SIGNAL IDUNA Gruppe als Arbeitgeber

SIGNAL IDUNA Gruppe

Gut zu wissen, dass es hier nur nach Nase geht!

1,8
Nicht empfohlen
Angestellte/r oder Arbeiter/inHat zum Zeitpunkt der Bewertung im Bereich Administration / Verwaltung bei SIGNAL IDUNA Gruppe in Hamburg gearbeitet.

Gut am Arbeitgeber finde ich

Sie haben mein Gehalt - welches beim Einstieg in ihrem Konzern in Ordnung war, jetzt jedoch trotz besserer Qualifikationen und x-fach größerer Verantwortungsübernahme nicht mehr steigt - bisher immer pünktlich gezahlt. Meinen Urlaubswünschen haben Sie bisher auch immer entsprochen. Wenn ich krank war, hatte ich auch noch nie Probleme und musste bei Kurzzeiterkrankungen nichtmal ein Attest einreichen.

Schlecht am Arbeitgeber finde ich

Das sollte den vorherigen Punkten eindeutig zu entnehmen sein. Finden Sie Wege, den nach Nase-Faktor deutlich zu reduzieren und Positionen mit den dafür am besten geeignetsten Personen zu bekleiden. Eigene Erfahrungen sind ein zu subjektives Kriterium! Und hören Sie auf, sich von Anglizismen blenden zu lassen! „Viele Worte und wenig Inhalt“ ist ein Spruch, der bei Ihnen wie die Faust aufs Auge passt!

Verbesserungsvorschläge

Sie sollten mit bewährten eignungsdiagnostischen Verfahren die Kompetenzen der eigenen Führungskräfte überprüfen und diese dann ggf. auswechseln. Die Schlange stinkt nämlich vom Kopf. Viele Führungskräfte wissen nicht, wie man Mitarbeiter korrekt motiviert. Sie müssen qualifizierte Gespräche mit den Mitarbeitern führen. Die Entlohnung muss gerechter werden und muss sich nach den Leistungen, dem Wissen und der Intelligenz der Mitarbeiter richten - und nicht danach, wer sich mit wem gut versteht! Finden sie Wege, den nach Nase-Faktor deutlich zu reduzieren. Lernen Sie, konstruktive Kritik zu schätzen! In Sachen Umweltbewusstsein besteht bei Ihnen auch sehr viel Luft nach oben. Schaffen Sie Wege, papierlos arbeiten zu können! Hören Sie auf qualifiziertes Personal! Dies könnte sie viel Geld sparen, da man dann ggf. keine namenhaften Unternehmensberatungen einladen müsste, die Ihnen oftmals dasselbe sagen, wie es Personen wie ich in der Vergangenheit taten!
Sobald ich mit meiner nächsten nebenberuflichen Bildungsmaßnahme fertig bin, werde ich ihren Konzern verlassen. Das finde ich zum Teil sehr Schade, da ich mich lange Zeit sehr wohl bei Ihnen gefüllt habe und das Verbesserungspotenzial in der SI sah. Dies haben Ihre Führungskräfte (alias Vitamin-B-Vettern) aber erfolgreich vernichtet!

Arbeitsatmosphäre

Gespräche mit den Mitarbeitern finden selten bis gar nicht statt. Es wird nicht gelobt und auch nicht getadelt. Es macht keinen Unterschied, ob man bis zum Umfallen schuftet, oder den Tag mit Smalltalks verbringt. Vorgesetzte fordern von Mitarbeitern, was sie selbst nicht vorleben. Die Räumlichkeiten waren mal gut, werden aus Kostengründen aber immer schlechter. Mitarbeiter aus den Bereichen Vertrieb und Marketing (hierzu zähle ich das Personalmarketing) verzerren hier oftmals das Bild der Wirklichkeit zugunsten der Signal Iduna. Da es zu ihrem Job gehört, sei ihnen das aber verziehen.

Kommunikation

Die Kommunikation ist eine absolute Katastrophe. Über Änderungen wird die Belegschaft oftmals viel zu spät informiert. In der Vergangenheit wussten Makler zum Teil vor dem Innendienst, welche Neuerungen es künftig geben wird. Dies zeigt, dass den Führungskräften die Meinung ihrer eigenen Angestellten oftmals völlig egal ist. Dabei wären gerade Rückmeldungen der operativen Ebene durchaus sinnvoll, um bestmögliche Entscheidungen zu treffen. Aber um diese geht es hier gar nicht. Es geht in meinen Augen nur darum, sich selbst zu profilieren. Dabei wird leider ausgeblendet, welche finanzielle Schäden solch ein Verhalten verursacht! Weiterhin ist zu sagen, dass die Kommunikation im Konzern nicht einheitlich ist.

Kollegenzusammenhalt

Durch stark ausgeprägte Ungleichbehandlungen entwickelt sich Neid. Dadurch leidet der Kollegenzusammenhalt immer und immer mehr. Jeder ist sich hier selbst der Nächste - pauschal gesprochen.

Work-Life-Balance

Die Work-Life-Balance ist bei der Signal Iduna echt gut. Bei der Wahl meiner Arbeitszeit bin ich sehr frei. Urlaubswünsche wurden auch stets genehmigt. Dies könnte jedoch auch ein weiteres Zeichen für die komische Führungskultur innerhalb der Signal Iduna sein. Würde man Urlaubswünsche ablehnen, müsste man schwierige Gespräche führen. Und Mitarbeitergespräche sind bei der Signal Iduna halt die Seltenheit. Da dies aber nur eine Mutmaßung ist, vergebe ich hier 5-Sterne.

Vorgesetztenverhalten

Für einige wenige gute Vorgesetzte innerhalb der Signal Iduna Gruppe tut mir diese Bewertung leid. Der größte Teil der Führungsebene kann in meinen Augen aber einfach nicht führen: Auf die fehlenden Gespräche bin ich bereits eingegangen. Vorgesetzte leben das erwartete Verhalten größtenteils nicht vor. Damit sind Leitlinien, Leitbilder usw. zum Scheitern verurteilt. Dies wird jedoch nicht erkannt, da man sich mit wissenschaftlichen Ansätzen nicht auseinandersetzt oder der Meinung ist, dass man es besser als die Wissenschaft weiß. Begründet wird das eigene Fehlverhalten mit nicht haltbaren Totschlagargumenten („Das haben wir immer schon so gemacht.“, „Das ist aber überall so.“ oder „Theorie ist Theorie und nicht die Praxis.“), die in der SI leider sehr verbreitet sind. Dass man immer schon etwas falsch/nicht optimal gemacht hat, kann nicht als Begründung dafür dienen, bekannte Fehler weiterhin zu begehen. Wenn Menschen überall denken, dass die Erde eine Scheibe ist, ist sie trotzdem Rund! Und etwas, was in der Theorie funktioniert, funktioniert auch in der Praxis, da sonst die Theorie falsch ist und wichtige Einflussfaktoren nicht berücksichtigt. Leider sehen das die Wenigsten!

Interessante Aufgaben

In Zeiten der Digitalisierung und des permanenten Wandels ergeben sich sehr interessante Aufgabengebiete. Durch mangelnde Entscheidungsbefugnis wird das Interesse aber oftmals schnell kaputt gemacht. Dies habe ich schon sehr oft beobachtet. Es hilft nichts, nach flachen Hierarchien zu schreien, wenn man sich dann selbst nicht daran hält!

Gleichberechtigung

Mit das Schlechteste an meinem aktuellen Arbeitgeber ist die nicht vorhandene Gleichberechtigung. Karriere lässt sich hier meiner Meinung nach nur über Kontakte machen. Leistung, Wissen und Intelligenz zählen hier nicht. Eignungsdiagnostische Verfahren werden bei Bewerbungen innerhalb des Hauses nicht angewandt. Frauen werden eher belächelt, anstelle sie ernst zu nehmen. Bis zum mittleren Management sind recht viele Frauen vertreten. Doch ab da an sucht man sie vergeblich - es sei denn man ist mit Herrn X oder Y befreundet oder, oder.

Umgang mit älteren Kollegen

Den Umgang mit älteren Kollegen nehme ich als vorbildlich war. Auch altersbedingte Langzeiterkrankungen führen hier nicht gleich zur Kündigung. Ich kann diesen Punkt aber nur bedingt beurteilen, da ich als nicht Betroffener hierauf nur bedingt achte.

Arbeitsbedingungen

Die Arbeitsbedingungen werden immer schlechter. Immer mehr Mitarbeiter müssen auf immer kleinerem Raum zusammenarbeiten. Die Chefs sind hiervon aber natürlich nicht betroffen. Das Lüftungssystem ist auch eine Katastrophe und in meinen Augen ein Zeichen dafür, was bei der SI so alles falsch läuft: Projekte, Maßnahmen usw. werden nichtmal halbherzig geplant. Dadurch kommt es zu Problemen, über die man nur mit dem Kopf schütteln kann. Leider gibt es jetzt ein Modewort, hinter welchem sich inkompetentes Personal verstecken kann: agiles Projektmanagement.

Umwelt-/Sozialbewusstsein

Ein Umweltbewusstsein gibt es hier meiner Meinung nach nicht bzw. das Bewusstsein ist sehr klein! Hier geht es nur ums Geld, nicht um die Natur oder um die Gesellschaft. Die SI denkt nicht weitsichtig genug und schafft sich meiner Meinung nach beispielsweise Elektroautos (— Milchmädchenrechnung, wenn man weiß, wie Akkus produziert werden) an, um das eigene Image zu verbessern. Positiv ist vielleicht zu erwähnen, dass die Kantine fast täglich vegetarisches oder veganes Essen anbieten.

Gehalt/Sozialleistungen

Das Gehalt wird pünktlich gezahlt und ist für Kollegen, die schon länger dabei sind in Ordnung. Für jüngere Kollegen und Kolleginnen sieht die Sache jedoch anders aus: Mir wurde von sehr jungen Kollegen mitgeteilt, dass diese zu schlechteren Konditionen eingestellt werden, als es die Tarifverträge vorsehen. Da frage ich mich, wozu es Betriebsräte gibt. Aus eigener Erfahrung kann ich sagen, dass man immer mehr Verantwortung übertragen kriegt, das Gehalt jedoch nicht angemessen steigt. Auch hier wird sich in meinen Augen nicht an geltendes Recht gehalten (Stichwort: Eingruppierung nach Versetzung).

Image

Wenn man sich hier die Bewertungen so durchliest, wird das Folgende deutlich: Das gut bezahlte Personal aus den Führungsetagen und die gut bezahlten Mitarbeiter aus den Bereichen Vertrieb und Marketing (hierzu zähle ich das Personalmarketing) verfälschen hier das Image zugunsten der Signal Iduna. Die meisten, normalen Mitarbeiter sind jedoch nur noch am Fluchen und fühlen sich unfair und sehr schlecht behandelt. Diese Mitarbeiter schreiben hier auch ausführliche Rezensionen, während die anderen nur unbegründet viele Sterne vergeben. Glaubhaft sieht anders aus, meine Damen und Herren! Da es aber zu deren Job gehört, sei es ihnen zum Teil verziehen.

Karriere/Weiterbildung

Hierauf bin ich an anderer Stelle schon ausführlich eingegangen: Karriere ist hier nur über Kontakte möglich. Intelligenz, Wissen und Leistung zählen hier nicht oder nur sehr bedingt. Und die Übernahme von immer mehr Verantwortung macht sich nicht bezahlt, sofern man zu den Menschen gehört, die sich gerade machen und nicht alles gutheißen, was die Chefs entschieden haben. Dabei würde gerade diese konstruktive Kritik der SI dabei helfen, noch viel bessere Entscheidung zu treffen. Dies würde aber voraussetzen, dass die Führungskräfte erkennen, dass auch sie nur Menschen sind, die Fehler begehen und mit Wasser kochen (oder kochen lassen).

Arbeitgeber-Kommentar

Siri JahnkeReferentin Unternehmenskommunikation

Guten Tag,

vielen Dank, dass Sie sich die Zeit genommen haben ein solch ausführliches Feedback zu schreiben. Ihre offenen und kritischen Worte sind uns wichtig, denn nur so können wir uns verbessern und weiterentwickeln. Ich bedauere es, dass Sie sich als Mitarbeiter des Unternehmens nicht darin bestärkt fühlen sich einzubringen und sogar das Gefühl haben, dass Ihre Meinung nicht erwünscht ist.
Trotz allem freut es mich aber, dass Sie die Work-Life-Balance bei der SIGNAL IDUNA Gruppe schätzen und den Umgang mit älteren Kollegen als vorbildlich ansehen.
Außerdem können wir Ihnen versichern, dass keine Systematik existiert, das Image positiv oder negativ zu beeinflussen. Jede Bewertung ist freiwillig und wertvoll für eine offene und ehrliche Unternehmenskultur.
Uns ist klar, dass Sie diesen Weg des anonymen Feedbacks bewusst gewählt haben. Wenn Sie sich dennoch weiter mit uns austauschen möchten, können Sie mich gerne über die folgende E-Mailadresse (siri.jahnke@signal-iduna.de) kontaktieren.

Beste Grüße