MAPAL Dr. Kress KG als Arbeitgeber

MAPAL Dr. Kress KG

“Ja”-Sager und Blender mehr Wert als Kompetenz und Arbeitswille

1,7
Nicht empfohlen
Angestellte/r oder Arbeiter/inHat zum Zeitpunkt der Bewertung im Bereich Produktion bei Mapal Dr. Kress KG gearbeitet.

Gut am Arbeitgeber finde ich

Früher habe ich gern hier gearbeitet, umso schwerer fällt es mir im Moment zu sagen: leider nichts mehr. Es ist kaltherzig und unfamiliär geworden. In meinem Alter fehlt mir leider die Möglichkeit noch zu wechseln.

Schlecht am Arbeitgeber finde ich

Kleinhalten der Mitarbeiter in Gehaltsangelegenheiten “Mapal Gehaltsangleich” entspricht nicht der Einstufung nach ERA-Tarif! Ganz geringe Wertschätzung der Arbeitskraft! Eigeninitiative wird nicht gewünscht. Führungskräfte können nur reden, nicht machen.
Man hört immer noch nicht auf die Warnrufe, die schon seit Jahren von Seiten der Arbeiterschaft ertönen. Hocharbeiten nicht möglich, nur durch Vitamin B.

Verbesserungsvorschläge

BITTE endlich auf die Leute hören, die SEIT JAHREN sagen, dass es strukturelle und organisatorische Probleme gibt! Und das nicht erst seit Corona und E-Mobilität. Die Alarmglocken ertönen seit Jahren und wurden ignoriert. Jetzt haben wir den Salat!
Umstrukturierung bringt nichts, wenn danach die selben inkompetenten Leute, die schon vorher fehl am Platz waren, in anderen Abteilungen weiter ihr Unwesen treiben. Das macht alles noch schlimmer, statt besser!
Es reicht leider nicht einmal im Jahr zu predigen man solle keine Schuldigen suchen. Man weiß seit langem wer die Schuldigen sind, es interessiert nur niemand. Man sollte einmal persönlich mit offenen Augen durch die eigene Firma laufen und mit den einzelnen kompletten Abteilungen reden, ohne, dass Vorgesetzte mit anwesend sind, die einem später daraus einen Strick drehen werden. Das hätte schon viel früher enorme Kosten und Zeit gespart und man müsste jetzt nicht hunderte Mitarbeiter am Standort entlassen.
Außerdem sollte man in den jährlichen Beurteilungsgesprächen auch einmal den Mitarbeitern die Möglichkeit geben ihre sogenannten Führungskräfte zu bewerten und damit deren Unfähigkeit ans Licht zu bringen.

Arbeitsatmosphäre

Kann nur für die Halle sprechen, wo ich bin, aber man hört auch aus anderen Hallen, dass dort einiges schief gehen muss.
Was von oben verlangt wird, wird selbst nicht eingehalten.
Betriebsklima leidet stark unter inkompetenten Führungskräften und zum Teil auch Kollegen. Die Schlechten lässt man machen und die Guten werden getreten, anstatt man versucht, alle auf ein gleiches Niveau zu heben und zu motivieren. Zusammenhalt wird nicht gefördert, eher verteufelt. Betriebsklima ist schlicht und ergreifend im Keller. Motivation fehlt komplett. Man fühlt sich ständig beobachtet und kontrolliert, und manchmal von Kollegen ausgehorcht. Kommunikation zwischen Arbeitern ist nicht erwünscht. Jeder ist sich seit Ankündigung des Personalabbaus und des sogenannten Sozialplans der Nächste.
Zudem werden alle paar Monate “neue” Versuche gefahren, welche schon mehrfach vor Jahren durchgeführt wurden, nur weil Vorgesetzte nicht einsehen wollen, dass bestimmte Sachen an bestimmten Maschinen nicht machbar sind. Stattdessen wird jeden Tag das Rad neu erfunden und man bewegt sich im Kreis. Wichtige Arbeit bleibt liegen und man bekommt noch mehr Druck von oben.

Kommunikation

Arbeiter werden teilweise nicht über neue und wichtige Themen von den Vorgesetzten informiert, stattdessen geht es immer nur um obsolete Zahlen, die man in den letzten Wochen und Monaten “ausgewertet” hat. Aber Corona, Abstandsregelungen, Mund-Nasen-Schutz? Scheint trotz des momentanen Hochpunktes der zweiten Welle niemanden zu interessieren. Im Betrieb ist man ja sicher. Der Flurfunk wird den Rest schon regeln, wenn die Leute wieder aus dem Urlaub oder der Kurzarbeit kommen. Ernste Anliegen und Probleme der Arbeiter werden nur auf die leichte Schulter genommen, ungemütliche Themen nicht nach oben weiter weitergeleitet, sondern totgeschwiegen oder ausgesessen, wenn nicht sogar komplett ignoriert. Ich habe schon von Kollegen gehört denen unterstellt wurde, sie würden beim Thema Corona überreagieren.
Auch an der Kommunikation zwischen den Abteilungen, Hallen und Tochterfirmen hapert es massiv. Von “One Mapal” kann keine Rede sein.

Kollegenzusammenhalt

Blender und Schwätzer gibt es leider überall. Dennoch ist der Zusammenhalt im Allgemein in den einzelnen Abteilungen noch gut. Gerne kommt man allerdings nicht mehr zur Arbeit. Wenn man früher Probleme hatte, haben sich Arbeiter gegenseitig geholfen. Mittlerweile passiert das immer weniger. Diese Missgunst der Kollegen untereinander wird leider durch Ellbogen Verhalten und Doppelmoral-Entscheidungen von Vorgesetzten geschürt, und ist wohl auch so gewollt. Kollegen, die nicht miteinander reden, arbeiten schließlich mehr.

Work-Life-Balance

Arbeitszeiten an sich ok, sowohl für Schicht- als auch den Bürobetrieb. Urlaubsanträge werden auch kurzfristig in der Regel ohne Probleme genehmigt. Ein Überstundenkonto ist vorhanden. Dieses ist in nicht-Krisenzeiten normalerweise auch flexibel nutzbar. Home-Office wird laut Buschfunk wohl trotz Corona in bestimmten Bereichen verweigert! Gleitzeitmodell ist mittlerweile vorhanden, außer für uns Schichtarbeiter. Dieses Modell ist jedoch absolut nicht durchdacht. 5-Minuten Taktung trotz flexiblem Arbeitsbeginn ist eigentlich ein no-go. Flexibler Arbeitsbeginn vor 7:00 wird schon länger, trotz Gleitzeitmodell ab 6:30, untersagt, da es Anwesenheitspflicht bis 15:00 gibt und man derzeit keine Mehrarbeit leisten darf. Dazu werden vom BR 15 Minuten mehr Pause aufgezwungen, statt den Feierabend vorzuverlegen.
Man holt lieber Leute spontan aus der Kurzarbeit, die man für diesen Zeitraum bereits 5-6 Wochen vorher hellseherisch festgelegt hat, statt die Leute erst in Kurzarbeit zu schicken, wenn die momentane Kapazität das zulässt. Dazu mehr weiter unten.

Vorgesetztenverhalten

In Konfliktsituationen wird abgestritten, gelogen und die Schuld auf andere gelenkt. Wenn keine sachlichen Argumente (mehr) gefunden werden, wird man laut und versucht einzuschüchtern.
Arbeiter werden nicht in Entscheidungsprozesse miteinbezogen, sondern es wird über die Köpfe jahrzehntelanger Erfahrung hinweg kaputt optimiert. Vorgesetzte können keinerlei Hilfestellung geben, da ihnen die fachliche Kompetenz für die ihnen unterstellten Fertigungsbereiche und Maschinengruppen fehlt. Man solle sich als Arbeiter “was einfallen lassen”. Wenn’s nicht klappt, sind die Arbeiter schuld. Wenn’s klappt wird das als eigene Idee verbucht und so nach oben weitergeleitet.
Verantwortungen werden weitergereicht, schriftliche Anweisungen gibt es nicht.
Bei den jährlichen Bewertungsgesprächen wird ordentlich ausgeteilt, was das Jahr über heimlich angesammelt wurde, um Leistung nicht honorieren zu müssen. Diese Bewertungen werden zudem von Vorgesetzten durchgeführt, die weder die erforderliche Mitarbeiterführung, noch fachliche Kompetenzen besitzen.
Das Vertrauensverhältnis zwischen Vorgesetzten und Arbeitern ist massiv gestört, sofern es überhaupt noch vorhanden ist.

Interessante Aufgaben

Die Aufteilung der Arbeit ist mittlerweile eine reine Katastrophe. Es wird mit Personal durch die Arbeitsplätze durch jongliert, so dass man manchmal gar nicht weiß, an welchem Platz man heute bzw. morgen arbeiten muss.
Eingearbeitet wird man nicht, man muss ja nur "Knöpfe drücken" oder "den Kollegen fragen, wenn was ist", folglich mangelt es in vielen Bereichen massiv an Fachpersonal, welches aber ohnehin nicht angemessen bezahlt wird, sollte es vorhanden sein.
Gestaltung des eigenen Aufgabengebietes wäre eventuell möglich, wenn klar definiert wäre, wer was zu tun hat. Nur soll mittlerweile jeder alles machen, und am besten schon gestern damit fertig sein.
Nach Anmeldung von Kurzarbeit, werden Kollegen heimgeschickt, aber man muss dann für die Leute, die wegen zu wenig Arbeit nicht da sind die Maschinen mitlaufen lassen.
Es wäre so viel Potential vorhanden, wenn man die Leute, die wissen was sie tun, ihren Job ordentlich machen lassen würde, anstatt ihnen immer weitere Steine in den Weg zu legen und permanent zu demotivieren.

Gleichberechtigung

Oft entscheidet der sogenannte Nasenfaktor. Der einfache Arbeiter ist nur noch eine Nummer und hat nichts zu sagen. Kritische und fachlich kompetente Äußerungen trotz Jahrelanger Berufserfahrung bringen einem mit Sicherheit die nächste Retourkutsche ein. Der gemeine Ja-Sager hingegen genießt Narrenfreiheit.

Junge, gute, arbeitswillige Mitarbeiter werden durch Einschüchterung verunsichert und kleingehalten, teilweise durch Vorgesetzte, aber teilweise auch durch ältere Kollegen, die "sich nix von dem jungen Hupfer sagen lassen"
Wenn man nicht anfängt die ganzen jungen, motivierten und kompetenten Leute, die im Moment den Betrieb noch aufrecht halten (und davon gibt es noch einige), genau so zu behandeln, wie sie es verdienen und diese durch den Sozialplan wegfallen und zur Konkurrenz ziehen lässt, wird die Firma in ein paar Jahren, wenn wir wenigen alten Hasen nicht mehr da sind, ein riesiges Problem bekommen.

Umgang mit älteren Kollegen

Aus eigener Erfahrung muss ich leider sagen, zum Teil unmenschlich. Man wird abgespeist und fühlt sich als sei man trotz jahrzehntelanger Treue und Berufserfahrung nichts mehr wert. Teilweise wird man strafversetzt und muss niedere Arbeit erledigen, weil Kollegen in Kurzarbeit geschickt werden, für die man dann einspringen muss. Ist das der Sinn von Kurzarbeit und der Lohn für jahrzehntelange Mühen und Treue?
Von den momentanen Angeboten zur Frührente etc. profitieren nur Geschäftsleitung und Übergangsgesellschaft, man kommt sich nach all den Jahren nicht mehr erwünscht vor im eigenen Betrieb. Sehr schade.

Arbeitsbedingungen

Arbeitsmittel teilweise neu, teilweise alt. Gewartet wird nicht mehr, nur versucht zu reparieren. Ersatz für einfache Dinge dauert teilweise Wochen.
Beleuchtung gut, Belüftung der Produktionshallen teilweise mangelhaft, teilweise auch zu viel Maschinen auf engem Raum, Lärmpegel je nach Art der Tätigkeit zumutbar. Früher gab es regelmäßig neue Arbeitsschuhe, jetzt man muss sich selber drum kümmern und 3 Mal nachfragen.
Planlose Fertigung, alles muss immer schneller gehen. Bekannte Probleme, werden nicht angegangen wo sie entstehen, sondern müssen an anderen Stellen ausgebügelt/vertuscht werden um Kosten zu sparen.
Angefangene Projekte werden nicht betreut, teilweise nicht einmal abgeschlossen, aber man schafft immer weitere Baustellen mit selbem Ergebnis.
Aufträge werden teilweise mehrfach bearbeitet wegen organisatorischer und kommunikativer Defizite.
Es fallen immer mehr Leute weg, der Rest soll das dann einfach mit erledigen.
Um Organisatorisches muss sich der kleine Arbeiter trotz 50% Verwaltung selbst kümmern. Vorgesetzte leiten entweder Anfragen gar nicht erst weiter, oder es wird einfach “vergessen”, sollte es sich um ein ungemütliches Thema handeln.

Umwelt-/Sozialbewusstsein

Kann ich keine Angaben dazu machen, außer dass jedes Jahr gesagt wird, wie viel Strom, und wie viel Kraftstoff der Geschäftswagen in Zukunft gespart werden muss.

Gehalt/Sozialleistungen

Arbeitgeber bietet VWL und Gehalt kommt immer pünktlich. Leider kann ich nicht mehr positives zu diesem Thema sagen.
Urlaubs- sowie Weihnachtsgeld aufgrund der momentanen Situation ab sofort ausgesetzt, was zwar ärgerlich, aber irgendwie auch nachvollziehbar ist. Tarifliche Sonderzahlung gestrichen... wozu hat man nochmal eine Gewerkschaft?
Man hört von vielen, dass das Gehalt vieler Arbeiter (insbesondere in der Produktion/Fertigung) nicht dem entspricht, wie es tariflich gemäß ERA-Einstufung für ihren Arbeitsplatz sein sollte. Dafür werden fadenscheinige Begründungen geliefert, um die Arbeiter über einen langen Zeitraum klein zu halten. Wertschätzung sieht anders aus. Hat man mit der Umstellung damals auf das ERA-System nicht schon genug gespart?
Am schlimmsten ist das wohl bei Mitarbeitern, die sich innerhalb der Firma hocharbeiten wollen und intern die Stelle wechseln. Kommt man jedoch über Vitamin B neu in die Firma oder auf einen besseren Posten, bekommt man direkt besseres Gehalt bezahlt für die gleiche Stelle, ohne Vorkenntnisse zu haben.

Image

Nach außen hui, von innen pfui !
Lokale Zeitungen berichten in den höchsten Tönen über die Firma. Nach außen wird ein gutes Image gepflegt. Wer hier arbeitet weiß aber, dass auch in einer großen Firma nicht alles Gold ist, was glänzt. Was man so hört, dringt aber langsam auch das nach außen durch. Alleine die ganzen Bewertungen auf dieser Seite aus den verschiedensten Bereichen der Firma sollte einem schon zu denken geben.

Karriere/Weiterbildung

Aufstiegsmöglichkeiten ohne Vitamin B sogut wie nicht vorhanden, stattdessen werden Leute ohne die dafür erforderlichen Kompetenzen in neu eingeführte Führungspositionen erhoben.
Firmeninterne Academy vorhanden.
Fragt man nach internen Weiterbildungsmöglichkeiten bekommt man, wie so oft, von direkten Vorgesetzten keine Informationen. Man soll sich dann selber informieren anstatt diese sich informieren oder die Anfrage weitergeleitet wird.