Als Überbrückung oder als Wiedereinstieg geeignet
Gut am Arbeitgeber finde ich
Pünktliche Zahlung des Gehaltes. Einfacher, unkomplizierter Bewerbungsprozess.
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Wie schon oben beschrieben: viel zu viele Ware in den Filialen.
Verbesserungsvorschläge
Die Fülle an Warenmengen stark reduzieren. Da kommen jede Woche mehrere große Paletten mit Waren inden Filialen an, obwohl die Regale noch prall gefüllt sind. Und die Mitarbeiter haben das Gefühl, in dieser Flut zu ersticken, weil sie diese Fülle an Waren oft gar nicht sinnvoll einsortieren können. Kein Platz in den Regalen. Das raubt extrem viel Kraft und Nerven und stresst zusätzlich, weil die Paletten innerhalb kürzester Zeit verräumt sein müssen.
Arbeitsatmosphäre
In meinem Team hatten wir eine gute Arbeitsatmosphäre durch gute Zusammenarbeit.
Kommunikation
Die Kommunikation war immer sehr gut. Innerhalb kurzer Zeit hatte ich einen guten Draht zur Teamleitung und zu den Kollegen entwickeln können.
Kollegenzusammenhalt
Ich empfand den Zusammenhalt als sehr gut. Positiver Umgang miteinander.
Work-Life-Balance
Work-Life-Balance war für mich aufgrund der Arbeitszeiten sehr schwierig. Ich habe 30 Stunden pro Woche gearbeitet. Der Dienstplan war sehr stressig durch die vielen Wechsel zwischen Früh und Spät. Es gab keinen regelmäßigen Plan. So war ich z. B. an einem Tag in der Frühschicht von 8.30 Uhr bis 15.15 Uhr in der Filiale und am nächsten Tag in der Spätschicht von 13.45 Uhr bis 20.30 Uhr. Am übernächsten Tag wieder Frühschicht, dann wieder Spätschicht. Und durch Personalmangel bedingt gab es auch etliche Tage mit Einsatz von 8.30 Uhr bis 20.30 Uhr - mit zwei Stunden Pause dazwischen. Hinzu kamen bei mir noch jeweils 60 Minuten Fahrt zur Arbeit und zurück, so dass ich nach der Spätschicht nie vor 21.30 Uhr zu Hause war. Dieser Wechsel und diese Zeiten haben mich viel Kraft gekostet. Und ein freier Tag in der Woche als Ausgleich für Arbeit am Samstag sorgte dann auch nicht wirklich für Erholung.
Vorgesetztenverhalten
Teamleitung und Bezirksleitung erlebte ich immer als sehr wertschätzend.
Interessante Aufgaben
Meine Arbeit bestand meistens aus der Kombination Kasse und Warenverräumung. Bei beiden Aufgabenbereichen ist höchste Konzentration gefragt, um exakt und zügig zu arbeiten. An der Kasse war der Umgang mit den unterschiedlichen Kunden interessant und manchmal auch sehr herausfordernd. Gefreut habe ich mich immer, wenn ich Kunden gut weiterhelfen konnte.
Gleichberechtigung
Ich als ältere Wiedereinsteigerin empfand die Chancen auf berufliche Weiterentwicklung immer als sehr fair. Ich selbst habe mich aber dagegen entschieden, z. B. eine Position als Teamleitung anzustreben.
Umgang mit älteren Kollegen
In meinem Team habe ich mich als Ältere (bin Mitte 50) sehr wohl gefühlt. Meine persönliche Herausforderung bestand eher darin, bei der Warenverräumung in Schnelligkeit und "Sportlichkeit" mit den jüngeren Kolleginnen und Kollegen mithalten zu können. Ich bin in meinem Alter nicht mehr ganz so fit, aber ein Nachteil in der Arbeit war das nie.
Arbeitsbedingungen
Die Arbeitsbedingungen empfand ich aufgrund der Regelung durch das Arbeitszeitgesetz als nicht gut. Pausen gibt es erst bei mehr als 6 Stunden Arbeit pro Tag. Und 6 Stunden ohne Pause permanent an Kasse und in der Warenverräumung aktiv sein zu müssen, hat mich so sehr geschlaucht, dass ich mich zur Kündigung entschlossen habe. Da spüre ich einfach mein Alter und dass ich als Ältere einfach öfters mal eine kleine Pause brauche - mal eine Kleinigkeit essen zum Beispiel. Eine Flasche mit Mineralwasser hatte ich aber immer dabei. Trinken war gestattet.
Umwelt-/Sozialbewusstsein
Extrem viel Verpackungsmüll und viel zu viele Waren in der Filiale, die qualitativ eher kurzlebig sind.
Gehalt/Benefits
Entlohnung knapp über Mindestlohn.
Image
Beim Image erlebte ich zwei verschiedene Welten: Viele Kunden schätzen das Sortiment sehr und kommen gerne in die Filialen. Für mich selbst hat sich die Sicht auf das Sortiment verändert. Ich sehe jetzt vieles kritischer als vorher (Stichwort Work-Life-Balance und Sortiment). Und auch die extreme Masse an Waren in den Filialen nehme ich jetzt viel deutlicher negativ war als zuvor.
Karriere/Weiterbildung
Die Karriere-Chancen schätze ich als gut ein. Wenn jemand z. B. Teamleiter werden möchte, dann ist das realistisch möglich, zumal TEDi stark expandiert. Was jedoch viel wichtiger wäre, sind Schulungen für die Arbeit im Verkauf, z. B. Umgang und Kommunikation mit Kunden, Deeskalation in schwierigen Situationen, Kassentraining und anderes mehr. Solche Schulungen gab es gar nicht, obwohl diese gerade für das Image nach außen sehr hilfreich wären.