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posterXXL 
GmbH
Bewertung

Ausbaufähig, gerade für Berufseinsteiger lieber Finger weg!

1,1
Nicht empfohlen
Ex-Angestellte/r oder Arbeiter/inHat bis 2019 im Bereich Design / Gestaltung bei posterXXL AG gearbeitet.

Arbeitsatmosphäre

Innerhalb der Design Abteilung herrscht ein sehr großer Konkurrenzkampf bzw. Verantwortungs- und Kompetenzprobleme. Junge Mitarbeiter/innen beispielsweise beherrschen lediglich eines der unzähligen Design-Programme (Adobe Cloud). Kollegen werden persönlich / übergriffig sogar angegriffen. Die Führungsebene sagte in unzähligen Situationen nichts und ernannte Mitarbeiter/innen aufgrund persönlicher Beziehung bzw. Freundschaft zur Vertretung bzw. Weisungsbefugten.

Kommunikation

Wöchentlich fand ein "All-Hands" Meetings statt, welche die Mitarbeiter anhand von Statistiken über den monatlichen Gewinn des Unternehmens informieren sollten. In diesen Meetings wurde ebenfalls eine Anonyme Fragemöglichkeit für alle Arbeitnehmer bereitgestellt. Falls Fragen auftraten wurden diese, meines Erachtens jedoch eher mit einer kurzen Antwort abgewiesen statt ausreichend beantwortet zu werden. Auch gab es während des tägl. Arbeitsablaufes sehr viele Teammeetings, z.B. "One and One" Meetings zu zweit.

Kollegenzusammenhalt

Innerhalb der Design Abteilung gab es sowohl Lästereien über Vorgesetzte und Mitarbeiter als auch direkt Angriffe gegen einzelne Mitarbeiter. Auch zwischen den einzelnen Abteilungen gab es große Probleme, welche anhand von Schlichtungsversuchen und Meetings seitens der Führungsebene zu unterbinden versucht wurden.

Work-Life-Balance

Die Firma pflegt "Arbeiten auf Vertrauensbasis". Dies bedeutet jeder kommt und geht entsprechend seines eigenen Gewissens bzw. imaginären Zeitkontos. Allerdings ist dieses Prinzip aufgrund von Personalmangel nur sehr schwer umsetzbar. Es wird nicht toleriert wenn man versucht sich an seine vertraglich festgelegten Stunden zu halten. Stattdessen werden unbezahlte Überstunden verlangt, will man dann mal früher gehen wird man sofort angesprochen "wie du gehst schon?"

Vorgesetztenverhalten

Meine Vorgesetzte war generell eine schüchterne zurückhaltende Person. In Meetings war sie meist still und äußerte sich nur, wenn man sie direkt ansprach. Ich persönlich hätte mir hier mehr Engagement gewünscht.

Interessante Aufgaben

Das Aufgabengebiet empfand ich spannend, ich konnte sehr viel lernen und mich fachlich und menschlich weiterentwickeln. Aufgrund fehlender Kapazitäten und/oder Kompetenzen haben sich manche Prozesse unverhältnismäßig in die Länge gezogen. Beispielsweise gab es in meinem Fall nie eine richtige Einarbeitung, da der hierfür verantwortliche Mitarbeiter wenige Wochen nach meiner Einstellung die Firma verließ. Nach mehrmaligem Hinweis meinerseits, wurde ich dann von Kollegen/innen eingelernt, die meines Erachtens und auch ihrer eigenen Aussagen nach zu urteilen (!!!) fachlich und menschlich mit der Aufgabe total überfordert war.
Die Aufgabenverteilung erfolgte via eines Ticket-Systems namens "Jira" welches nach Wochen und Prioritäten sortiert war. Zudem wurde der zu erwartende Arbeitsaufwand jedes Ticket vom Team anhand eines Meetings geschätzt. Oft waren nicht alle nötigen Informationen zum Job im Ticket enthalten, sodass bei der Bearbeitung mehrmals nachgesagt bzw. Korrekturen vorgenommen werden mussten.

Gleichberechtigung

Meinem Empfinden nach wurden alle Personen gleich behandelt.

Umgang mit älteren Kollegen

Die Arbeitnehmer haben hauptsächliche einen Altersdurchschnitt von 20-30 Jahren. Es gibt nur wenige Mitarbeiter die älter sind, ich denke hier wird beim Einstellungsverfahren definitiv Vorselektiert, junge Arbeitnehmer kosten letztlich ja weniger.

Arbeitsbedingungen

Sehr schönes modernes Büros mit guter Ausstattung. Außerdem wird auf ergonomisches Equipment geachtet.
Jedoch gibt es in zwei drittel der Büros keine Klimaanlage. Wodurch es in den Sommermonaten meist über 36° in den Räumlichkeiten hat, im Winter hingegen fällt oft die Heizung aus. Technisches Equipment funktioniert nicht einwandfrei, sehr oft Server Probleme o.ä..

Umwelt-/Sozialbewusstsein

Die Verpackungen sind nicht Umweltbewusst. Oft sind diese nicht in der passenden Größe vorhanden und werden dann mit anderem Füllmaterialen ausgefüllt oder auch nicht. Falls Kunden defekte Ware erhalten, bzw. sich beschweren wird einfach neu gedruckt. Außerdem ist keinerlei Mülltrennung/ Möglichkeit zur Mülltrennung vorhanden.

Gehalt/Sozialleistungen

Gehalt ist weit unter dem Münchner Durchschnitt. Bei Gehaltsverhandlungen wurde mehr Gehalt genehmigt, was - da nur mündlich besprochen - plötzlich totgeschwiegen wurde. Bonis oder Urlaubs- bzw. Weihnachtsgeld gab es in meinem Fall nicht. Allerdings fand ich sehr gut das die Firma die Fahrtkosten in Form eines Fahrtkostenzuschusses übernahm!

Image

Kompetente langjährige Mitarbeiter verlassen alle nach und nach das Unternehmen.

Karriere/Weiterbildung

Weiterbildungen und Aufstiegsmöglichkeiten waren so gut wie nicht geboten. Außer die Firma konnte für sich einen Nutzen daraus ziehen.
Beispielsweise bat ich um ein Buch zur Programm-Weiterbildung, Kostenpunkt rund 70€. Das Buch wurde erst genehmigt, plötzlich wurde dann jedoch das Budget gestrichen.
Auf mein Arbeitszeugnis nach Austritt aus der Firma, warte ich nun seit bereits 6 Monaten (!!!), leider wird sich mit Covid rausgeredet.