Shell Deutschland Oil GmbH als Arbeitgeber

Kein Firmenlogo hinterlegt

bedenkliche Entwicklung, die man besser erstmal abwarten sollte


2,8
Nicht empfohlen
Ex-Führungskraft / ManagementHat im Bereich Administration / Verwaltung bei Shell Deutschland Oil GmbH in Deutschland gearbeitet.

Gut am Arbeitgeber finde ich

Ich genoss von den etwa 25 Jahren dort ganz sicher 18 Jahre sehr. Viele Chancen, viele Länder, viele Freiheiten.

Schlecht am Arbeitgeber finde ich

Die kommunikativen Fähigkeiten sind stark verbesserungswürdig. Der derzeitige Umbruch ist ungünstig durchgeführt und nicht gut begleitet. Derzeit nicht empfehlenswert.

Verbesserungsvorschläge

1999 wurde in Gelsenkirchen eine Solarfabrik aufgebaut ... und wieder eingestampft. Halbherzig wurde ein wenig an Wasserstoff gebastelt ... nie mit Druck auf dem Kessel. Ansonsten passierte jahrelang nichts. Nun ist er da, der Zugzwang, der Klimawandel, der bröckelnde Lobbyismus und die Panik. Für diese strategischen Managementfehler der Vergangenheit bezahlen die loyalen Angestellten. Eine Re-Positionierung als sauberer Lieferant grüner nachhaltiger Energiekonzepte gelingt nur, wenn investiert wird: in die richtige Führung, das richtige Recruiting, gute Mitarbeiter, Loyalität, Bindung und die hohen ehrbaren Werte, welche aus den guten Peak-Oil Zeiten in Erinnerung sind. So wie das jetzt läuft (Hackordnung, Überlast, nur OpenUniversity), so wird das nichts. Ist aber vielleicht auch Politik?

Arbeitsatmosphäre

Am Standort Hamburg wurde über die letzten Jahre kontinuierlich offshoring und outsourcing betrieben (leider nicht immer gut ausgeführt). Es ist eine zutiefst verunsicherte Rumpf-Mannschaft zurück geblieben, die zum großen Teil von einer recht negativen Stimmung und Energie gefangen ist und abwartend in den Trümmern die Wunden leckt.

Kommunikation

trotz vieler Mühen: nicht immer rechtzeitig, umfänglich und wahr

Kollegenzusammenhalt

Team-abhängig

Work-Life-Balance

Abbau und Verlagerung vieler Tätigkeiten führt zu Überlast bei denen, die zurück blieben und die "Kompetenz-Löcher" der shared service center ausbügeln dürfen.

Vorgesetztenverhalten

Gegen Mobbing oder Karrieristen ohne Sozialkompetenz wird leider zu wenig unternommen.

Interessante Aufgaben

anpassungsfähige Kollegen mit hohem Grad an Flexibilität und Einsatzbereitschaft können es weit bringen

Gleichberechtigung

steht groß in den Hochglanzbroschüren und Image-Papieren. Fakt ist: Frauen verdienen im tariflichen Bereich bei gleicher Aufgabe noch immer etwa 20% weniger, als ihre männlichen Kollegen. Das ist zumindest für die Bereiche wahr, die ich leiten durfte.

Umgang mit älteren Kollegen

Naturgemäß fand der nötige Personalabbau zunächst "sozialverträglich" statt. Daher sind Mitarbeiter über 55 eine wahre Rarität.

Arbeitsbedingungen

hier meine ich Ergonomie am Arbeitsplatz, Licht, Büroräume, Kantine, Sozialräume...

Umwelt-/Sozialbewusstsein

Umwelt: so gut es in der Branche eben geht. Sozial: man ist bemüht. Für beides gilt: so genau schaut man nicht hin, sobald es Aufwand bedeuten würde.

Gehalt/Sozialleistungen

sukzessiver Abbau früher garantierter Sozialleistungen. Viel dem Wandel geschuldet.

Image

Brent Spa, Nigeria und Öl/Gas an sich sind nicht eben Sympathieträger. An sich ist die Firma aber oft besser, als ihr Ruf.

Karriere/Weiterbildung

Karrierechancen: ja! Wenn Du jung und gebildet bist und ein richtiger Beisser, dann kannst Du es hier weit bringen. Weiterbildung: eingedampft auf Online-Kurse und Peer-Learning.