerundet.

Schlecht am Arbeitgeber finde ich

Kündigungen, die wie Bauernopfer wirken.
Es mussten Mitarbeiter gehen, die definitiv an anderer Stelle gut untergekommen wären.

Verbesserungsvorschläge

GastroHero braucht Visionen, Ziele und Werte, die sich nicht halbjährlich ändern und nur in Krisen aus der Schublade gezogen werden, um die Mannschaft wieder kurzzeitig zu motivieren.

Man muss auch nicht krampfhaft an einem oberflächlich dynamischen StartUp-Charakter festhalten, wenn das Unternehmen sowohl strukturell als auch politisch längst aus diesem herausgewachsen ist. Steht einfach zu dem, was ihr seid: ein normales, mittelständisches Unternehmen. Daran können weder der Obstkorb, noch ein Billiardtisch etwas ändern. Und das ist vollkommen okay.

Arbeitsatmosphäre

Je nach Team, Aufgaben, Räumlichkeiten und Ausstattung: gut. Insgesamt eine offen wirkende Unternehmenskultur mit jungen, dynamischen Teams.
Der direkte Einfluss der Führungskräfte auf die Atmosphäre ihrer Teams macht sich bemerkbar. Damit einhergehende, teils massive Unterschiede zwischen den Abteilungen sind vorhanden.
Wer schon länger dabei ist, wünscht sich manchmal wehmütig die "alten Zeiten" zurück.

Kommunikation

In jedem Unternehmen ein leidiges Thema und auch bei GastroHero noch in Entwicklung. Mit der Einführung von Teams insgesamt einfachere und schnellere Kommunikation.
Meetings werden mal mehr, mal weniger effizient genutzt. Zu oft gibt es lange Termine mit sehr wenig Output.
Einige Abteilungen werden besser mit Informationen versorgt als andere. Das befeuert den Flurfunk und lässt merkwürdige Gerüchte entstehen.
Corporate Stand Ups sind ideal, um alle abzuholen und auf einen gemeinsamen Informationsstand zu bringen. Tolle Lösung und teilweise sehr transparent.

Kollegenzusammenhalt

Es gab Zeiten, in denen ich gerne 5 Sterne gegeben hätte.

Neue Kollegen werden schnell aufgenommen und integriert. Je nach Abteilung und persönlicher Einstellung, wird der Austausch gesucht und gerne gegenseitig von dem Know-How des Anderen profitiert.
Oberflächlich gibt es einen relativ offenen Umgang der Teams miteinander und die Unterstützung von Kollegen. Jedoch finden sich Einige in ewigen Diskussionen bezüglich Zuständigkeiten wieder, die die Zusammenarbeit unnötig verkomplizieren und Vorgänge in die Länge ziehen.
Manche sind zudem so sehr mit der Ausstattung und Rahmenbedingungen anderer Kollegen beschäftigt, dass man sich fragen muss, ob sie sich neben ihrer deplatzierten Missgunst noch mit ihrer Haupttätigkeit beschäftigen.

Work-Life-Balance

Je nach Abteilung ist die Arbeitszeitgestaltung relativ flexibel. Spontaner Urlaub oder HomeOffice sind problemlos möglich.
Überstundensituation durch Vertrauensarbeitszeit eher schwierig. Mehrarbeit wird gerne gesehen, aber in den meisten Abteilungen nicht honoriert oder ausgeglichen. Überlastungen werden teils wahrgenommen, nicht immer eine Lösung dafür gesucht /gefunden. Während manche Kollegen unter Druck stehen, drehen andere vor Langeweile Däumchen.

Vorgesetztenverhalten

Nach zahlreichen Wechseln lässt sich dieser Punkt nicht wirklich bewerten. Stets bemüht, dennoch gescheitert - das trifft es wahrscheinlich am Besten.

Interessante Aufgaben

Je nach Tätigkeit gibt es nunmal das normale, weniger spannende Tagesgeschäft. Die Branche, die Kunden und das breite Produktsortiment bieten jedoch so viel Variationen, dass es selten langweilig wird.
Wer bereit ist die Extrameile zu gehen und etwas Glück hat, bekommt die Chance darüber hinaus interessante Aufgaben und Projekte zu übernehmen.

Gleichberechtigung

Auf den ersten Blick scheint es Gleichberechtigung zu geben. Nach meinem eigenen Empfinden geht sie spätestens auf der Managementebene verloren.
Eine rein männliche Geschäftsführung mit einer ausschließlich männlichen Director-Riege mag das wenig nachvollziehen können.
Als weibliche Mitarbeiterin / Führungskraft muss man sich enorm durchzusetzen wissen. An welcher Stelle reagiert man im Zweifelsfall zu emotional und wird als sensibel abgestempelt? Ein Balanceakt, den männliche Kollegen wahrscheinlich nicht kennen.
In Meetings werden Kolleginnen für ihre Ideen/ Aussagen belächelt. Dieselbe Idee von einem männlichen Kollegen jedoch gern angenommen.
In diesem Punkt noch einiges passieren.

Ob es Chancengleichheit unabhängig des Geschlechts gibt, mag ich nicht final beurteilen.

Umgang mit älteren Kollegen

Es gibt nicht viele ältere Kollegen, aber sie werden offen empfangen und gut integriert.

Arbeitsbedingungen

Die Bedingungen sind insgesamt überdurchschnittlich gut. Moderne Arbeitsplätze mit guter Ausstattung, zwei Monitoren, hochwertigen Headsets und auf Nachfrage auch weiteren Features.
Ideal wären grundsätzlich höhenverstellbare Tische und in manchen Etagen eine zuverlässige Klimaanlage.

Umwelt-/Sozialbewusstsein

Im E-Commerce grundsätzlich nicht ganz einfach. Man versucht das papierlose Büro zu leben. Versand und Retouren werden möglichst effizient gehandhabt.
Luft nach oben gibt es definitiv, aber wo gibt es die nicht?

Gehalt/Sozialleistungen

Die Gehälter liegen eher unter dem Durchschnitt und werden auch nicht durch Urlaubs- oder Weihnachtsgeld aufgebessert.
Es gibt jedoch eine betriebliche Altersvorsorge, Unterstützung beim Bikeleasing oder bei Tickets für den ÖPNV.

Image

Die Euphorie aus den erfolgreichen Jahren lässt nach - das interne Image bröckelt.
Standen die Mitarbeiter vor einigen Jahren geschlossen hinter den Werten und Zielen von GastroHero, sind sie heute orientierungslos, verunsichert und teilweise unzufrieden. Corona begünstigt diese Entwicklung leider.
Insgesamt aber immer noch ein solides Unternehmen, das sich ein bisschen mehr Mühe mit seinen Mitarbeitern geben muss.

Karriere/Weiterbildung

Personalentwicklung gibt es leider (noch?) nicht.
Über Karriere und Weiterentwicklung entscheiden die eigenen Ambitionen, der richtige Zeitpunkt und eine Person, die die Entwicklung unterstützt. Ist man mit seiner Aufgabe und Rolle nicht zufrieden, wird man den Firmenwechsel selten vermeiden können.
Weiterbildung wird gern gesehen und mit flexibler Arbeitszeitgestaltung unterstützt, sofern man sie selbst organisiert und finanziert. Ob es danach bei GastroHero weitergeht ist nicht garantiert.