UNIQ GmbH als Arbeitgeber

UNIQ GmbH

Eine tolle Zeit mit plötzlichem Ende

3,5
Empfohlen
Ex-Angestellte/r oder Arbeiter/inHat im Bereich Marketing / Produktmanagement bei UNIQ GmbH in Holzwickede gearbeitet.

Arbeitsatmosphäre

Die Arbeitsatmosphäre war immer gut. Hier gibt es nichts auszusetzen. Der Arbeitgeber achtet sehr darauf, dass die Mitarbeiter sich möglichst wohlfühlen und in einer guten Atmosphäre motiviert arbeiten können.

Kommunikation

Die Kommunikation hat sich in den vergangenen Monaten durch einige strukturelle Umstellungen verbessert. Verschiedene Video- und Audioformate informieren über Neuigkeiten, regelmäßig gibt es ein Format, welches auf etwas lockere Art eine Betriebsversammlung darstellen soll. Im Anschluss an Zahlen und Infos gibt es dann einen Snack für alle Mitarbeiter.
Dennoch kann man hier sicherlich nach wie vor einiges verbessern. Kommunikation in Unternehmen wird an vielen Stellen unterbewertet, denn die Mitarbeiter fühlen sich durchaus ein wenig im Stich gelassen, wenn sie die meisten Neuigkeiten durch den Flurfunk und nicht vom Führungspersonal persönlich erfahren.
Immerhin ist man auf einem guten Weg und erwähnte ja auch in einigen Bewertungen hier auf Kununu, dass dies noch nicht das Ende der Fahnenstange ist.

Kollegenzusammenhalt

Der Zusammenhalt ist alles in allem gut, jedoch kommt es hier ein wenig darauf an, in welcher Abteilung man beschäftigt ist. Geschehen Fehler, so wird nicht nach einem "Warum" gefragt oder ggf. Missverständnisse ausgeräumt, sondern oft der direkte Weg zum Vorgesetzten gesucht. Dadurch hat dieser dann deutlich mehr Druck, den er auf den Mitarbeiter weitergibt. Dies führt schlussendlich zu unentspannterer Arbeitsatmosphäre etc.
Besser wäre es, dass man die Kollegen direkt und persönlich anspricht, wenn mal etwas nicht so läuft, wie man es gern hätte. Fehler sind menschlich und passieren leider, jedem von uns. Da wäre es gut hier nicht den "Petze"-Weg zu gehen, sondern die Dinge direkt bei der jeweiligen Person anzubringen.
Ansonsten versuchen sich so ziemlich alle Kollegen bestmöglichst gegenseitig zu unterstützen, das ist je nachdem wie man die andere Person leiden kann dann entweder mehr oder weniger effektiv.

Work-Life-Balance

Hier kommt es ganz auf die Abteilung und die eigene Einstellung zur Arbeit drauf an. In einer Abteilung hat man einen 9 to 5 Job, in der anderen quasi 24/7 inklusive Anrufe in jedem Urlaub, weil mal dies und mal das nicht funktioniert.
Je nach Abteilung ist es nachvollziehbar, dass der Tag nicht um 17 Uhr endet und das auch am Wochenende gearbeitet wird, hier sollten jedoch vielleicht klarere Regelungen entwickelt werden, die den Mitarbeiter entlasten. Viele Angestellte sind aufgrund des aktuellen Drucks so oder so schon sehr gestresst, darunter muss dann die Freizeit nicht unbedingt leiden.

Vorgesetztenverhalten

Generell versuchen die Vorgesetzten immer die Bedürfnisse der Angestellten zu erkennen und diese auch darin zu unterstützen, dass sie gute Arbeit leisten können und immer das bekommen, was sie verdient haben.
Da jedoch viele Führungskräfte vorher nicht in ähnlichen Positionen waren, fehlt es oft an absolut normalen Dingen wie menschlicher Kommunikationsebene, Fingerspitzengefühl, Verständnis oder auch eben der Fähigkeit Fehler bei sich selbst eingestehen zu können.
Durch seit einiger Zeit stattfindene Führungskräfte-Schulungen und der Einstellung von Personalentwicklern soll daran gearbeitet werden.

Interessante Aufgaben

Die Aufgaben sind in allen Abteilungen sehr vielfältig und es wird nie langweilig.

Gleichberechtigung

Wenn du gut mit den Führungskräften klarkommst, hast du in vielen Situationen ein durchaus besseres Standing, als wenn du nur der "normale" Mitarbeiter bist, der seine Stunden ableistet und sich am Monatsende über das Gehalt freut. Das ist leider in einigen Abteilungen durchaus so, wenn auch nicht in allen.
Generell ist es in vielen, vielen Unternehmen schwierig hier auf einen richtigen Nenner zu kommen, doch diesem Problem sollte man sich dennoch annehmen. Was nutzt mir denn der Nasenbonus, wenn der Mitarbeiter ohne Nasenbonus eigentlich viel effektiver, effizienter und zuverlässiger ist?
In den vergangenen Monaten wurden insgesamt rund 30-40 Kolleginnen und Kollegen entlassen. Viele von diesen haben einen fantastischen Job gemacht, während andere, die nach wie vor im Unternehmen sind, die Unternehmenskultur nicht gerade mit Händen tragen und oft auch mehr am Rauchertisch und nicht vor dem PC gesehen werden. Da fällt es schwer die eine oder andere Personalentscheidung nachvollziehen zu können.

Umgang mit älteren Kollegen

Hier kann ich nichts besonderes schreiben, denn das Alter spielt in diesem Unternehmen keine große Rolle. Zwar arbeiten überwiegend junge Leute in der Company, doch auch die älteren Mitarbeiter werden geschätzt, akzeptiert, respektiert und mit in die Gemeinschaft aufgenommen.

Arbeitsbedingungen

Die Firma gibt sich große Mühe, dass die Mitarbeiter mit aktueller Technik ausgestattet sind, damit sie gut arbeiten können. Für Foto- und Videoproduzenten stehen so qualitativ hochwertige Geräte zur Verfügung, für die Redaktion und andere Abteilungen entsprechend konfigurierte Rechner.
Generell hat die IT gerade in Sachen Hardware in den vergangenen Monaten einige richtige Entscheidungen getroffen. Diese Abteilung möchte ich speziell loben, denn ist mal etwas am PC oder generell dem Equipment defekt, so kommt schnell jemand und repariert es. Da hat sich viel getan und das ist auch gut so.

Umwelt-/Sozialbewusstsein

In den vergangenen Wochen wurden viele Maßnahmen ergriffen, die in die richtige Richtung in Bezug auf das Umwelt- und Sozialbewusstsein gehen. Fahrgemeinschaften werden gefördert, soziale Einrichtungen werden unterstützt und generell macht man sich viele Gedanken, wie möglichst wenig Müll anfällt und wie man der Umwelt etwas gutes tun kann.

Gehalt/Sozialleistungen

Das Gehalt ist in etwa im Durchschnittsniveau der jeweiligen Jobs. Je nach Vorbildung kann man etwas mehr verdienen, bei schlechter oder zurückhaltender Verhandlung jedoch auch weniger. Da kommt es dann ganz drauf an, wie man sich selbst einsetzt, welche Referenzen man hat, welchen Erfolg man der Company bereits bringen konnte und wie man sich mit der Firma identifiziert.

Image

Die Firma achtet enorm darauf, dass das Image nach außen hin absolut sauber ist. Regelmäßige Social Media Posts halten die Follower auf dem Laufenden und sorgen für ein tolles Bild nach außen.
Innerhalb der Mitarbeiter hat das Image zuletzt gelitten, dies nicht nur aufgrund der zahlreichen Entlassungen zuletzt. Viele Dinge sind nicht transparent genug und wirken überheblich und unüberlegt. Es wurden einige Mitarbeiter entlassen, die nur einige Tage zuvor noch Feedbackgespräche hatten, in denen so gut wie nichts bemängelt wurde. Auch trennte man sich lieber von länger angestellten Mitarbeitern (auch mit Familie etc.) anstatt über den Tellerrand hinaus zu schauen. Da war es dann egal, ob man über viele, viele Monate deutlich mehr als 100% gegeben hat, so gut wie nie krank war und sich absolut mit der Firma identifiziert hat.
Dieses Chaos und diese undurchdacht erscheinenden Entlassungen sorgen dafür, dass das Image im Inneren angeknackst ist und nun erst mit viel Aufwand wieder poliert werden muss.

Karriere/Weiterbildung

Es werden regelmäßig Schulungen und Seminare angeboten. Aktuelle Neuigkeiten rund um das Internet und die relevanten Social Plattformen werden kommuniziert. Auch kann man als Mitarbeiter wünsche zu Veranstaltungen äußern, die man besuchen möchte, um sich fortbilden zu können.

Arbeitgeber-Kommentar

Liebe(r) Ex-UNIQler/in,

vielen Dank für deine ausführliche Bewertung. Wir freuen uns, dass du eine gute Zeit bei uns hattest, auch wenn du nun leider nicht mehr bei uns tätig bist.

Viele der Punkte, die du näher ausgeführt hast – wie z.B. die gute Arbeitsatmosphäre, unsere Bemühungen im Bereich Nachhaltigkeit, die Gehaltsstruktur und unsere Arbeit an Weiterbildungsmöglichkeiten – sind schön für uns zu lesen. In all diesen Bereichen steckt sehr viel Arbeit und es ist toll zu lesen, dass diese Bemühungen wahrgenommen werden.

Da deine Bewertung aber nicht durchgehend so positiv ist, möchten wir gerne auch auf einige kritischere Punkten eingehen:

Unter anderem durch die Mitarbeiterumfrage haben wir auch erkannt, dass wir momentan stark Einfluss auf die abteilungsinterne und auch -übergreifende Kommunikation nehmen müssen. Damit hängt natürlich auch die Kommunikation der Führungskräfte mit ihren Teams zusammen. In der nächsten Zeit werden wir vermehrt Maßnahmen ergreifen, die den Zusammenhalt im Team und bei UNIQ fördern und werden somit auch die Gleichberechtigung untereinander wieder mehr fokussieren.

Deinen Kommentar zur Work-Life-Balance empfinden wir als sehr wichtig. Auch hier scheint sich die abteilungsdivergente Situation bemerkbar zu machen. Generell ist das Thema „Erreichbarkeit“ in der heutigen Zeit eine viel diskutierte Thematik. Unsere Meinung als UNIQ ist hier ganz klar: Urlaub ist Urlaub und in dieser Zeit sollte man nicht mit beruflichen Anliegen konfrontiert sein. Was wir aktuell jedoch noch nicht ganz verhindern können, ist, dass einige Mitarbeiter, freiwillig von sich aus, aus dem Urlaub heraus Mails verschicken oder sich an Kollegen wenden. Hier werden wir in Zukunft vermehrt ein Auge drauf haben und das nochmals bei den jeweiligen Kollegen ansprechen.

Ein weiterer Punkt, den du angesprochen hast, sind die Personalentscheidungen der vergangenen Monate. Sich von Mitarbeitern zu trennen ist immer eine schwierige Sache. Natürlich können wir hier nichts ins Detail gehen, möchten aber deutlich machen, dass keine einzige Personalentscheidung jemals unüberlegt war und dass ebenso in jedem einzelnen Fall auch nach Alternativen gesucht wurde.

Abschließend möchten wir uns nochmals für deine Bewertung bedanken und wünschen dir alles, alles Gute für deine weitere berufliche Zukunft.

Viele Grüße,
das UNIQ-Team