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Bewertung

Planlose Umstrukturierung, fehlende Menschlichkeit & bewusster Verzicht auf Personal mit Expertise & Qualität

1,8
Nicht empfohlen
Ex-Angestellte/r oder Arbeiter/inHat im Bereich Marketing / Produktmanagement bei TÜV Rheinland in Köln gearbeitet.

Gut am Arbeitgeber finde ich

Hochtechnologisches Umfeld mit entsprechend spannenden Themen

Schlecht am Arbeitgeber finde ich

Die Arroganz im Gesamtkonzern, Marketing sei nur ein reiner Kostenfaktor und jede/r könne diese Arbeit verrichten; über Jahre wurde es nicht geschafft, Marketing auf Augenhöhe mit Sales und dem Business zu bringen trotz großer Versprechungen wechselnder Führungskräfte; Marketing sollen maximal niedrig bezahlte Erfüllungsgehilfen sein; der mittlerweile objektiv und faktisch nachweisbare Marketingimpact wird entweder nicht gesehen oder allein Sales oder direkt dem Business zugeschrieben; anstatt die Motivation, Ambition und Vision von vielen im Marketing zu nutzen und zu fördern, wird lieber hoher, standardisierter Output mithilfe der nach Polen ausgelagerten Teams gefordert

Verbesserungsvorschläge

Umstrukturierungen mit Sinn und Verstand durchführen und Leute nicht entlassen, bevor geklärt ist, wie dieser Wegfall kompensiert werden soll, wenn zugleich die Forderung besteht, keinen Output- und Qualitätsverlust passieren zu lassen; internen Mitarbeitern zuhören und basierend darauf Entscheidungen treffen anstatt blind dem Standard-Beratungsgerede zu folgen; allein der Blick auf die Personalkostentabelle reicht nicht, sich zukunftsfähig aufzustellen; und wenn dann umstrukturiert wird, sollte auch ein vernünftiges Change Management eingeplant werden; zudem sollte es mit Standardisierungen im Marketing nicht übertrieben werden

Arbeitsatmosphäre

Sie war wirklich gut, gezeichnet von hoher Motivation und Lösungsorientierung und dem Versuch, mit den gegebenen Mitteln viel zu erreichen; da das bis dato vorhandene Marketingpersonal aber in dessen Beisein nun als unfähig und ungeeignet betitelt wird, allein mit dem Ziel, den Großteil loszuwerden, ist die Atmosphäre entsprechend

Kommunikation

Zwei Sterne gibt es für das Intranet, in dem regelmäßig über neue Aufträge und Aktionen berichtet wird sowie die interne Mitarbeiterzeitung; für die Kommunikation von der Führung an die Abteilung und somit Mitarbeiter müsste man in den Minusbereich gehen, wenn man bedenkt, dass man von Kündigungen nicht in persönlichen Gesprächen, sondern vorab durch ungeschickt und zu früh konzernweit veröffentlichte Dokumente erfährt;

Kollegenzusammenhalt

War bisher immer ein Argument dort zu arbeiten; mittlerweile ist aber jeder sich selbst der Nächste und es wird bis zum eigenen Abgang (freiwillig oder nicht) maximal nur noch Standard gemacht

Work-Life-Balance

Selbst geführtes Zeitkonto, das flexible (private) Terminwahrnehmung in Absprache mit dem Team ermöglicht; vorrangig sollen Überstunden abgefeiert werden und wenn dies nicht geht besteht Anspruch auf Auszahlung. Hängt also im Wesentlichen von der Selbstorganisation ab;

Vorgesetztenverhalten

Muss klar unterschieden werden: Mittleres Management bekommt einen Scherbenhaufen vorgesetzt, auf den sie sich nicht vorbereiten konnten, aber für dessen Misslingen nun in die Verantwortung gezogen werden; mit einer Rumpftruppe soll die gleiche Leistung wie zuvor erbracht werden, während neben den Entlassungen nun die freiwilligen Austritte zusätzliche Kapazitäten rauben;
Top-Management versagt mit seinen undurchdachten oder maximal halbgaren Planungen einer Umstrukturierung völlig; Change Management interessiert niemanden

Interessante Aufgaben

Marketing wird hier als Standardprozess verstanden; zig Briefingformulare wollen ausgefüllt werden, damit das nächste Team Assets stumpf nach dieser Vorgabe erstellen kann; am liebsten soll es für jeden Anwendungsfall eine klare Vorgabe geben, die man dann ihne groß nachzudenken umsetzt; man schafft sich zwar Freiheiten wo man kann, aber durch zu umständliche Prozesse gelingt die gewünschte Beschleunigung von umgesetzten Maßnahmen schlichtweg nicht

Gleichberechtigung

Im Gesamtkonzern nicht gut, im Marketing zumindest in Ordnung; einige Vorgesetzte sind weiblich, Bezahlung ist (aufgrund von Standardisierungen) größtenteils angeglichen und weibliche Mitarbeiterinnen können auch besser verdienen als männliche; Mutterschutz und Elternzeit ist fair geregelt und bisher war auch die Rückkehr selten eine Herausforderung, sofern sie denn nicht in die Umstrukturierung fällt

Umgang mit älteren Kollegen

Lange Zeit hohes Gut und Wertschätzung der Expertise, mittlerweile geht es aber nur um die Kostenfaktoren und da zählen alle gleich unabhängig vom Alter

Arbeitsbedingungen

Großraumbüros im Marketing; muss man mit klarkommen können; wenn von acht Leuten vier telefonieren wird es zu laut. Rückzugsorte nicht in unmittelbarer Nähe bzw. kaum bis gar nicht vorhanden

großes Lob muss man jedoch (der IT) fürs mobile Arbeiten aussprechen; das funktioniert einwandfrei;

die technische Ausstattung ist gut

Umwelt-/Sozialbewusstsein

Gibt immer wieder u.a. Spendenaktionen und Freiwilligenprogramme;
In Sachen Umwelt wird sich an Mülltrennung versucht und es gibt das Radleasing Programm, aber warum es auf dem gesamten Campus weder PV Anlagen noch eigene (zumindest aber mehr) Ladesäulen am Standort Köln gibt bleibt ein Rätsel (es gibt lediglich eine einzige)

Gehalt/Sozialleistungen

Mit der Zeit wird einem immer klarer, dass tatsächlich unter Branchenschnitt gezahlt wird; gehaltliche Aufstiege werden zudem arg erschwert und die meisten Kollegen:innen bleiben tatsächlich Jahre auf dem gleichen Gehalt sitzen; Bezahlung ist zumindest stets pünktlich und es gibt Weihnachts- und Urlaubsgeld, aber wer nicht in die Förderprogramme rutscht und glaubt, es würde dadurch schon noch besser, der sollte gar nicht erst anfangen oder zumindest nach zwei bis drei Jahren woanders hin wechseln, insbesondere, weil die Overheadkosten so gering wie möglich gehalten werden sollen

Image

Zwei Sterne deshalb, weil die Strahlkraft nach außen weiterhin funktioniert; nach innen gibt es als Mitarbeitende in einer Zentralfunktion keine positive Konnotation mehr

Karriere/Weiterbildung

Wer an der TÜV eigenen Akademie Fortbildungen machen will hat relativ gute Chancen - externe Weiterbildungen brauchen oft lange bis zur Genehmigung;

Karriere machen im Marketing ist schwer; es gibt zwar Personalentwicklungs-Förderprogramme, aber in den letzten Jahren waren diese nicht mehr als leere Versprechungen trotz Teilnahme; die wenigen Führungspositionen sind Jahre besetzt oder werden lieber extern vergeben