Tesla und IG-Metall gemeinsam gegen Beschäftigte
Arbeitsatmosphäre
Nächstes Update:
Wie das Handelsblatt darstellt beschäftigt sich die IG-Metall bei Tesla vor allem mit der Farbe von Müsliriegeln, statt Arbeitsschutzverstößen nachzugehen.
Auch die neuerlichen Veröffentlichungen zu vermeintlichen Auseinandersetzungen zwischen IG-Metall und Tesla sind Quatsch.
IG-Metall-Betriebsräte und Management verabreden sich dort gemeinsam die zuständigen Behörden über Arbeitsschutzverstöße anzulügen.
Update:
Ein ehemaliger Kollege hat mir davon berichtet wie einer der "Hausbesuche" auch in meiner alten Abteilung durchgeführt wurde, über die so viel berichtet wird.
Ein Kollege hat einem anderen aus der Fabrik ein Zimmer in seiner Wohnung untervermietet und als dieser sich krankgemeldet hat, um in der Zeit für ihn das Zimmer instand zu setzen, hat dieser Kollege dem er das Zimmer gegeben hat ihn für das Blaumachen verpetzt, was man dann zum Anlass genommen hat ihn mal zu besuchen.
Das "Blaumachen" muss man nicht befürworten, aber solche Vorgänge deuten halt an wie der Umgang bei Tesla ist.
Man gibt einem Kollegen bei Tesla einen Platz zum Schlafen und der bedankt sich damit einen zu verpfeifen, um vor der Personalabteilung und Vorgesetzten gut auszusehen.
Kollegenzusammenhalt
Als die Produktion mit den vielen Neueinstellungen hochgefahren wurde war die Stimmung sehr enthusiastisch und alle waren gute Kumpels. Auch ich habe mich über den damals für mich hervorragenden Job gefreut und war sehr engagiert dabei.
Das hat sich in einem unfassbaren Tempo dahin gewandelt, dass man sich untereinander nur noch gegenseitig schikaniert.
Es gibt sehr scharfe ethnische Gruppenbildung. Man schiebt sich gegenseitig Arbeit zu, spioniert sich aus, macht sich voreinander wichtig - solche Dinge eben.
Es ist dringend zu empfehlen vor den Kollegen nichts privates von sich preiszugeben und sich grundsätzlich nicht mit anderen über irgendetwas als die gerade durchzuführende Aufgabe zu unterhalten.
Es ist ebenfalls nicht zu empfehlen gute Leistungen zu erbringen.
Die Vorgesetzten und Mitarbeiter in besseren Positionen sind üblicherweise äußerst Leistungsschwach, nehmen jeden der auch ohne große Anstrengung bessere Ergebnisse erzielt als Konkurrenz wahr und fahren dann auf diese nieder.
Work-Life-Balance
Als Produktionsarbeiter kann man regulär seine vertraglich vereinbarten Stunden abarbeiten und dann gehen. Das ist auch dringend zu empfehlen, da sich freiwillige zusätzliche Arbeit für das Unternehmen ohnehin nicht lohnt.
Vorgesetztenverhalten
Neben den anderen Kollegen lieben vor allem Vorgesetzte und Personaler es völlig abstruse Machtspiele zu spielen, um sich wichtig zu fühlen. Es ist bizarr.
Das geht soweit, dass auch ärztlich attestierte Krankmeldungen nach einer Operation für noch blutende Mitarbeiter 'abgelehnt' werden.
Die dahingehenden Medienberichte sind korrekt.
Worüber dabei üblicherweise nicht berichtet wird ist, dass auch Betriebsräte der IG-Metall dieses Verhalten decken, indem sie die zuständige Behörde bei Meldung über solche Vorgänge belügen.
Die Auseinandersetzung zwischen Tesla und der IG-Metall ist geschauspielert.
Gleichberechtigung
Die ethnische Gruppenbildung funktioniert etwa folgendermaßen:
In der Produktion hat man, wie in Berlin üblich, eine wesentlich türkisch und arabisch geprägte muslimische Gruppe, deren Proponenten sich nicht nur durch eine feindliche Einstellung den deutschen, afrikanischen und osteuropäischen Kollegen gegenüber auszeichnen, sondern teilweise auch Muslimen selbst gegenüber feindlich werden, wenn irgendwelche religiösen oder offenbar auch politischen Einstellungen ihnen nicht gefallen.
So hatte eine persische ehemalige Muslimin an meiner Anlage panische Angst davor was mit ihr geschehe wenn die Kollegen rausfinden, dass sie zum Christentum konvertiert ist.
Die Polen und Osteuropäer leisten individuell die meiste und schwerste Arbeit und werden dafür fast vollständig bei Beförderungen übergangen.
In meinem Beschäftigungszeitraum haben die Deutschen nach und nach das Unternehmen verlassen. Das dürfte daran liegen, dass die üblicherweise besser ihre Rechte als Arbeitnehmer kennen und sie, wenn sie sich gegen die Behandlung wehren, relativ schnell aus dem Unternehmen komplementiert werden.
Vor diesem Hintergrund ist das Engagement des Unternehmenschefs für die AfD bemerkenswert.
Arbeitsbedingungen
Die physiologischen Arbeitsbedingungen an den Maschinen als solche sind hervorragend. Zu unterschiedlichen Zeiten kann die Arbeit äußerst anstrengend sein, speziell wenn man, wie ich, über lange Zeiträume 50 - 60 Stunden-Wochen fährt.
Zumindest in den Anfangszeiten, beim Hochlauf der Produktion, hat man sich noch größte Mühe gegeben die schwere und temporeiche Arbeit mit guten Bedingungen und freundlicher Zusammenarbeit zu unterstützen.
Die freundliche Zusammenarbeit gibt es nicht mehr, aber nicht wenige weitere günstige Bedingungen wie kostenlosen Kaffee, Obstkiste, Hocker, etc. gab es zumindest bis ich ausgeschieden bin noch.
Es ist nicht auszuschließen, dass diese in bereits genannten bizarren Machtspielen wieder einkassiert werden. So hat etwa im Sommer 2024 einer unserer Vorgesetzten für einige Zeit veranlasst, dass uns die Hocker weggenommen werden, weil er sich über Fehlzeiten oder ähnliches aufgeregt hat.
Gehalt/Sozialleistungen
Tesla zahlt im Vergleich zur restlichen Automobilindustrie leicht unterdurchschnittlich.
Im Vergleich zur Industrie in Berlin und Brandenburg dürfte Tesla zu den Arbeitgebern mit der besten Bezahlung gehören.
Die Weiterempfehlung in dieser Bewertung bezieht sich eben auf genau dieses Gehalt.
Letztlich ist es eben das Geld das den Unterschied macht.
Wer sich dazu herablassen will sich für dieses Geld so behandeln zu lassen, soll es tun.
Spaß macht es jedenfalls nicht.
Image
Das politische Engagement des Unternehmenschefs ist nicht grundsätzlich zu kritisieren und seine eigene Angelegenheit.
Wer allerdings in die öffentliche Diskussion um Migration und andere Themen einsteigt der wird sich öffentliche Nachfragen gefallen lassen müssen.
Eine verflucht gute Frage wäre etwa wieso der Chef sich für die AfD engagiert und Massenmigration in westliche Industriestaaten kritisiert, diese Migranten dann aber als günstige Arbeitskräfte nutzt, weil diese ihre Rechte nicht kennen.
Ebenfalls verfügt Tesla über ein DEI-Programm, während der große Chef diese Programme selbst kritisiert und aus amerikanischen Behörden streicht.
Überhaupt ist das Image von Tesla mehr und mehr von den öffentlich präsentierten Dummheiten, Lügen und Absurditäten des Unternehmenschefs geprägt.
Bis zu dem Zeitpunkt als Musk sich für die Rechte als politische Heimat entschied, haben ihn auch viele liberale und unpolitische Medienpersönlichkeiten als Genie gefeiert, in der Hoffnung ein paar Krümel von seinem Geld abzubekommen.
Diesen Rückhalt hat er heute nicht mehr und ohne den allgemeinen Medienzirkus auf seiner Seite wird immer mehr deutlich was für eine dümmliche Persönlichkeit er ist.
Karriere/Weiterbildung
Auf Nachfrage, ob ich eine Fortbildung machen könnte, wurde mir von einer Personalerin mitgeteilt ich könne ja gerne eine Fortbildung bei der Arbeitsagentur machen, worauf sie mir zum Ende des Gesprächs nicht mal die Hand geben oder sich verabschieden wollte.
Dass hier in den Bewertungen offenbar eine Personalerin die Mitarbeiter in einem zu Stichworten abgehackten Deutsch mit dem englischen Begriff 'Entitlement' öffentlich abqualifiziert, demonstriert eben sehr gut die herablassende Einstellung gegenüber den einfachen Mitarbeitern.
Man fühlt sich furchtbar clever weil man ein paar Brocken Englisch spricht, bekommt es dann aber nicht hin "Entitlement" sinngemäß als "Anspruchshaltung" zu übersetzen und in einem vollständigen und orthographisch korrekten deutschen Satz zu verwenden.
Richtige Bildungsbürger hat Tesla da in seiner Personalabteilung.

