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Grohe 
AG
Bewertung

Man beginnt wegen der Aufgabe aber man geht wegen den Vorgesetzten

3,5
Nicht empfohlen
Ex-Angestellte/r oder Arbeiter/inHat bis 2017 im Bereich Forschung / Entwicklung bei Grohe in Hemer gearbeitet.

Gut am Arbeitgeber finde ich

Trotz aller Unzufriedenheit ist der kollegiale Zusammenhalt sehr gut. Die Aufgaben sind speziell in der Entwicklung sehr spannend.

Schlecht am Arbeitgeber finde ich

Die Art, wie in dem Unternehmen gearbeitet wird, hemmt die eigene Leistungsfähigkeit. Es fehlt speziell bei Führungskräften teils am nötigen Respekt.

Verbesserungsvorschläge

Das Unternehmen speziell in der Entwicklung sollte fair mit den Mitarbeitern umgehen. Speziell die Arbeitsplatzbeschreibungen sollten zu den Aufgaben passen und entsprechend vergütet werden. Es geht nicht nur um die Bezahlung, sondern es geht um Fairness und Respekt.

Arbeitsatmosphäre

In meinem Tätigkeitsbereich waren die Kollegen alle sehr nett und entgegenkommend. Es war jedoch permanent eine Unzufriedenheit der Angestellten zu vernehmen.

Kommunikation

Die Führungskräfte haben grundsätzlich immer ein offenes Ohr bzgl. Probleme. Es werden jedoch regelmäßig leere Versprechungen gemacht, speziell wenn es um die (monetäre) Weiterentwicklung geht.

Kollegenzusammenhalt

Die Kollegen stehen alle zusammen, halten einem auch den Rücken frei, wenn sie selbst eigentlich schon ausgelastet sind. Es herrschte eine professionelle aber vertrauensvolle Atmosphäre.

Work-Life-Balance

Durch den IG-Metall-Tarif mit 35 h Woche und verlustfreie Zeiterfassung für Angestellte passt die Work-Life-Balance. Allerdings steht man unter einem ständigen Druck, sodass ich nicht immer abschalten konnte, wenn ich Feierabend hatte.

Vorgesetztenverhalten

Das Verhalten der Vorgesetzten ist teils sehr fragwürdig. Es wird nicht danach gehandelt, was gesagt wird, es gibt nicht den notwendigen Rückhalt für die Mitarbeiter der jeweiligen Führungskräfte und es wird die Verantwortung permanent von sich geschoben (nach unten oder in andere Abteilungen). Durch die Führungskräfte hat man nicht das Gefühl, als eine Entwicklung aufzutreten. Es geht nur darum, dass die eigene Abteilung nicht für Probleme verantwortlich gemacht werden kann. Dadurch geht viel Potential verloren. Außerdem erhalten neue Stellen bewusst ein "Downgrade", um die Lohnkosten zu senken (Ingenieur - Techniker).

Interessante Aufgaben

Von unstrukturierten und teils wenig sinnvollen administrativen Aufgaben abgesehen kann man hier super spannende Produkte mit entwickeln. Auch für Innovationen ist man hier immer sehr offen und unterstütz gut durchdachte Ansätze.

Gleichberechtigung

Nach meiner Einschätzung ist die Gleichberechtigung weitestgehend in Ordnung. Junge Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter erhalten die selben Chancen, aber auch die selben Einschränkungen.

Umgang mit älteren Kollegen

Der Umgang mit älteren Kollegen ist weitestgehend fair. In den meisten Fällen wird die Erfahrung gewürdigt und es wird auch darauf geachtet, dass die älteren Kollegen teilweise andere Bedürfnisse haben.

Arbeitsbedingungen

Die Arbeitsbedingungen entsprechen den Standards. Es gibt nur selten Situationen, in denen man das Gefühl hat, durch die technische Ausstattung gebremst zu werden.

Umwelt-/Sozialbewusstsein

Das Unternehmen bemüht sich darum, den CO2-Ausstoß zu reduzieren (z.B. durch klimaneutrale Fertigung). Allerdings sind einige Produkte und Innovationen durchaus in der Kategorie "green-washing" anzuordnen. Am Ende wollen alle Unternehmen wachsen, deshalb muss der Umsatz gesetigert werden, was meist nur durch "innovative" Produkte erreicht wird. Nicht alles, was schick ist, ist auch nachhaltig. Darüber hinaus wird mit respektvollem Umgang geworben, der aber im Unternehmen selbst nicht gelebt wird.

Gehalt/Sozialleistungen

Da das Unternehmen nach IG-Metall-Tarif zahlt, sind die Gehalts- und Sozialbedingungen grundsätzlich in Ordnung. Betrachtet man allerdings die Eingruppierung der einzelnen Mitarbeiter untereinander, die Einstufung in Tätigkeiten, die unter der realen Aufgabe liegen und die Entwicklungsmöglichkeiten speziell für junge Mitarbeiter, so wird schnell klar, dass hier relativ gesehen schlecht mit den Mitarbeitern umgegangen wird. Es wird bei allen neuen Mitarbeitern ein Weg gesucht, sie niedrigeren Tarifgruppen zuzuordnen, als von der Arbeitsplatzbeschreibung her passen würde. Dies führt zu sehr großer Unzufriedenheit.
Aber wie gesagt, die Bezahlung ist im Verhältnis zu vergleichbaren Tätigkeiten in nicht-tariflichen Unternehmen immer noch gut.

Image

Das Unternehmen hat ein sehr gutes Image und wird mit sehr hoher Qualität verbunden. Gerade bei den Kern-Produkten stimmt dies auch. Es gibt darüber hinaus viele innovative Produkte, die interessante Lösungen bieten. Dies bekommt das Unternehmen sehr gut vermarktet.

Karriere/Weiterbildung

Hier ist viel Potential. Es wird ungern gesehen, dass jemand in seinem eigenen Bereich von der Fach- zur Führungskraft aufsteigt. Außerdem gibt es keine erkennbare Fachkarriere. Es gibt keine Entwicklungspläne oder nur wage Ziele, die nicht richtig messbar sind. Es gibt allerdings interne Weiterbildungen und gelegentlich werden auch externe Schulungen bewilligt. Meist wirkt sich eine Qualifizierungsmaßnahme jedoch nicht auf eine positive Gehaltsentwicklung aus.

Arbeitgeber-Kommentar

Vanessa Bolte

Liebe ehemalige Kollegin, lieber ehemalige Kollege,

vielen Dank, dass Sie sich die Zeit für ein detailliertes Feedback genommen haben. Wir freuen uns, dass Sie bei GROHE viele positive Erfahrungen sammeln konnten. Konstruktive Kritik gibt uns die Möglichkeit uns stetig als Unternehmen weiterzuentwickeln. Ihre Verbesserungsvorschläge nehmen wir gerne an und werden diesen nachgehen.

Wir wünschen Ihnen weiterhin viel Erfolg für ihren beruflichen und persönlichen Werdegang.

Viele Grüße aus dem HR-Headquarter in Düsseldorf

Ihr HR-Team