Neue Babylon Berlin GmbH als Arbeitgeber

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1 Bewertung von Mitarbeitern

Super Kollegen, unzumutbare Arbeitsbedingungen

2,2
Nicht empfohlen
Ex-Angestellte/r oder Arbeiter/inHat bis 2014 für dieses Unternehmen gearbeitet.

Gut am Arbeitgeber finde ich

... den Zusammenhalt unter den Kollegen und die Vielfalt der Veranstaltungen.

Schlecht am Arbeitgeber finde ich

Hier weiß ich kaum, wo ich anfangen soll. Die Arbeitsbedingungen sind unzumutbar - körperlich wie auch seelisch sehr belastend.
Auf betriebliche Vereinbarungen wird kaum Rücksicht genommen; MA müssen z.B. regelmäßig zw. 8 und 10h arbeiten, kommen dabei weit über ihre 38 Wochenstunden, z. T. muss auch länger als die zulässigen 10h gearbeitet werden, obwohl dies mit mehr Personal und besserer Einteilung desselben verhindert werden könnte. Arbeitszeiten beinhalten keine Pausen; ich selbst habe erlebt, wie eine Kollegin, die es "wagte", ihre halbe Stunde Pause zu nehmen, nach kurzer Zeit wieder entlassen wurde. Zuvor fand noch vor aller Augen im Foyerbereich ein lautstarkes Streitgespräch zu dem Thema zwischen ihr und der Führungsebene statt.
Es erfolgt eine permanente Überwachung, sollte man doch mal fünf Minuten Luft zum Durchatmen haben, werden einem sofort teils sinnlose Aufgaben zugeteilt, damit man ja nicht rumsteht. Das führte so weit, dass mir eine MA, die unterwegs war, um etwas mit einer anderen Kollegin abzuklären, prompt abgefangen und an anderer Stelle eingesetzt wurde, so dass ich an der Getränke-/Snacktheke mit mehreren hundert Kunden plötzlich alleine fertig werden musste. Auch Kommunikation mit Mitarbeitern, die lediglich der Absprache zu Arbeitsvorgängen (durch viele Veranstaltungen entstehen sich ständig wechselnde Umstände) dienen, wird Einhalt geboten.
Frauen und Männer machen die gleiche Arbeit - dazu gehört auch das Tragen schwerer Objekte, wie zum Beispiel von Getränkekästen, die durch schmale Durchgänge manövriert und auf Tresen gehoben werden müssen. Auch Tische und Stühle müssen regelmäßig bewegt und dabei auch oft entweder eine Treppe hoch oder runter getragen werden.
Als Einkäufer fährt man mit einem gerade so verkehrstauglichen Kleinbus, den man als zierliche Frau aufgrund fehlender Servolenkung (die, wie man mich informierte, für geringen finanziellen Aufwand installiert werden könnte) nur sehr schwer lenken kann.
Es herrscht von der Führungsebene aus ein großes Misstrauen gegenüber allen MA/Angestellten, was die Arbeit oft sehr unangenehm macht.

Verbesserungsvorschläge

- mehr Personal
- mehr Vertrauen in die MA (und ihre Fähigkeiten)
- eine klarere Aufgabenverteilung
- Einhaltung des Arbeitsschutzes & des TV
- Offenheit gegenüber Verbesserungsvorschlägen

Arbeitsatmosphäre

Immer wieder entsteht Druck durch teils kaum lösbare Aufgaben und dazu ständige Überwachung und Kontrolle. Allein die Kollegen machen das Arbeiten noch ein wenig angenehm.

Image

Nach außen hin gut, da Tradtionshaus, intern ist das Image jedoch sehr schlecht.

Work-Life-Balance

Kinobetrieb = viel Abend-/Nachtarbeit, freie Tage müssen drei Wochen vorher angekündigt werden (ohne Garantie, dass man sie auch erhält), wenig Flexibilität.

Gehalt/Sozialleistungen

Minimum, Mindestlohn wird eingehalten, eine gerechte Verteilung nach Position und Aufgaben gibt es nicht. Gehälter wurden in krankheitsbedingter Abwesenheit der Buchhaltung nur auf Anmahnung und auch nur in Abschlagsbeträgen gezahlt.

Kollegenzusammenhalt

Ein Großteil der Kollegen arbeitet problemlos miteinander, es wird sich untereinander geholfen, zum Teil treffen ähnliche Menschentypen aufeinander, was die Arbeit erleichtert. Der Zusammenhalt ist sehr gut.

Arbeitsbedingungen

Arbeitsmaterialien fehlen, TÜV-Prüfungen werden nicht rechtzeitig vereinbart/durchgeführt, verschiedene Aufgaben beinhalten ein hohes Verletzungsrisiko.

Kommunikation

Unter den MA gut, zwischen MA und Führungsebene nicht.


Karriere/Weiterbildung

Umwelt-/Sozialbewusstsein

Umgang mit älteren Kollegen

Vorgesetztenverhalten

Gleichberechtigung

Interessante Aufgaben