Home Shopping Europe GmbH als Arbeitgeber

  • Ismaning, Deutschland
  • BrancheHandel
Kein Firmenlogo hinterlegt

Dem E-Commerce Markt ist das Unternehmen nicht gewachsen


2,8
Nicht empfohlen
Ex-Angestellte/r oder Arbeiter/inHat im Bereich Marketing / Produktmanagement bei HSE24 (Home Shopping Europe) in Ismaning b. München gearbeitet.

Gut am Arbeitgeber finde ich

Sozialleistungen

Verbesserungsvorschläge

Eigenmarkenportfolio stark komprimieren. Kampagnenplanung und Einkauf zusammenlegen. Der Einkauf sollte sich nach der Kampagnenplanung richten und nicht umgekehrt um einen wirklichen Mehrwert für Kunden zu schaffen. IT-Ressourcen aufbauen, Marketing-Ressourcen teilweise abbauen. Überflüssige Hierarchiestufen abbauen.

Arbeitsatmosphäre

Zwischenmenschlich ist die Atmosphäre zwischen den Kollegen gut. Man schätzt sich und geht freundschaftlich miteinander um. Allerdings hört man schon viel - berechtigtes - Genörgel über die Firma. Das Geschäftsmodell ist einfach schlecht, dringend nötige Veränderungen finden nicht statt oder werden unzureichend umgesetzt. Die Mitarbeiter haben deswegen keine Lust mehr auf das angestaubte HSE24

Kommunikation

Die Kommunikation ist zu 100% Top-Down. Vor ca. 2 Jahren wurde ein dringend nötiges Change-Programm aufgesetzt um die TV-Abteilungen mit den E-Commerce Abteilungen zu verschmelzen, die bis dato in Silos arbeiteten. An sich absolut notwendig und sinnvoll. Problem: Die Restrukturierung ist völlig schief gelaufen. Es wurden Abteilungen geschaffen die deckungsgleiche Arbeit mit anderen Abteilungen haben. Andere Abteilungen wurden räumlich einfach nur umgesetzt ohne etwas an den Prozessen zu verbessern. Das Unternehmen hat wertvolle Zeit vergeudet um sich für den E-Commerce Markt prozessual aufzustellen. Das Top-Management hat überhaupt nicht durchgeblickt. Die Folge: Das Unternehmen muss sich gesund schrumpfen, da das Wachstum ausbleibt.

Kollegenzusammenhalt

Der ist gut, zumindest im Online und im Marketing Bereich in dem ich tätig war.

Work-Life-Balance

In operativen Bereichen katastrophal. Damit die teilweise super manuellen Prozesse ablaufen können, müssen endlose Überstunden geleistet werden. Tools zur Automatisierung kann man sich höchstens selbst in Excel bauen. Ansonsten ist Automatisierung hier eher ein Buzz-Word.

Arbeitet man dagegen in einem strategischen Bereich, in der IT, im Product Engineering ist die Work-Life-Balance gut.

Vorgesetztenverhalten

Es gibt viel zu viele Führungskräfte. Man kann nur hoffen, dass hier abgebaut wird. Es gibt die völlig überflüssige Hierarchiestufe von Supervisoren, die keine disziplinarische Macht haben. Diese Position hat man nur geschaffen um Leuten einen "künstlichen" Aufstieg anzubieten. Fachlich haben diese Supervisoren überhaupt keine Daseinsberechtigung und schaffen keinen Mehrwert aufgrund ihrer Position.
Daneben gibt es viel zu viele Teamleiter mit winzigen Teams, die alle an ihrere eigenen kleinen Mini-Strategie basteln mit mangelndem Fach- und Prozesswissen und sich irgendwie durchhangeln.

Interessante Aufgaben

Die gibt's definitiv. Man hat auch - abhängig von der Abteilung - viele Entscheidungsfreiheiten und kann sich Herausforderungen aufbauen.

Gleichberechtigung

Zwischen Geschlechtern denke ich ok. Es wurden allerdings oft "externe" Mitarbeiter vor "internen" bevorzugt bei Beförderungen in der Hoffnung frisches Wissen einzukaufen. Tatsächlich erwiesen diese sich dann meistens als Laberer, die keinen Plan von Implementierungen hatten

Umgang mit älteren Kollegen

Diese wurden respektvoll behandelt. Die Altersstruktur ist in der IT und im Projektbereich gut durchgemischt. Im operativen Marketing-,Produkt-,Merchandise- oder Content Bereich aber fast nur junge Leute, da die nach 2-4 Jahren ausgebrannt das Unternehmen verlassen.

Arbeitsbedingungen

Die Büros sind modern, teilweise auch mit Klimaanlagen. Laptop-Ausstattung ist auch gut, Parkplätze sind vorhanden. Meetingräume lassen sich mit entsprechender Planung finden.

Umwelt-/Sozialbewusstsein

Das Drucken nahm durch die Anschaffung von Laptops definitiv ab. Kundenseitig wird aber immer noch viel zu viel Schrott verkauft, der nicht nachhaltig ist.

Gehalt/Sozialleistungen

Das Gehalt ist teilweise unter dem Markt. In Punkte Sozialleistungen ist das Unternehmen allerdings super aufgestellt. Bezuschusste Kantine, Monatlicher Fahrkostenzuschuss in Form von 40Euro Prepaid-Card, betrieblich geförderte Altersversorgung und Berufsunfähigkeitsversicherung, Kinderbetreuungszuschuss, Zeiterfassungssystem, 30-Tage Urlaub

Image

Es ist ein Teleshopping Sender mit einem angestaubten Image. Vertriebskanal TV nur noch von alten, aussterbenden Kunden 65+ genutzt. IT und Online-Shop Entwicklung zu langsam und unterbesetzt um im E-Commerce in der hohen Liga mitspielen zu können. Product Owner teilweise ungeeignet. Produktstrategie katastrophal mit maßlos überteuerten Produkten die als Billigstware in China angekauft werden und als Luxus-Eigenmarken verkaufen werden. So ein großes Portfolio an Eigenmarken, dass es die eigenen Mitarbeiter nicht mal überblicken. Das Markenportfolio sollte auf 4 Eigenmarken über alle Bereiche komprimiert werden. Stattdessen hat man über 120 Marken die in der Bedeutungslosigkeit versinken.

Karriere/Weiterbildung

Fachlich zu wechseln ist möglich, falls etwas frei ist, die guten Stellen in nicht operativen Bereichen sind hier aber fast immer weg. Karriere nach oben erfordert Ellebogen-Mentalität.