talk2move als Arbeitgeber

talk2move

Tolle Idee, schlecht umgesetzt

1,8
Nicht empfohlen
Ex-Angestellte/r oder Arbeiter/inHat im Bereich Personal / Aus- und Weiterbildung bei Talk2Move Fundraising GmbH in Deutschland gearbeitet.

Gut am Arbeitgeber finde ich

Das er es schafft soviel Profit zu machen, obwohl die Methoden so fragwürdig sind. Mir wurde das bezahlungssystem zwar erklärt aber ich finde es dennoch fragwürdig wie man mit Entwicklungshilfe und Spenden soviel Geld machen kann

Schlecht am Arbeitgeber finde ich

Das die fundraiser so austauschbar sind, man sucht Leute für Studenten oder ferienjobs und ist garnicht gewillt sie für lange Zeit zu behalten

Verbesserungsvorschläge

Betriebsrat einführen, für Extraarbeit bezahlen, die Leute nicht so unter Druck setzen, auch die Passanten weniger unterdrücken setzen diese sogenannten "idealismusschellen" sind nichts weiter als emotionale Erpressung

Arbeitsatmosphäre

Man bekommt 8 Stunden bezahlt, arbeitet aber eigentlich mehr als 10 Stunden am Tag. Man bekommt Druck, wenn man nicht genügend Leute "überzeugt", würde es der Hilfsorganisation schaden.

Kommunikation

Man selbst kennt nur den Teamleiter, der gibt einem Feedback und schult einen, wenn der Teamleiter dann aber selbst permanent besoffen und bekifft ist, kann man sich das Feedback nur schwer zu Herzen nehmen

Kollegenzusammenhalt

Man muss ja irgendwie miteinander auskommen, man lebt nämlich gezwungener Massen zusammen. Zusammenhalt besteht dann, wenn Frischfleisch kommt und man sich drum "kümmert" oder wenn die zahlen nicht stimmen, dann ist man plötzlich eine Familie und schafft alles zusammen. Ansonsten eher Mittel zum Zweck. Denn mit schlechter Laune lässt sich dieser Job nicht aushalten

Work-Life-Balance

Man arbeitet 6 Tage die Woche, der Sonntag gilt als freier Tag, man muss aber an diesem tag die Stadt wechsel, die neue Unterkunft beziehen, neue Mitarbeiter abholen und bis abends schulung machen, alles unbezahlt

Vorgesetztenverhalten

Ich habe bisher zwei coaches kennengelernt, sehr herablassend. Haben mir das Gefühl gegeben ich müsse mir ihre Anerkennung verdienen. Der eine hat mich auch etwas angegrabbelt, bin aber nicht weiter drauf eingegangen, er arbeitet da jetzt wohl auch nicht mehr

Interessante Aufgaben

Man trifft viele neue Menschen, entwickelt sich selbst weiter. Fundraisen an sich hat mir gut gefallen, nur die Arbeitsbedingungen bei t2m waren unterste schublade

Gleichberechtigung

Ich hatte überwiegend männliche Teamleiter, auch die coaches waren überwiegend männlich. Die Bezahlung für Männer und Frauen ist gleich.

Umgang mit älteren Kollegen

Es gab nur Menschen zwischen 18 und 25 in den Teams in den ich war. Ich glaube ältere Leute würden nicht unter solchen Bedingungen arbeiten wollen

Arbeitsbedingungen

Man steht bei wind und wetter draußen, für den Schnitt steht.man auch gerne mal länger. Schulungen werden sonntags abends und nach Feierabend gemacht, auch gern mal bis spät in die Nacht. Es gibt keine freien Tage außer den angeblich freien Sonntag. Man muss unter Druck arbeiten Vorgaben ist mindestens alle 2 Stunden jemanden dazu zu gewinnen. Wenn man das nicht schafft sagen die Teamleiter, " es liegt nie am Standplatz oder an den Passanten, es liegt immer bei einem selbst", so pflanzt man einem Unbehagen in den Kopf und wenn Leute die Ergebnisse nicht liefern und gekündigt werden "Aufhebungsvertrag" (keine echte Kündigung, somit hat die Person keinen Anspruch auf arbeitslosengeld), begründet man das damit, dass die Hilfsorganisation sonst minus machen würde, was wenig Sinn macht.

Umwelt-/Sozialbewusstsein

Mitarbeiter an sich sind meistens sehr bewusst. Ansonsten achtet t2m nicht auf Nachhaltigkeit, die Autos sind spritfresser von sixt, die giveaways sind Made in China und ansonsten gibt es auch keine Vorgaben diesbezüglich

Gehalt/Sozialleistungen

Zur coronazeit haben wir alle noch unsere restlichen Tage mit mindestlohn vergütet bekommen, es gab nur Kurzarbeitergeld für die im Büro, grade Teamleiter arbeiten sehr viel, man begründet jede extraarbeit mit der guten Bezahlung, aber jeder der schonmal nen seriösen Job hatte, merkt relativ schnell, dass er nicht angemessen vergütet wird. Es gibt keine Lohnfortzahlung im Krankheitsfall, also es gibt nur Geld wenn man in der Fußgängerzone steht, kein Anspruch auf Urlaubsgeld, keine elternzeit

Image

Mir selbst ist nichts passiert. Aber es gibt über die coaches viele Geschichten wie sie ihre Macht Frauen gegenüber missbraucht haben, einige Frauen hab ich auch kennengelernt. Auch Teamleiter nutzen ihre Position oft aus, sie räumen nicht mit auf, putzen nicht, lassen sich bedienen etc pp. Einer der beste Sätze dort "wer a sagt, muss auch Aufhebungsvertrag sagen können"

Karriere/Weiterbildung

Wer gute Zahlen liefert darf sich alles erlauben und steigt auch schnell auf. Ein coach meinte mal zu mir "wer schreibt, der bleibt". Es gibt vereinsschulungen die gratis sind