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SIGNAL IDUNA Gruppeals Arbeitgeber

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SIGNAL IDUNA Gruppe Erfahrungsbericht

  • 28.Mai 2019 (Geändert am 15.Juni 2019)
  • Mitarbeiter

Gut zu wissen, dass es hier nur nach Nase geht!

1,77

Arbeitsatmosphäre

Gespräche mit den Mitarbeitern finden selten bis gar nicht statt. Es wird nicht gelobt und auch nicht getadelt. Es macht keinen Unterschied, ob man bis zum Umfallen schuftet, oder den Tag mit Smalltalks verbringt. Vorgesetzte fordern von Mitarbeitern, was sie selbst nicht vorleben. Die Räumlichkeiten waren mal gut, werden aus Kostengründen aber immer schlechter. Mitarbeiter aus den Bereichen Vertrieb und Marketing (hierzu zähle ich das Personalmarketing) verzerren hier oftmals das Bild der Wirklichkeit zugunsten der Signal Iduna. Da es zu ihrem Job gehört, sei ihnen das aber verziehen.

Vorgesetztenverhalten

Für einige wenige gute Vorgesetzte innerhalb der Signal Iduna Gruppe tut mir diese Bewertung leid. Der größte Teil der Führungsebene kann in meinen Augen aber einfach nicht führen: Auf die fehlenden Gespräche bin ich bereits eingegangen. Vorgesetzte leben das erwartete Verhalten größtenteils nicht vor. Damit sind Leitlinien, Leitbilder usw. zum Scheitern verurteilt. Dies wird jedoch nicht erkannt, da man sich mit wissenschaftlichen Ansätzen nicht auseinandersetzt oder der Meinung ist, dass man es besser als die Wissenschaft weiß. Begründet wird das eigene Fehlverhalten mit nicht haltbaren Totschlagargumenten („Das haben wir immer schon so gemacht.“, „Das ist aber überall so.“ oder „Theorie ist Theorie und nicht die Praxis.“), die in der SI leider sehr verbreitet sind. Dass man immer schon etwas falsch/nicht optimal gemacht hat, kann nicht als Begründung dafür dienen, bekannte Fehler weiterhin zu begehen. Wenn Menschen überall denken, dass die Erde eine Scheibe ist, ist sie trotzdem Rund! Und etwas, was in der Theorie funktioniert, funktioniert auch in der Praxis, da sonst die Theorie falsch ist und wichtige Einflussfaktoren nicht berücksichtigt. Leider sehen das die Wenigsten!

Kollegenzusammenhalt

Durch stark ausgeprägte Ungleichbehandlungen entwickelt sich Neid. Dadurch leidet der Kollegenzusammenhalt immer und immer mehr. Jeder ist sich hier selbst der Nächste - pauschal gesprochen.

Interessante Aufgaben

In Zeiten der Digitalisierung und des permanenten Wandels ergeben sich sehr interessante Aufgabengebiete. Durch mangelnde Entscheidungsbefugnis wird das Interesse aber oftmals schnell kaputt gemacht. Dies habe ich schon sehr oft beobachtet. Es hilft nichts, nach flachen Hierarchien zu schreien, wenn man sich dann selbst nicht daran hält!

Kommunikation

Die Kommunikation ist eine absolute Katastrophe. Über Änderungen wird die Belegschaft oftmals viel zu spät informiert. In der Vergangenheit wussten Makler zum Teil vor dem Innendienst, welche Neuerungen es künftig geben wird. Dies zeigt, dass den Führungskräften die Meinung ihrer eigenen Angestellten oftmals völlig egal ist. Dabei wären gerade Rückmeldungen der operativen Ebene durchaus sinnvoll, um bestmögliche Entscheidungen zu treffen. Aber um diese geht es hier gar nicht. Es geht in meinen Augen nur darum, sich selbst zu profilieren. Dabei wird leider ausgeblendet, welche finanzielle Schäden solch ein Verhalten verursacht! Weiterhin ist zu sagen, dass die Kommunikation im Konzern nicht einheitlich ist.

Gleichberechtigung

Mit das Schlechteste an meinem aktuellen Arbeitgeber ist die nicht vorhandene Gleichberechtigung. Karriere lässt sich hier meiner Meinung nach nur über Kontakte machen. Leistung, Wissen und Intelligenz zählen hier nicht. Eignungsdiagnostische Verfahren werden bei Bewerbungen innerhalb des Hauses nicht angewandt. Frauen werden eher belächelt, anstelle sie ernst zu nehmen. Bis zum mittleren Management sind recht viele Frauen vertreten. Doch ab da an sucht man sie vergeblich - es sei denn man ist mit Herrn X oder Y befreundet oder, oder.

Umgang mit älteren Kollegen

Den Umgang mit älteren Kollegen nehme ich als vorbildlich war. Auch altersbedingte Langzeiterkrankungen führen hier nicht gleich zur Kündigung. Ich kann diesen Punkt aber nur bedingt beurteilen, da ich als nicht Betroffener hierauf nur bedingt achte.

Karriere / Weiterbildung

Hierauf bin ich an anderer Stelle schon ausführlich eingegangen: Karriere ist hier nur über Kontakte möglich. Intelligenz, Wissen und Leistung zählen hier nicht oder nur sehr bedingt. Und die Übernahme von immer mehr Verantwortung macht sich nicht bezahlt, sofern man zu den Menschen gehört, die sich gerade machen und nicht alles gutheißen, was die Chefs entschieden haben. Dabei würde gerade diese konstruktive Kritik der SI dabei helfen, noch viel bessere Entscheidung zu treffen. Dies würde aber voraussetzen, dass die Führungskräfte erkennen, dass auch sie nur Menschen sind, die Fehler begehen und mit Wasser kochen (oder kochen lassen).

Gehalt / Sozialleistungen

Das Gehalt wird pünktlich gezahlt und ist für Kollegen, die schon länger dabei sind in Ordnung. Für jüngere Kollegen und Kolleginnen sieht die Sache jedoch anders aus: Mir wurde von sehr jungen Kollegen mitgeteilt, dass diese zu schlechteren Konditionen eingestellt werden, als es die Tarifverträge vorsehen. Da frage ich mich, wozu es Betriebsräte gibt. Aus eigener Erfahrung kann ich sagen, dass man immer mehr Verantwortung übertragen kriegt, das Gehalt jedoch nicht angemessen steigt. Auch hier wird sich in meinen Augen nicht an geltendes Recht gehalten (Stichwort: Eingruppierung nach Versetzung).

Arbeitsbedingungen

Die Arbeitsbedingungen werden immer schlechter. Immer mehr Mitarbeiter müssen auf immer kleinerem Raum zusammenarbeiten. Die Chefs sind hiervon aber natürlich nicht betroffen. Das Lüftungssystem ist auch eine Katastrophe und in meinen Augen ein Zeichen dafür, was bei der SI so alles falsch läuft: Projekte, Maßnahmen usw. werden nichtmal halbherzig geplant. Dadurch kommt es zu Problemen, über die man nur mit dem Kopf schütteln kann. Leider gibt es jetzt ein Modewort, hinter welchem sich inkompetentes Personal verstecken kann: agiles Projektmanagement.

Umwelt- / Sozialbewusstsein

Ein Umweltbewusstsein gibt es hier meiner Meinung nach nicht bzw. das Bewusstsein ist sehr klein! Hier geht es nur ums Geld, nicht um die Natur oder um die Gesellschaft. Die SI denkt nicht weitsichtig genug und schafft sich meiner Meinung nach beispielsweise Elektroautos (— Milchmädchenrechnung, wenn man weiß, wie Akkus produziert werden) an, um das eigene Image zu verbessern. Positiv ist vielleicht zu erwähnen, dass die Kantine fast täglich vegetarisches oder veganes Essen anbieten.

Work-Life-Balance

Die Work-Life-Balance ist bei der Signal Iduna echt gut. Bei der Wahl meiner Arbeitszeit bin ich sehr frei. Urlaubswünsche wurden auch stets genehmigt. Dies könnte jedoch auch ein weiteres Zeichen für die komische Führungskultur innerhalb der Signal Iduna sein. Würde man Urlaubswünsche ablehnen, müsste man schwierige Gespräche führen. Und Mitarbeitergespräche sind bei der Signal Iduna halt die Seltenheit. Da dies aber nur eine Mutmaßung ist, vergebe ich hier 5-Sterne.

Image

Wenn man sich hier die Bewertungen so durchliest, wird das Folgende deutlich: Das gut bezahlte Personal aus den Führungsetagen und die gut bezahlten Mitarbeiter aus den Bereichen Vertrieb und Marketing (hierzu zähle ich das Personalmarketing) verfälschen hier das Image zugunsten der Signal Iduna. Die meisten, normalen Mitarbeiter sind jedoch nur noch am Fluchen und fühlen sich unfair und sehr schlecht behandelt. Diese Mitarbeiter schreiben hier auch ausführliche Rezensionen, während die anderen nur unbegründet viele Sterne vergeben. Glaubhaft sieht anders aus, meine Damen und Herren! Da es aber zu deren Job gehört, sei es ihnen zum Teil verziehen.

Verbesserungsvorschläge

  • Sie sollten mit bewährten eignungsdiagnostischen Verfahren die Kompetenzen der eigenen Führungskräfte überprüfen und diese dann ggf. auswechseln. Die Schlange stinkt nämlich vom Kopf. Viele Führungskräfte wissen nicht, wie man Mitarbeiter korrekt motiviert. Sie müssen qualifizierte Gespräche mit den Mitarbeitern führen. Die Entlohnung muss gerechter werden und muss sich nach den Leistungen, dem Wissen und der Intelligenz der Mitarbeiter richten - und nicht danach, wer sich mit wem gut versteht! Finden sie Wege, den nach Nase-Faktor deutlich zu reduzieren. Lernen Sie, konstruktive Kritik zu schätzen! In Sachen Umweltbewusstsein besteht bei Ihnen auch sehr viel Luft nach oben. Schaffen Sie Wege, papierlos arbeiten zu können! Hören Sie auf qualifiziertes Personal! Dies könnte sie viel Geld sparen, da man dann ggf. keine namenhaften Unternehmensberatungen einladen müsste, die Ihnen oftmals dasselbe sagen, wie es Personen wie ich in der Vergangenheit taten! Sobald ich mit meiner nächsten nebenberuflichen Bildungsmaßnahme fertig bin, werde ich ihren Konzern verlassen. Das finde ich zum Teil sehr Schade, da ich mich lange Zeit sehr wohl bei Ihnen gefüllt habe und das Verbesserungspotenzial in der SI sah. Dies haben Ihre Führungskräfte (alias Vitamin-B-Vettern) aber erfolgreich vernichtet!

Pro

Sie haben mein Gehalt - welches beim Einstieg in ihrem Konzern in Ordnung war, jetzt jedoch trotz besserer Qualifikationen und x-fach größerer Verantwortungsübernahme nicht mehr steigt - bisher immer pünktlich gezahlt. Meinen Urlaubswünschen haben Sie bisher auch immer entsprochen. Wenn ich krank war, hatte ich auch noch nie Probleme und musste bei Kurzzeiterkrankungen nichtmal ein Attest einreichen.

Contra

Das sollte den vorherigen Punkten eindeutig zu entnehmen sein. Finden Sie Wege, den nach Nase-Faktor deutlich zu reduzieren und Positionen mit den dafür am besten geeignetsten Personen zu bekleiden. Eigene Erfahrungen sind ein zu subjektives Kriterium! Und hören Sie auf, sich von Anglizismen blenden zu lassen! „Viele Worte und wenig Inhalt“ ist ein Spruch, der bei Ihnen wie die Faust aufs Auge passt!

Arbeitsatmosphäre
1,00
Vorgesetztenverhalten
1,00
Kollegenzusammenhalt
2,00
Interessante Aufgaben
3,00
Kommunikation
2,00
Gleichberechtigung
1,00
Umgang mit älteren Kollegen
3,00
Karriere / Weiterbildung
1,00
Gehalt / Sozialleistungen
2,00
Arbeitsbedingungen
1,00
Umwelt- / Sozialbewusstsein
2,00
Work-Life-Balance
3,00
Image
1,00

Folgende Benefits wurden mir geboten

flex. Arbeitszeit wird geboten Homeoffice wird geboten Kantine wird geboten Essenszulagen wird geboten Barrierefreiheit wird geboten Betriebsarzt wird geboten Coaching wird geboten gute Verkehrsanbindung wird geboten Mitarbeiterrabatte wird geboten Mitarbeiterevents wird geboten
  • Firma
    SIGNAL IDUNA Gruppe
  • Stadt
    Hamburg
  • Jobstatus
    Aktueller Job
  • Position/Hierarchie
    Angestellte/r - Arbeiter/in
  • Unternehmensbereich
    Administration / Verwaltung