KPMG AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft als Arbeitgeber

KPMG AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Viel Schein, wenig Sein - Insgesamt OK

2,5
Nicht empfohlen
Angestellte/r oder Arbeiter/inHat zum Zeitpunkt der Bewertung im Bereich IT bei KPMG IT Service GmbH in Berlin gearbeitet.

Gut am Arbeitgeber finde ich

Lockere Arbeitsatmosphäre
Man genießt Vertrauen, zumindest in der Beziehung Team - Teamleiter
Die Kollegen sprechen für sich und sind das wichtigste, Schade dass die Leitung das nicht so sieht und gute Mitarbeiter gehen lässt wenn es an die Zahlen geht.

Schlecht am Arbeitgeber finde ich

Kapitalismus in seiner Höchstform, gut bezahlte Mitarbeiter sind auch solche die motiviert sind und gerne arbeiten und sich gerne mit dem Unternehmen identifizieren, stattdessen fühlt man sich eher wie eine Zahl, eine Nummer die bei einer Unregelmäßigkeit gerne auch einfach wegradiert wird. Erfahrung die mit den Mitarbeitern verloren geht, ist egal. So etwas ist ersetzbar. Alles ist ersetzbar, wo wir beim Thema Verantwortung und Ethik wären. Diese Themen sind mehr Schein als wirklicher Sein. Sehr bedauerlich, denn gerade dieses Unternehmen hätte da mehr Potential. Auf langfristige Sicht werden nur Zahlen berücksichtigt.

Verbesserungsvorschläge

Offene Kommunikation auch leben statt predigen.
Flache Hierarchien leben statt predigen.
Mehr von kleinen Startups lernen als von der alten konservativen Maschinerie.
Wertschätzung lernen
Leistungsgerechte Vergütung wäre für ein Unternehmen dieser Größe ein Jackpot in Sachen Menschlichkeit und Image

Arbeitsatmosphäre

Es kommt auf die Niederlassung an, in der man arbeiten muss. In Berlin hat man das Open Space Modell eingeführt. Man hat von Anfang an die Plätze knapp bemessen sodass nicht jeder Mitarbeiter einen Sitzplatz hat. Angeblich weil man auch Home Working macht, was jedoch schwierig ist wenn man in Projekten mit anderen Kollegen zusammenarbeiten will und muss. Das Problem ist, nun diskutiert man mehr wie man die Sitzplatzsituation verbessern kann statt zu arbeiten. Es werden neue Tools gebaut die einem anzeigen sollen welche Plätze frei sind und wo man sich hinsetzen kann. Satt einfach direkt genügend Plätze einzurichten. Die Mitarbeiter schätzen das neue Prinzip nicht, es erschwert die Zusammenarbeit wenn man sich seine Kollegen zusammensuchen muss, das Arbeitsklima ist nicht angenehm, die Lautstärke ist furchtbar. Entspanntes und konzentriertes Arbeiten ist wenn überhaupt nur mit einem Noise Canceling Headset möglich. Hier hat die Leitung absolut versagt! Definitiv der falsche Weg Geld zu sparen. Die Leitung wurde befragt ob das Open Space Modell bei der ITS auch Einzug erhalten soll, statt die Mitarbeiter um Feedback zu bitten wurde einfach umgesetzt, man sah die guten Zahlen.

Kommunikation

Kommunikation ist ein großes Problem. Obwohl es doch einfach ist, wird manchmal Kommunikation per Mail nicht akzeptiert, dabei ist es ein gängiges und normales Betriebsmittels zur Kommunikation. Man hält gerne viele Meetings und Calls um zu "kommunizieren" oder einfach um Zeit totzuschlagen. Viele Conference Calls wenig Inhalt, am Ende heißt es meist "ich schickt dir das per Mail", okay, wieso nicht gleich so. Aber gut dass wir drüber gesprochen haben. Kommunikation an die Leitung? Obwohl immer wieder flache Hierarchien gepredigt werden ist es ein Skandal wenn man die Kommunikationskette unterbricht und sich mal direkt an die Leitung wenden möchte. Dann hat man mehr Calls warum man das getan hat als sich ums eigentliche Problem zu kümmern. So sieht Produktivität und Flexibilität aus!

Kollegenzusammenhalt

Die Kollegen sind super und mit ein Grund warum man dann doch gerne hier ist. Natürlich gibt's auch hier schwarze Schafe die einfach lästig sind und einem mehr Arbeit bereiten wenn sie da sind als wenn sie einfach mal nicht da sind, aber so etwas gibt's es überall. Je nach Abteilung und je nach Teamleiter, werden Leute die "schlecht" arbeiten während der Probezeit kaum entlassen und müssen dann nach der Probezeit weiter mitgeschleppt werden. Gerade bei Azubis ist man nachlässig. Manche Teamleiter wissen aber auch von der Probezeit gebrauch zu machen.

Work-Life-Balance

Die Work Life Balance ist ganz gut, je nach Teamleiter und Team. Arbeitet man z.B. im IT Support ist es schwierig mit der Work Life Balance, kein Home Working möglich etc. Ansonsten ist es aber ganz gut, wenn man einen guten Teamleiter hat, genießt man auch viel Vertrauen. Alles in Abstimmung und unkompliziert auf kurzen Wegen, lässt sich Besprechen und eine Einigung finden. Auf Überstunden wird geachtet, keiner muss sie machen wenn er nicht will. Man muss immer schauen in welchem Team man ist und wie eng der Teamleiter bestimmte Absprachen sieht. Regelungen zum Home Working könnten flexibler und besser sein, sind aber dennoch völlig ok.

Vorgesetztenverhalten

Prinzipiell ist das Vorgesetztenverhalten durchaus ganz gut, wenn man nur eine Ebene höher geht ist es prima, die meisten Teamleiter sind entspannt und kümmern sich gut, haben ein Ohr für verschiedenste Dinge und sind engagiert. Schwieriger wird es eine Stufe über dem Teamleiter, der Manager hat wenig Zeit, man sollte ihn nicht direkt ansprechen sondern über den Teamleiter zu ihm herantreten. Er kann nichts entscheiden was einen Betrifft, wie etwa Gehaltserhöhung, flache Hierarchien sind mehr Schein als dass sie wirklich existieren. Noch eine Stufe höher, zum Partner. Den sollte man am Besten nicht direkt ansprechen, anschreiben etc. sonst heißt es immer man habe Probleme im Team. Das sagt er einem dann aber auch nicht direkt. Er wird freundlich sein, dann seinen Manager anmotzen, der Manager den Teamleiter und der Teamleiter dann dich "das kannst du nicht machen, den direkt anschreiben". Warum nicht? Wenns wichtig ist und man dadurch Zeit spart, Fragen kostet nichts bei angeblich flachen Hierarchien. Grundsätzlich sind sie also alle nett, es wird aber hintenrum kommuniziert und nicht offen, was wiederum ein Armutszeugnis ist.

Interessante Aufgaben

Was soll man sagen, Aufgaben gibt es immer, die Frage dabei ist auch immer wie engagiert man selbst ist. Es gibt Kollegen die froh sind wenn sie nur ihre Zeit absitzen können, andere haben Ihr Schema X nach dem Sie schon zig Jahre arbeiten und können keinen einzigen Blick Rechts oder Links vom Tellerrand riskieren und wieder andere bemühen sich und machen viele Dinge. Die Anerkennung fällt dabei für alle gleich aus, quasi nicht vorhanden. Wenn man etwas tun möchte gibt es genug Aufgaben, jeder sollte aber selbst aktiv werden. Wenn man sich die Frage stellt ob es einen weiterbringt je mehr Aufgaben man macht? Das tut es nicht oder nur mit sehr viel Glück. Wer vor hat die Firma zu wechseln, sollte aber genug mitnehmen. Vielleicht bekommt man wo anders mehr Anerkennung dafür.

Gleichberechtigung

Gleichberechtigung ist vorhanden, ob du viel oder wenig arbeitest, Anerkennung gibt's kaum. Von diesem Punkt sind also alle gleich betrachtet.

Umgang mit älteren Kollegen

Insgesamt ganz gut, ist dem Team zu verdanken. Hängt aber auch stark davon ab in welchem Team man ist und mit wem man zusammenarbeitet. Im Prinzip aber unproblematisch, jedes Alter ist gleichwertig betrachtet.

Arbeitsbedingungen

Die Arbeitsbedingungen sind ganz gut, zwar ist hier jedes noch so kleine Startup Unternehmen deutlich besser was die Arbeitsbedingungen angeht, dennoch, man gibt sich Mühe. Kaffee, Wasser und Tee gibt's umsonst. Alle andere muss man sich kaufen. Eine Kantine oder ein Bistro gibt je nach Standort, aber auch immer kostenpflichtig und nicht wirklich günstig

Umwelt-/Sozialbewusstsein

Umweltbewusstsein werte ich hier als einen neuen Trend des Kapitalismus, wie gaukelt man dem Volk vor mit etwas angeblich gutem noch mehr Geld einsparen und den Gewinn maximieren zu können. Es wird an jeder Ecke gespart und es wird stets mit "Umweltbewusstsein" herausgeredet. Wenn man damit Nachts besser schlafen kann, bitte!

Gehalt/Sozialleistungen

Das Gehalt ist gerade in der ITS und für Verwaltungsmitarbeiter unterirdisch schlecht. Das Unternehmen möchte Leute einstellen, die meisten guten Leute die etwas zu bieten haben wenden sich aber schnell ab wenn es darum geht die Gehaltsvorstellungen zu besprechen. Man entschuldigt die Gier nach mehr Gewinn gerne durch Unternehmerisches Handeln. Daher werden auch gerne externe Mitarbeiter für kurze Zeit eingestellt, man will sich ja lieber nicht an Mitarbeiter binden, die dann zu teuer werden könnten wenn es mal weniger Projekte gibt. Durch diese Politik leidet die gesamte Qualität der IT. Gute Leute die im Unternehmen gearbeitet haben, gehen weil sie keine Perspektive sehen, man versucht kaum sie zu halten. Es wird einem sogar empfohlen, wenn man mehr Geld möchte muss man gehen und wiederkommen, dann könne man verhandeln. Und vorher geht es nicht? Danke für die Wertschätzung! Gehaltsrunden gibt es nicht, Kein Weihnachtsgeld, Kein Urlaubsgeld. Man darf ein Handy bestellen, dazu gibt es 75 Euro Vergünstigung und der Restpreis wird vom Bruttogehalt abgezogen, bei der Steuererklärung holt sich KPMG dann schon das Geld wieder und man selbst hat nichts. Wirklich NETT sieht anders aus.

Image

Das Image ist nicht sonderlich Positiv, ob KPMG als ITS oder KPMG als AG. Bei der ITS hat es sich schon gut herumgesprochen, dass KPMG schlecht zahlt. Die Azubis erhalten zwar ein gutes Gehalt während der Ausbildungszeit. Bekommen aber in der Ausbildungszeit so gut wie nichts beigebracht. Sie dürfen als billige Mitarbeiter im IT Support Routineaufgeben erledigen die mit der eigentlich Ausbildung wenig zutun haben. Möchte die IHK das prüfen ist es klar, dass man den Standort Berlin darstellt, dort ist eine gescheitere Ausbildung möglich, an den anderen Standorten jedoch nicht, wo wir bei der Gleichberechtigung wären. Die Azubis werden auch gerne bei der Mitarbeiterzählung als 100% Kraft dazugerechnet. Wenn es darum geht "wir benötigen mehr Mitarbeiter" dann heißt es "ihr habt doch genug", dass mehr als die Hälfte des Teams dann aus Azubis besteht ist egal. Die Zahlen sagen es sind 100% Kräfte, dass Azubis zur Schule müssen, angelernt werden müssen, sich auf Prüfungen vorbereiten müssen und auch mal Urlaub machen, ist in den Zahlen nicht berücksichtigt. Wozu auch? Ein fester Mitarbeiter ist deutlich teurer. Ein Armutszeugnis das seinesgleichen sucht. Das Image ist zurecht schlecht.

Karriere/Weiterbildung

Weiterbildungsangebote gibt es, man kann Kurse belegen sofern es genug andere Kollegen gibt die auf den gleichen Kurs Lust haben. Meist sind es dann Kurse mit denen man wenig wirklich anfangen kann. Manchmal hat man mit dem Thema nicht mal Berührungspunkte, somit ist das was erlernt wurde ohne Praxis auch schnell wieder weg. Und es ist in den meisten Fällen fast ziemlich egal ob man nun dazugelernt hat oder nicht. Eine Steigerung der Karriere ist selten bis gar nicht möglich. Mehr Geld sowieso nicht. Es gibt keine Meilensteine wie "Wenn ich das und das geschafft habe kann ich das und das erreichen", höchstens ganz selten mal wenn man Glück hat und in Berlin arbeitet.

Arbeitgeber-Kommentar

Ulrike Jenssen, Abteilungsleiterin, Human Relations
Ulrike JenssenAbteilungsleiterin, Human Relations

Liebe Kollegin, lieber Kollege,

vielen Dank, dass Sie sich Zeit für eine ausführliche Rückmeldung genommen haben. Konstruktives Feedback ist immer sehr wertvoll für uns. Es freut uns, dass Sie den Kollegenzusammenhalt, die Arbeitsbedingungen sowie die Arbeitsatmosphäre zu schätzen wissen.

Natürlich bedauern wir auf der anderen Seite, Ihre Einschätzungen in Bezug auf die Gehaltskonditionen und der Karrieren- und Stärkenförderung unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Wir legen sehr viel Wert darauf, das Potential jedes einzelnen Mitarbeiters bzw. jeder Mitarbeiterin zu erkennen, Stärken zu fördern und entsprechend leistungsgerecht zu vergüten. Weiterhin gehören die offene Kommunikation, eine gute Führungskultur und die Wertschätzung unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu den Grundwerten unserer Unternehmenskultur. Es ist schade, dass Sie dies aktuell nicht so wahrnehmen.


Da wir Ihre Kritik sehr ernst nehmen und gerne angemessen auf Ihre Wünsche und Bedürfnisse eingehen möchten, raten wir Ihnen daher, mit Ihrer Führungskraft in den Dialog zu gehen, um eine gemeinsame Lösung zu finden. Ebenso möchten wir Sie dazu ermuntern, mit uns in den direkten Austausch zu gehen. Schicken Sie uns dafür gerne eine E-Mail an recruiting@kpmg.com mit Betreffzeile "Kununu Feedback".

Viele Grüße