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Go-Ahead Verkehrsgesellschaft Deutschland 
GmbH
Bewertung

Gute Stimmung, nette Führungskräfte. Geld: Kann man mit leben; Weiterbildungsunwillig und unterm Teppich sehr britisch

4,4
Empfohlen
Angestellte/r oder Arbeiter/inHat zum Zeitpunkt der Bewertung im Bereich Produktion bei Go-Ahead Bayern GmbH in Augsburg gearbeitet.

Gut am Arbeitgeber finde ich

Es ist ein super Arbeitgeber für den Berufsstart. Die Führung ist komplett menschenwürdig. Die Standortleitung kümmert sich um Aufmerksamkeiten, die defintiv niemand einklagen könnte/dürfte :) (Gummibärchen ect . ) Das finde ich super. Das ist wirklich freiwillig. Nochmal als Klarstellung: Den Führungskräften ist NICHT egal was bei Go-Ahead passiert (anders als ich es bei Cazoo gelesen habe) . Die Führungskräfte handeln und beziehen Mitarbeiter ein. Natürlich gibt es ein Diensthandy und einen Dienstlaptop. Go Ahead wird auch vor Ort gesteuert und nicht übern Kanal hinweg. Die Verkehrsanbindung samt Bistro (keine Mitarbeiterrabatte! :( ) , die Küche innerhalb unseres Büros und die geniale Kaffemaschine, die weit mehr bietet als Produkte die mal eine herbe Bohne waren.

Schlecht am Arbeitgeber finde ich

das gehört nicht in die Öffentlichkeit. Es sind aber keine No-Gos. Ansonsten aus Großbritannien importierte Nachteile bei dem Verständis von der Defintion eines Arbeitnehmers.

Verbesserungsvorschläge

Krempelt die Weiterbildung um und findet eine faire Lösung für Mehrarbeitskompensation.

Helft Abteilungen Lasten gemeinsam zu schultern. Bestimmte Führungskräfte und einzelne Kollegen müssen Lasten ganz alleine tragen, während der Rest der Abteilung mangels Ausbildung/Einweisung dabei mitleidig zuschauen muss.

Arbeitsatmosphäre

Habe mit vielen Führungskräften zutun. Unterschiedliche Generationen aber alle ziehen an einem Strang. Egal ob Teaml., Abteilungsl, ex Abteilungsl, oder Vorstand alle sehr nahbar und an einem selbst interessiert. Grüßen alle defintiv auch auf der Straße :)

Kommunikation

Allgemeingültige Duz-Kultur mit angenehmer Auslegung. Offenes Ohr für die Belegschaft. Sehr beliebte halbjährliche Teamssitzungen zu denen alle Mitarbeiter eingeladen sind.

Kollegenzusammenhalt

Die Kollegen halten zusammen. Leider sind wir der Feind der Basis in manchen Netzen. Dabei sind wir machtlos oder haben an deren Problemen keine Schuld. Mit manchen Leitstellen kommen wir gut zurecht, mit anderen (an anderem Standort) weniger... im ABN Top und auch gutes Verhältnis mit der Basis :)

Work-Life-Balance

Wie beschrieben negativ britisch, da auch keine Kompensation.

Vorgesetztenverhalten

Weltklasse. 1A. Besser gehts nicht.

Interessante Aufgaben

Die Leute kriegen als Aufgaben innerhalb Ihrer Abteilung zugeteilt, was ihnen liegt. (Man kriegt ja überall nur eine Anstellung wenn man dafür passt und innerhalb der Unterverteilung ist man flexibel :) ) Die Arbeitsverteilung ist flexibel jedoch auf die Fähigkeiten der Leute begrenzt (ob man Schichtplanerhintergrund hat oder nicht). Die Konkurrenz bei der DB ist bei der Aufgabenvergabe jedoch sehr viel starrer und pedantischer als Go-Ahead.

Gleichberechtigung

ehm. Pressesprecher war Mitglied von LGBT. Auch andere Mitarbeiter sind es und sind gerne im Unternehmen. Frauen fühlen sich sichtbar wohl. Ich meine einige an der Basis mit Kundenkontakt müssten anhand vom Erscheinungsbild auch Non-Binary sein. Hauptsache die Menschen sind gepflegt :) (Sind sie!) Mittlerweile bringen Mitarbeiter Hunde mit.

Umgang mit älteren Kollegen

Das junge Unternehmen Go-Ahead ist auch Arbeitgeber für Menschen, die bald in Rente gehen. Go-Ahead ist offen für alle Altersgruppen.

Arbeitsbedingungen

Für einen Bürojob nine to five sehr gut. Höhenverstellbare Schreibtische. Sogar eine ganze Einbauküche gibts im Hauptquartier. Diese wird sehr gerne genutzt. Dazu einen TOP-Kaffeautomat.

Umwelt-/Sozialbewusstsein

Unternehmen hat sich nur auf E-Netze beworben, da man damit im Verständnis von Go-Ahead die Umwelt schont :) . In der Praxis wohl viel Papier, dass andere EVUs so nicht mehr verwenden. Unsere Abteilung ist jedoch voll digital

Gehalt/Sozialleistungen

Go-Ahead spart im Vergleich zu anderen EVUs. Negativ ist die britische Vertragskultur ( ähnliches hab ich beim ebenfalls britischen Auto-Startup Cazoo gelesen).

Image

Go-Ahead wird von der Öffentlichkeit kontroverser hinterfragt als noch 2019 oder 2021 in Bayern. Beiden extremen Polen der Meinungen wird das Unternehmen nicht gerecht. Go-Ahead ist schnell lernfähig und nicht die schlechteste Eisenbahn Europas. Gerade im komplexesten Netz Deutschlands, dem ABN wurden die Probleme schneller in den Griff bekommen, als bei manch anderem Unternehmen oder dem Marktführer bei manchen seiner Netze. Zum Weltretter oder Retter der Schiene (Anti-Regio) haben wir haben noch einen Weg vor uns. Go-Ahead ist ein positiv Startup und kein Gratis-Müsli Startup ( damit meine ich "nehme Müsli verzichte auf Betriebsrat". Das negative ist Go-Ahead defintiv NICHT!

Karriere/Weiterbildung

Hier wurde meine Bewertung schlechter. Grundsätzlich sucht Go-Ahead Talente gerne auch mit bahnspezifischen Spezialinteressen und Kaminsteigerkarrieren sind möglich. Allerdings tut Go-Ahead nichts (mehr) für die Weiterbildung seiner Mitarbeiter im Büro. Es werden Menschen mit Fähigkeiten eingekauft und diese Leute entwickeln sich seitwärts statt vorwärts. Es gibt kaum mehr Schulungen und man muss sich Dinge selbst beibringen oder es muss aus seinem vorherigen Job passen. Es werden auch nicht bei allen alle Scheine im Lebenslauf berücksichtigt ( z.b ERM )