tricontes360 GmbH als Arbeitgeber

tricontes360 GmbH

Anfangs traumhaft, später aussichtslos

2,8
Nicht empfohlen
Ex-Führungskraft / ManagementHat bis 2019 bei tricontes Group GmbH (Augsburg, Deutschland) in Augsburg gearbeitet.

Gut am Arbeitgeber finde ich

Leider nichts mehr. Damals waren es Vertrauen und Wertschätzung.

Verbesserungsvorschläge

Man kann vieles schon oben rauslesen, aber die wichtigsten Punkte wären:
• mehr Transparenz
• öfter mal genauer hinschauen und sich nicht nur eine Meinung einholen
• weniger Geläster
• mehr Zuverlässigkeit
• mehr Förderung der guten Führungskräfte und Mitarbeiter
Ach ja, zum letzten Punkt:
Ein Gespräch muss mir nicht nochmal angeboten werden. Das wurde mir zwar auf Nachfrage zugesagt und dann auf Januar verlegt, seither aber keine Rückmeldung mehr.

Arbeitsatmosphäre

Anfangs wurde mit viel Vertrauen und Freiheit geschenkt. Im Laufe der Zeit das genaue Gegenteil. Kontrolle war angesagt, nachdem es nicht mehr so lief, wie man sich das vorstellte - Grund waren vorgegebene Prozesse, die in vielen Hinsichten nicht umgesetzt werden konnten oder Demotivation geschaffen haben.

Kommunikation

Leider funktionierte die Kommunikation standortübergreifend überhaupt nicht. Teilweise habe ich erst von Dingen/Vorgängen/Vorhaben erfahren, wenn ich mal in München war.

Kollegenzusammenhalt

Der Zusammenhalt meiner Mitarbeiter war selbstgemacht und wirklich traumhaft. Auch mit den Kollegen war es (bis auf die ein oder andere Ausnahme) ein wunderbares Miteinander. Zwischen den Kollegen allerdings weniger/überhaupt nicht. Da wurde im eigenen Haus gelästert und Lügen in die Welt gesetzt. Ich habe niemals einen Grund dafür gegeben und bekanntlich stand meine Türe stets für jeden und alles offen.

Work-Life-Balance

Zu viel Arbeit auf zu wenig Köpfe. Vieles konnte in der Augsburger Niederlassung nicht so umgesetzt werden, wie in München. Dies wurde allerdings zu oft verlangt. Trotz mehrfacher Information an die Geschäftsführung über Überstunden im 3-stelligen Bereich kam sehr lange keine Unterstützung oder Entlastung, ganz im Gegenteil - ich ordne das in das Thema „Betriebsbildheit“ ein. Die Überstunden haben aber im Grunde auch gar nicht existiert, weil das auf Vertrauensarbeitszeit-Basis lief. Eine Möglichkeit zum Ausgleich war nicht gegeben.

Vorgesetztenverhalten

Nachdem ich einen sehr regen Wechsel an direkten Vorgesetzten hatte (7 in 1 ½ Jahren), da sie meist entweder gegangen sind oder wurden, ist das schwer allgemein zu sagen. Hier kann ich aber zu den meisten sagen, dass sie zwar einerseits sehr nahe waren (der eine hat sich oft telefonisch gemeldet und gefragt, wie es so läuft, der andere hat mich einfach machen lassen und mir Aufgaben übergeben, Vertrauen war da), andererseits sich fast nie in Augsburg haben blicken lassen (weil sie die Zeit nicht hatten). Die daraus ergebene Problematik war, dass die Projektleiter ihre eigenen Mitarbeiter nicht kannten, aber wichtige Entscheidungen treffen mussten. Auch hier hat der eine sehr ausführlich nachgefragt, der andere ging nur nach den Zahlen.

Interessante Aufgaben

Auf jeden Fall. Allerdings bis zum Schluss hin keine ordentlichen Prozesse. So war es, dass es 100 Dinge gab, die anstanden und man halt alles irgendwie machen sollte. Ich habe mir und der Niederlassung dann selbst Prozesse geschaffen, was dann wieder der Work-Life-Balance in die Quere kam. Inzwischen gibt es jemand, der sich umfänglich darum kümmert. Die Ergebnisse kenne ich nicht - die Planung war allerdings super.

Gleichberechtigung

Gleichberechtigung war noch nie ein Thema, weil es wunderbar ausgeglichen gelaufen ist. Sogar der Frauen-Anteil der Führungskräfte war höher, als die der Männer.

Umgang mit älteren Kollegen

Es gibt kein „optimales Alter“ bei Tricontes. Da ist jeder willkommen. Auch hier gibt es kein schwarz oder weiß. Wo einerseits ältere Mitarbeiter sehr gefördert und unterstützt wurden, war das bei anderen nicht der Fall. Ich würde sagen, dass man hier nicht unbedingt auf‘s Alter achtet.

Arbeitsbedingungen

Augsburg war da super ausgestattet. Alles neu. Von PC bis zum Geschirr. Die Räume waren lichtdurchflutet und mit Pflanzen bestückt (um die sich halt keiner so wirklich mehr gekümmert hat). Die Klimaanlage/Heizung braucht etwas Fingerspitzengefühl, aber sie sind vorhanden.

Gehalt/Sozialleistungen

Ich konnte mich nicht beschweren. Allerdings wurde mir bei einer Gehaltsverhandlung ein Provisionsmodell zugesagt, welches niemals umgesetzt wurde.

Image

Was soll ich sagen... auch das lässt sich nicht mit gut oder schlecht beantworten. Die Firma ist von oben bis unten sehr durchwachsen. Wo es an der einen Stelle wirklich gute und fleißige Führungskräfte gibt, gibt es wiederum Menschen auf diesen Stellen, die alles falsch machen, was man nur falsch machen kann. Leider werden genau die Letzteren gefördert.
Daher gibt es auch Mitarbeiter, die tricontes atmen und in sich tragen, weil sie es so vorgelebt bekommen, Lob, Anerkennung und Wertschätzung erhalten, aber auch die, die die Firma verfluchen, die schlecht behandelt werden, weil jemanden die Nase nicht passt.

Karriere/Weiterbildung

Ich selber hätte mir von einer Firma, die hohe Ansprüche stellt (und auch stellen muss in dieser Branche) etwas mehr Unterstützung/Weiterbildung gewünscht. Natürlich ging alles so auch.