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Rheinmetall
Bewertung

Viel Geld für viel Stress und schlechte Behandlung der Mitarbeitenden

2,5
Nicht empfohlen
Ex-Angestellte/r oder Arbeiter/inHat im Bereich Forschung / Entwicklung bei Rheinmetall Electronics GmbH in Bremen gearbeitet.

Gut am Arbeitgeber finde ich

Die Vergütung.

Schlecht am Arbeitgeber finde ich

Kommunikation, Weiterbildungskultur, Work-Life-Balance

Verbesserungsvorschläge

Der Fokus muss weg vom Projekt-zentrierten hin zu einem Mitarbeiter-zentrierten arbeiten. Rheinmetall behandelt den Mitarbeitenden wie eine Kopfzahl, eine bloße Ressource. Das muss dringend aufhören.

Arbeitsatmosphäre

Arbeitsatmosphäre im Team selbst typischerweise gut.
Arbeitsatmosphäre mit den Vorgesetzten hingegen schlecht. Es herrscht ständiger Termindruck, Überstunden, Urlaubssperren und Wochenendarbeit gehören zu den ersten Mitteln, zu denen die Führung greift. Kritikübende werden schnell untergebuttert und aufs Abstellgleis befördert.

Kommunikation

Die Feedbackgespräche sind ihren Namen nicht wert, da Kritik weder wertgeschätzt, noch weitergegeben, noch gewünscht ist.
Die Matrixorganisation des Unternehmens sorgt für ständige Missverständnisse und Kleinkriege zwischen Projekt- und Linienbelangen.

Kollegenzusammenhalt

Auf den unteren Ebenen ist der Zusammenhalt und die Stimmung des Teams tatsächlich positiv hervorzuheben. Das soziale Gefüge im Entwicklungsteam war immer spannend, offen und angenehm.

Work-Life-Balance

Das Unternehmen zeigt sich von Fall zu Fall vergleichsweise flexibel im Sinne der Work-Life-Balance, allerdings wurden corona-bedingte Flexibilitäten für beispielsweise Home-Office-Regelungen auch ganz schnell wieder gekippt. Überstunden und disziplinarische Gespräche mit denen, die nicht bereit waren ihren Überstundenbeitrag zu leisten, tragen ihr Übriges zu einer schlechten Balance bei.

Vorgesetztenverhalten

Schon über der Ebene des Teams wird eine Druck-Kultur gelebt. Rheinmetall wirbt fälschlicherweise mit "flachen Hierarchien". Stattdessen werden Druckgefüge 1:1 weitergegeben, Urlaubssperren ausgesprochen, disziplinarische Gespräche geführt und Mitarbeitende in Einzelgesprächen gegeneinander ausgespielt und zu Kollegen befragt.
Gute Kollegen, die gehen wollten, wurden nicht zum Bleiben bewegt. Auch von der HR gab es kein Offboarding-Gespräch. Es gibt keine Feedbackkultur.

Interessante Aufgaben

Die Arbeit und die Aufgabenbereiche sind technologisch immer interessant und spannend gewesen.

Umgang mit älteren Kollegen

Langjährige Kollegen werden nicht auf persönlicher Ebene geschätzt und gefördert, sondern durch einen entsprechenden Gehaltsscheck.

Arbeitsbedingungen

Hardware, Ausstattung der Arbeitsplätze und -Räume sind in der Regel gut. Die Krux ist hier wie so häufig die IT-Infrastruktur, insbesondere was Bandbreiten vor Ort und im Homeoffice angeht.

Umwelt-/Sozialbewusstsein

Alle Maßnahmen zum Umweltbewusstsein sind niedrigeren Kosten geschuldet (z.B. Mehrweg in der Kantine, nachdem jemandem aufgefallen ist, dass 500 Styroporboxen pro Tag im Abfall ziemlich teuer werden).

Gehalt/Sozialleistungen

Rheinmetall wird immer sehr gut bezahlen. Inzwischen findet man in der Region vergleichbare Gehälter, trotzdem spielt die Firma immer ganz weit vorne mit.

Karriere/Weiterbildung

Das Thema Weiterbildung wird in verschiedenen Abteilungen sehr unterschiedlich gehandhabt. Ich persönlich habe in dreieinhalb Jahren keine einzige nicht-verpflichtende Weiterbildung erhalten.
Karrieremöglichkeiten sind vorhanden und werden regelmäßig genutzt.


Gleichberechtigung

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