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Bewertung

Solides Konstrukt mit Mängeln

3,6
Empfohlen
Ex-Angestellte/r oder Arbeiter/inHat bei Haufe Akademie GmbH & Co. KG in Freiburg im Breisgau gearbeitet.

Gut am Arbeitgeber finde ich

Trotz meiner nicht ganz so positiven Erfahrung, haben sich Personen außerhalb meiner Abteilung, für mich eingesetzt. Das habe ich als gut empfunden. Ich wurde nicht im Stich gelassen, als ich mir Hilfe suchte.

Verbesserungsvorschläge

Vielleicht sollten die Abteilungsleitungen besser geschult werden um hier ein einheitliches Bild zu schaffen. Im Verhalten und im Vorgehen. Eigentlich ist es doch EINE Haufe Akademie. Ich erhielt den Eindruck, dass es eher viele Abteilungen sind, die dann am Ende die Haufe Akademie verkörpern. Ich war überrascht wie strikt die Abgrenzungen gelebt wurden und auch der Konkurrenzgedanke zwischen den Abteilungen (warum auch immer) groß war.

Arbeitsatmosphäre

Die allgemeine Arbeitsatmosphäre habe ich zu beginn als sehr positiv empfunden. Diese wurde dann Stück für Stück getrübt. Feedback wurde hinter dem eigenen Rücken bei Kollegen eingeholt. Dies führte zu starken Misstrauen und einer Beeinträchtigung der eigenen Arbeitsweise. Man traute sich nicht mehr Fragen zu stellen bzw. wen man fragen konnte, ohne, dass dies direkt an den Vorgesetzten weitergegeben wurde.

Kommunikation

Es wurde dauernd kommuniziert. Ständige Termine um darüber zu sprechen wie etwas zu optimieren ist, hielten mich von der eigentlichen Arbeit ab. Somit war am Ende auch keine Zeit für die Umsetzung dieser "Optimierungen".

Kollegenzusammenhalt

Es ist schwierig hier eine eindeutige Bewertung abzugeben. Das Team, mit dem ich eng zusammenarbeitete, hat super harmoniert. Dann gab es jedoch einzelne Kollegen, die (wahrscheinlich um selbst bei der Teamleitung gut dazustehen) der Vorgesetztenebene ständig darüber zu informieren, was man nicht richtig macht. Man muss beachten, dass hier erwartet wurde, dass nach 4 Monaten alles 100%ig korrekt läuft. Fehler waren nicht erwünscht und man fühlte sich richtig schlecht, wenn ein Fehler unterlaufen war.

Work-Life-Balance

Man hatte schon die Möglichkeit sich die Zeiten recht flexibel zu gestalten. Zumindest bei Arbeitsbeginn oder Ende. Da ich in Teilzeit angestellt war, kam ich oft in die bredouille. Die Vormittage waren voll mit Team-Besprechungen, Jour-Fixe, Kundenterminen und irgendwelchen "Wir optimieren unsere Arbeitsweise"-Terminen, dass kaum noch Zeit war um mein tägliches Doing zu erledigen. Geschweige denn noch über den Tellerrand hinaus zu blicken. Dies wurde nämlich erwartet. Es sollten über die "normalen" Aufgaben hinweg weitere Verantwortungsbereiche gesucht werden. Und das obwohl man noch nicht einmal richtig eingearbeitet war. Dies hat unnötig Druck aufgebaut und mich dazu gebracht zu oft länger zu arbeiten. Allerdings gab es ja Gründe, warum ich nur in Teilzeit angestellt werden wollte. Das hat mich schwer in Wanken gebracht und hat nicht mehr viel mit einer guten Work - Life - Balance zutun. Ich glaube die Haufe Akademie legt im Allgemeinen großen Wert auf dieses Thema und setzt das auch in vielem durch. In dieser Abteilung hat es aber leider nicht geklappt.

Vorgesetztenverhalten

Die Leitung des Teams war immer absolut freundlich. Mich hat es sogar im Einstellungsprozess positiv überrascht, wie auf mich eingegangen wurde und mir die Frage "Was macht das mit dir" oft gestellt wurde. Diese wertschätzende Art ließ dann stetig nach. Das Handeln der Führungskraft war inkonsequent, nicht nachvollziehbar und hatte wenig mit "Führung" zutun. Es wurde nie klar kommuniziert, Feedback wurde lediglich auf Grundlage von anderen Meinungen gegeben. Die Teamleitung war nicht mal standortnah platziert und auch mit dem Tagesgeschäft hatte sie wenig zutun. Generell hat die Feedback-Kultur dieser Abteilung bei mir viele Fragezeichen hinterlassen. Feedback-Gespräche wurden nach einer Stunde abgebrochen und nicht weitergeführt, ständig hörte ich den Satz "Es wurde an mich herangetragen" - was wieder zu einem starken Misstrauen gegenüber dem Team führte. Auf Mitteilungen via Teams wurde oft nicht geantwortet. All diese Dinge gehören für mich auch zu dem Begriff "Wertschätzung". Man kann viel über dieses Wort sprechen, aber gelebt wurde es hier leider wenig.

Interessante Aufgaben

Die Aufgaben waren sehr vielfältig und spannend. Ich hätte großen Spaß gehabt mich noch weiter in die Materie einzuarbeiten um auch Aufgaben anderer Themenbereiche zu erledigen. Leider wurde die Zeit mit anderen Dingen verschwendet, was sehr schade ist.

Gleichberechtigung

Die Personen im Team wurden differenziert behandelt. Was für mich ein absolutes No-Go war: Zu den Feedback-Gesprächen hatte jede/r "Neue" die Möglichkeit eine Person aus dem Team auszuwählen, die mit dabei ist. Ich hatte mehrmals um eine bestimmt Person gebeten und meine Bitte wurde ignoriert. Es wurde für mich eine Person bestimmt.

Umgang mit älteren Kollegen

Dazu kann ich nicht viel sagen. Das Team war relativ jung.

Arbeitsbedingungen

Ich wurde mit allem Nötigen ausgestattet. Was mich ein wenig wunderte: Offiziell hatte ich nur einen Bildschirm. Sprich, wenn ich für zu Hause einen benötigte, hätte ich den im Büro abbauen sollen. In der Praxis war es dann am Ende nicht so. Ich hatte immer einen Arbeitsplatz im Büro zur Verfügung, obwohl ich einen Bildschirm mit nach Hause nahm. Trotzdem war ich verdutzt über die Aussage.

Umwelt-/Sozialbewusstsein

Die Haufe ist im Allgemeinen sehr darauf bedacht und setzt die Dinge im Bereich Umwelt auch um.

Gehalt/Sozialleistungen

Das Gehalt ist in Ordnung. Im Mittelfeld, würde ich sagen. Da oft nur befristete Verträge vergeben werden, hat man auf viele Benefits erst nach unbefristeter Anstellung Anspruch.

Image

Das Image der Haufe ist zum Großteil sehr gut. Ich denke auch immer noch, dass es eine tolle Firma ist, die eben ihre Schwächen hat. Ich denke, ich hatte einfach Pech mit der Abteilung.

Karriere/Weiterbildung

Jeder hat die Möglichkeit sich weiterzubilden.