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KfW Erfahrungsbericht

  • 25.Jan. 2019
  • Mitarbeiter

Das ist nicht mehr meine KfW

3,62

Arbeitsatmosphäre

Grundsätzlich begegnen einem die Kollegen mit großer Offenheit und Freundlichkeit.
Durch den wachsenden Erfolgsdruck wird die Stimmung allerdings immer angespannter. Dies gilt sowohl für die alten Hasen, für die es langsam ungemütlicher wird, als auch für die Jungen, Agilen die sich um die wenigen Karrieremöglichkeiten kabbeln.

Vorgesetztenverhalten

Immer fair, doch leider wird noch mit altmodischen Zielvereinbarungen und einem unsäglich komplizierten (variablen) Vergütungssystem gearbeitet. Dadurch, und durch die vielen administrativen Aufgaben, Budget- und Personalplanung usw. sind die Vorgesetzten einen Großteil ihrer Zeit mit Dingen beschäftigt, die sie von ihrer eigentlichen Aufgabe abhalten: Mitarbeiter zu führen und zu entwickeln.

Kollegenzusammenhalt

Durch die wachsende Mitarbeiterzahl kennt man natürlich nicht mehr jeden. Aber hinzu kommt, dass durch häufige Umstrukturierungen und tlw. unter hohem Zeitdruck durchgezogene und häufig unsinnige Projekte das Networking und das Vertrauen unter den Mitarbeitern leidet.

Interessante Aufgaben

Durch immer stärkere Regulierung als Bank und immer restriktivere Zielvorgaben für Projekte werden Freiräume der Mitarbeiter immer weiter eingeschränkt. Dadurch dass viele Themen jetzt "agil" bearbeitet werden, wird es auch nicht besser. Ich hoffe sehr, dass um dieses Thema bald nicht mehr so ein Wind gemacht wird.

Kommunikation

Vorstand und Kommunikationsabteilung bemühten sich stets - würde ich in ein Arbeitszeugnis schreiben. Auch das Changeteam in HR gibt sich redlich Mühe. Aber es hilft nichts, das wirkt oft aufgesetzt: dass eine offene, transparente Kommunikation bei den Mitarbeitern für Identifikation und Motivation sorgen kann, ist noch nicht in den Köpfen der Führungskräfte angelangt.

Gleichberechtigung

Auch bei der KfW gibt es die Old-Boys-Connection, die lieber unter sich bleiben wollen (wie langweilig!). Ich kann allerdings auch die Frauen verstehen, die sich lieber um die Brutpflege kümmern, als sich als Führungskräfte abzurackern.

Umgang mit älteren Kollegen

Einerseits gibt es - hier auch schon von einem anderen Teilnehmer beschrieben - die Made im Speck mit 20 bis 45 jähriger Unternehmenszugehörigkeit. Sei´s ihnen gegönnt. Was aber garnicht geht: die älter werdenden Kollegen erhalten keine Förderangebote mehr, auch wenn sie noch 10 oder mehr Jahre zu arbeiten haben. Das Problem mit der Demographie ist noch nicht in der Personalabteilung angekommen.

Karriere / Weiterbildung

Junge Talente werden als Praktikanten, Werkstudenten und Trainees umworben und mit Weiterbildungsangeboten überhäuft. Ihre Übernahme ist jedoch oft ein Problem.
Young Professionals und ältere Experten haben momentan nur Aussicht auf befristete Stellen. Ich habe schon echte Talente mit Tränen in den Augen gehen sehen, weil ihre Stelle aus bürokratischen Gründen nicht verlängert wurde.

Gehalt / Sozialleistungen

Gehalt, soziale Nebenleistungen, Altersvorsorge - alles bestens. Klar dass die Neuzugänge über niedrigere Standards nicht glücklich sind. That´s life :-)

Arbeitsbedingungen

Bis auf die vorsintflutlichen IT-Systeme und die miserablen Handyempfang in den Gebäuden ist die Ausstattung der Büros, der Besprechungsräume und der Kantine state of the art.

Umwelt- / Sozialbewusstsein

Die KfW ist hier ein Musterknabe

Work-Life-Balance

Wie andere auch schon bemerkt haben, hier überarbeitet sich so schnell niemand. Einerseits ist das ein gutes Zeichen, weil viele Mitarbeiter interessante Themen mit wissenschaftlichem Anspruch bearbeiten (dürfen), d.h. erstmal seeeehr gründlich recherchieren, planen, konzeptionieren, bevor wirklich etwas umgesetzt wird; und all das macht eben vielen KfW´lern Spaß. Andererseits haben viele Mitarbeiter, insbesondere die Eltern in Teilzeit, ihr KfW-Arbeitspensum voll durchoptimiert. Das bedeutet minimaler Aufwand für maximalen Output in Form von Freizeit, Gehalt, sozialen Nebenleistungen, Kindergarten und und und...(weil mich das als Vollzeitbeschäftigter ärgert, gibt es einen Stern Abzug)

Image

Die KfW ist die Bank mit dem saubersten Image in Frankfurt, zwar etwas behäbig, dafür aber gründlich in dem was sie angeht, zuverlässig und ethisch über fast jeden Zweifel erhaben (die Schlagzeile "Dümmste Bank Deutschland" aus 2008 hat ihr nicht im Geringsten geschadet - im Gegenteil)

Verbesserungsvorschläge

  • Nicht zuviele Bälle (:=Changeprojekte) gleichzeitig in die Luft werfen.

Pro

Eines der mitarbeiterorientiertesten Unternehmen, das ich kenne.

Contra

Fehlbesetzungen von Führungskräften nehmen zu

Arbeitsatmosphäre
4,00
Vorgesetztenverhalten
4,00
Kollegenzusammenhalt
3,00
Interessante Aufgaben
3,00
Kommunikation
3,00
Gleichberechtigung
3,00
Umgang mit älteren Kollegen
2,00
Karriere / Weiterbildung
2,00
Gehalt / Sozialleistungen
5,00
Arbeitsbedingungen
4,00
Umwelt- / Sozialbewusstsein
5,00
Work-Life-Balance
4,00
Image
5,00

Folgende Benefits wurden mir geboten

flex. Arbeitszeit wird geboten Kantine wird geboten Kinderbetreuung wird geboten Betr. Altersvorsorge wird geboten Barrierefreiheit wird geboten Betriebsarzt wird geboten Coaching wird geboten Parkplatz wird geboten gute Verkehrsanbindung wird geboten Mitarbeiterevents wird geboten Internetnutzung wird geboten
  • Firma
    KfW Bankengruppe
  • Stadt
    Frankfurt am Main
  • Jobstatus
    Aktueller Job
  • Position/Hierarchie
    Angestellte/r - Arbeiter/in
  • Unternehmensbereich
    Administration / Verwaltung