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Bewertung

Ich war neugierig...

4,2
Absage
Bewerber/inHat sich 2016 bei Reuter Onlineshop GmbH in Mönchengladbach als Art Director beworben und eine Absage erhalten.

Verbesserungsvorschläge

Ich hatte das Unternehmen schon seit ein paar Jahren im Auge. Habe mich allerdings nie beworben, da mich die eher negative Reputation hier davon abgehalten hat. Nachdem mich zwei Recruiter und das Unternehmen selbst kontaktiert hatten, habe ich mich letzendes doch dazu entschieden mir ein eigenes Bild zu machen.

Der Empfang war sehr nett und man hat mich direkt von dort aus nach oben in die hauseigene Cafeteria begleitet und mir ein Wasser angeboten. Viele Mitarbeiter habe ich nicht gesehen. Aber die, die ich gesehen habe, waren "normal drauf" und nicht bedrückt, wie ich das in einer Bewertung gelesen hatte. Ich hätte ehrlich gesagt auch kurz nach 9 noch keine freudestrahlenden Gesichter erwartet :-) Nach ca. 10 Minuten kamen dann auch meine drei Ansprechpartner, die mit mir dann in den direkt nebenan befindlichen Raum gegangen sind.

Nach einer kurzen Vorstellungsrunde der drei Gesprächsteilnehmer von Reuter war ich dann der Reihe mich vorzustellen. Hier hörte man mir zu und stellte gelegentlich eine Zwischenfrage. Als Alternative zur Sichtung meiner aktuellen Referenzen (die sich auf Grund der Projektgröße und Kundenverschwiegenheit noch in der Umsetzung befinden) haben wir uns den Onlineshop von Reuter angesehen, den ich natürlich im Vorfeld beleuchtet hatte. Hier bin ich sehr direkt vorgegangen und habe meine Verbesserungsvorschläge (Design/UX) vorgetragen (natürlich unter der Prämisse die Kunden von Reuter nicht zu kennen). Vermutlich ist mein Ansatz mehr emotionaler aufzutreten zu direkt gewesen, was ich an Aussagen wie "wir wollen keinen Bilderbuch-Shop" interpretieren würde. Kernproblem scheint hier wohl zu sein, dass man einen B2C-Shop mit B2B-Funktionalitäten fusioniert hat. Der Shop bildet meiner Meinung nach nicht das Einkaufserlebnis des stationären Handels oder des hauseigenen Showrooms ab.

Mein Eindruck ist eher, dass vermutlich jemand gesucht wird, der diesen Job nicht zu euphorisch "ausführt" und zu revolutionär vorgeht. Diesen Gedanken würde ich zum einen damit begründen, dass auf meine Frage, wie man mit Feedback umgeht geantwortet wurde "das Feedback muss passen / zum richtigen Zeitpunkt kommen" und zum anderen spricht hier der Shop für sich selbst, dass dieser zwar funktional aber visuell nicht mehr State-of-the-Art ist.

Zwischenzeitlich kam jemand rein und wollte den Raum haben. Was darauf schließen lässt, dass man nicht mehr als 1h für das erste Gespräch eingeplant hatte.

Nach der Sichtung des Shops hatte ich noch ein paar Fragen, die ich im Vorfeld vorbereitet hatte. Hier habe ich u.a. auch gezielt die schlechte Reputation angesprochen. Diese könne man nicht nachvollziehen, da die Aussagen nicht der Wahrheit entsprechen würden. Es viel auch ein Satz mit "wir sind ein großes Unternehmen". Positiv ist zu erwähnen, dass alle Fragen adäquat beantwortet wurden. Allerdings hatte ich den Eindruck, dass die Beantwortung der Fragen zum Schluss des Gesprächs als eher anstrengend empfunden wurden, statt mit Begeisterung gesehen, dass sich ein Bewerber mit dem Unternehmen auseinandersetzt. Aber das kann natürlich auch täuschen.

Prinzipiell war ich etwas irritiert, dass von den drei Gesprächsteilnehmern nur eine Person das Gespräch (zu 95%) geführt hat. Die Dame aus der HR hätte ich weniger zurückhaltender erwartet.

Mit einer Absage, die nur 3 Tage auf sich warten lies, hatte ich ohnehin schon gerechnet, da mir zu wenige Fragen gestellt / Interesse an meiner Person gezeigt wurde. Es wurde auch nicht wirklich mitgeschrieben. Ich wurde nicht gefragt, ob ich noch andere Gespräche habe/hatte etc.

Hätte man mir keine Absage erteilt, dann hätte ich dies getan. Denn eine Anstellung mit Befristung auf 1 Jahr mit Option auf Verlängerung ist m.E. ein wesentliches Detail, dass definitiv in eine Stellenausschreibung gehört. Laut Aussage der HR kann man sich wohl erst nach einem Jahr wirklich sicher sein, ob man zueinander passt. Ich glaube man findet das relativ schnell heraus, sodass die Probezeit vollkommen ausreichend sein sollte.


Zufriedenstellende Reaktion

Schnelle Antwort

Erwartbarkeit des Prozesses

Professionalität des Gesprächs

Vollständigkeit der Infos

Angenehme Atmosphäre

Wertschätzende Behandlung

Zufriedenstellende Antworten

Erklärung der weiteren Schritte

Zeitgerechte Zu- oder Absage

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