Stürmische Zeiten
Gut am Arbeitgeber finde ich
Gute Hardware, Betriebliche Altersvorsorge, Deutschlandticket
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Manche der kürzlich hier geschriebenen Bewertungen sind ziemlich hart, stellenweise vielleicht auch etwas übertrieben. Sie sind aber die Quittung für das monatelange Ignorieren der Stimmung im eigenen Unternehmen.
Die Stimmung in der Firma nähert sich dem Tiefpunkt an. Jahrelang herrschte eine Kultur von Verbundenheit und Vertrauen. Zahlreiche hochqualifizierte und loyale Menschen, welche die Kultur maßgeblich geprägt haben, sind inzwischen gegangen. Diese Entwicklung war bereits vor Monaten absehbar, wurde aber scheinbar nicht ernst genommen bzw. ignoriert. Und nein, diese Menschen gehen nicht, weil ihnen die Bereitschaft zur Veränderung fehlt!
Ich war immer stolz darauf, bei tecRacer zu arbeiten und bin jederzeit bereit, diese Bewertung anzupassen, wenn sich die Dinge zum Guten verändern. Bisher sehe ich aber leider wenig optimistisch in die Zukunft, so wie viele andere KollegInnen auch.
Verbesserungsvorschläge
Endlich wieder ins direkte und offene Gespräch mit den Angestellten gehen.
Spürbare Investitionen in Mitarbeiter und Kultur.
Arbeitsatmosphäre
Zum Einstieg der Investoren wurde schon viel gesagt. Ich hatte große Hoffnungen in die Partnerschaft gesteckt, denn es gab in der Tat strategische und operative Schwächen. Aber anstelle von sinnvoller, strategischer Lenkung und Investements in die Menschen wird jetzt nur noch im Corporate-Sprech geredet und Sparprogramme verhängt. Nichtmal eine persönliche Vorstellung in den Teams hat stattgefunden.
Kommunikation
Die Geschäftsführung ist um einen stetigen Informationsaustausch bemüht. Die Transparenz hat trotzdem stark nachgelassen. Es wird sich hinter Powerpoint-Folien versteckt, statt einfach mal das offene und kontroverse Gespräch mit der Belegschaft zu suchen.
Kollegenzusammenhalt
Nahezu alle Investitionen in den Zusammenhalt der Firma wurden zusammengespart. Die jährliche Firmenreise (ein Highlight für jeden und nicht unüblich in der Branche) wurde gestrichen, stattdessen gibt es ein Sales-Event. Hospitationen oder Schulungen an anderen Standorten gibt es auch nicht mehr. Büros werden abgekündigt bzw. verkleinert.
tecRacer war immer als Arbeit- und Auftraggeber geschätzt aufgrund der Menschen, die hier arbeiten. Jetzt sind nicht mehr genug Leute da, welche die Kultur wieder aufbauen können oder wollen. Ich kenne niemanden, der sich nicht Gedanken um seine Zukunft in der Firma macht.
Work-Life-Balance
Man kann immer viel meckern, aber die Work-Life-Balance ist für ein Consulting-Unternehmen gut.
Vorgesetztenverhalten
Die Teamleiter versuchen, ihre Teams so gut wie möglich einzubinden. Leider werden auch sie oft durch die GF vor vollendete Tatsachen gestellt. Direkte Kommunikation zwischen Top-Management und Angestellten findet gar nicht mehr statt. Ein Mitglied der GF fällt besonders durch impulsive und unsensible Kommentare auf. Scheinbar haben noch nicht alle verstanden, wie schlecht die Stimmung wirklich ist.
Interessante Aufgaben
Grundsätzlich gibt es noch immer interessante Aufgaben, es findet allerdings kaum noch fachlicher Austausch statt. Kaum jemand geht noch die "Extra Meile". In den letzten Monaten wurde zusätzlich der Fokus extrem auf KI gelegt. Eine wirklich konkrete (!) Strategie für die Zukunft vermissen viele bis heute.
Arbeitsbedingungen
Die Ausstattung mit Hardware ist gut. Die Büros sind etwas in die Jahre gekommen, Modernisierungsprogramme wurden gestoppt. Mental Health Programme wurden auch gestrichen.
Gehalt/Sozialleistungen
Hierzu wurde in anderen Bewertungen schon genug gesagt.
Image
Das Image war jahrelang gut bis sehr gut. Mittlerweile fragt man sich, wofür tecRacer eigentlich steht. Es reicht nicht aus, sich einfach nur über seine Partnerschaft mit dem größten Hyperscaler zu definieren, das ist keine Strategie.
Karriere/Weiterbildung
Weiterbildung gibt es zur Zeit nicht. Jahrelang wurden vergeblich konkrete und branchenübliche Entwicklungsmöglichkeiten gefordert.

