Vector Informatik GmbH als Arbeitgeber

  • Stuttgart, Deutschland
  • BrancheIT
Vector Informatik GmbH

Hire & Fire

2,5
Nicht empfohlen
Ex-Angestellte/r oder Arbeiter/inHat bis 2020 im Bereich Forschung / Entwicklung bei Vector Informatik GmbH in Stuttgart gearbeitet.

Gut am Arbeitgeber finde ich

- Wenn man in Stuttgart ist, dann hat man eine gute Kantine.
- Firmenversammlungen

Schlecht am Arbeitgeber finde ich

- Scheint so als ob niemanden Hire & Fire stört

Verbesserungsvorschläge

Da gibt es viel zu tun.

Arbeitsatmosphäre

Ich hatte das Gefühl, dass das Management den Teams nicht wirklich vertraut und man deshalb zwei Wochen Scrum Sprints hat um Micromanagement betreiben zu können. Wenn das Management mal nicht im Daily dabei ist, dann ist nicht selten davon zu hören, dass ein Teammitglied mal wieder von einem Recruiter angeschrieben wurde, dass man andere Möglichkeiten hat oder Ähnliches. Vielleicht hofft man, dass die schlechte Stimmung im Team durch die Verwandtschaftsbeziehungen eines Teammitglieds in gewisse Ohren gelangt, die Änderungen bewirken können. Es gab mal ein Stimmungsbarometer für das Team, das vermutlich aufgrund der schlechten Werte abgeschafft wurde. Nach Abschaffung des Stimmungsbarometers hat sich das Management geäußert, dass man weiß wie man uns motivieren kann, was ich eher als Drohung aufgefasst habe. Mich persönlich hat man ein Manager ohne einen Ton zu sagen zehn Minuten bei der Arbeit zugeschaut, was mir äußert unangenehm war. Einer Mitarbeiterin wurde direkt gesagt, dass sie sehr teuer sei. Es gibt eine sehr schwäbische Herangehensweise an (Personal-) Kosten. Es gibt eine Hire & Fire Mentalität, wer dem Management nicht passt wird gefeuert.

Kommunikation

Die Geschäftführung informiert die Belegschaft sehr gut über alle wichtigen Kennzahlen und Veränderungen innerhalb des Unternehmens jedes Quartal.

Kollegenzusammenhalt

Ich empfand es so, dass zuviele Mitarbeiter sich übereinander statt miteinander unterhalten, das war mir persönlich immer sehr unangenehm. Man konnte mit manchen Kollegen sehr gut und mit anderen sehr schlecht zusammenarbeiten.

Work-Life-Balance

Mir wurde gesagt, ich soll meinen Urlaub zusammen mit einem anderen Kollegen nehmen. Die Arbeitszeiten sind für die meisten Mitarbeiter normal, andere commiten noch nach Mitternacht ihren Code. Kollegen in Schlüsselpositionen arbeiten auch schon mal das ganze Wochenende. Ein Kollege in einer solchen Schlüsselposition hat sich geäußert, dass dies die schlechteste Work-Life-Balance für ihn bisher war. Das Management hat sich mal beschwert, dass niemand mehr um 18:00 Uhr im Büro war.

Vorgesetztenverhalten

Immer schön den Daumen draufhalten. Wenn einer der Kollegen mal wieder eine sehr schlechte Laune hat nachdem etwas nicht so gut gelaufen ist, dann weiß man dass mal wieder nach unten getreten wurde.
Das Management macht Technologie-Entscheidung ohne wirklich etwas von der Materie zu verstehen. Man hält Tests für einen doppelten Boden und wundert sich warum nach dem Sprint Release funktionierende Features nicht mehr gehen. Über die Technologie-Entscheidungen wird dann im Team gewitzelt.
Meine Kollegen haben mir gleich in der Anfangszeit die Geschichten erzählt, wie ehemalige Kollegen gefeuert wurden. Bei Vector scheint es sehr beliebt zu sein den Arbeitnehmern nicht nur einen sehr kurzfristigen Entscheidungszeitraum für die Annahme von Arbeitsverträgen, sondern auch für Aufhebungsverträge zu geben. Mindestens vier Kündigungen bei einem Team von weniger als 20 Leute innerhalb von ~2 Jahren. Ist das normal?

Interessante Aufgaben

Wir haben an einem sehr interessante Produkt gearbeitet, es gab auch nicht so interessante Aufgaben.

Gleichberechtigung

Frauen sind in der Minderheit.

Umgang mit älteren Kollegen

Es gab keine älteren Entwickler-Kollegen, die würden sich das wahrscheinlich auch nicht antun.

Arbeitsbedingungen

Gute Räume etc.
IT hatte mir einen falschen Typ von PC gegeben. Software war nicht mal vollständig installiert.

Gehalt/Sozialleistungen

Pünktliche Zahlung.

Image

In der Branche und Stuttgart kennt man die Firma.

Karriere/Weiterbildung

Mir wurden keinerlei Weiterbildungen angeboten.


Umwelt-/Sozialbewusstsein

Arbeitgeber-Kommentar

Katharina Engel, Personalreferentin
Katharina EngelPersonalreferentin

Liebe ehemalige Mitarbeiterin/Lieber ehemaliger Mitarbeiter,

danke für dein Feedback – Auch wenn ich gleich hinzufügen muss, dass deine Sichtweise auf die Arbeit und das Umfeld großes Stirnrunzeln bei mir hervorgerufen haben. „Vielleicht hast du das falsche Unternehmen bewertet“, war mein erster Gedanke.

In deinen Kommentaren geht es gehäuft um das Thema Kündigung. Doch die Zahlen, die du anführst, passen nicht zu Vector. Unsere Mitarbeiterfluktuation in Deutschland befindet sich bei niedrigen 2 % und das ähnlich verteilt über die unterschiedlichen Abteilungen hinweg. Auch in den letzten zwei Jahren, die du explizit erwähnst, hat sich daran nichts geändert. Dabei entscheidet sich der Großteil der Kollegen eigenständig, häufig aus persönlichen Gründen oder Veränderungswünschen, Vector zu verlassen.

Neben den harten Fakten ist die Einstellung zu diesem Thema genauso wichtig. Wir haben sehr gut ausgebildete Mitarbeiter, die sich in immer komplexer werdenden Themenfeldern bewegen und deren Expertise die wichtigste Säule des Erfolges von Vector bildet. Eine Hire-and-Fire-Mentalität ist für Vector nicht vertretbar und entspricht ganz und gar nicht unseren Wertvorstellungen. Außerdem zahlt sich eine solche Strategie aus vielerlei Gründen auf lange Sicht nicht aus bzw. ist der wirtschaftlichen Gesundheit des Unternehmens gar unzuträglich. Letztes gilt insbesondere für jedes dynamische Unternehmen, das sich mit komplexen Technologien beschäftigt und auf einem über Jahre hinweg aufgebauten Know-how seiner Mitarbeiter fußt.

Die gelebte Praxis bei Vector würden wir beschreiben mit einem zeitgemäßen Join and Stay. Unser Ziel ist es allen Mitarbeitern ein exzellentes Arbeitsumfeld mit langfristiger Perspektive zu bieten.

Generell ist es schade, dass dein Eindruck vom Arbeitsumfeld so negativ ausfällt. Gerade weil uns der Spaß an der Arbeit und das Wohl des Mitarbeiters so wichtig sind und wir viel dafür tun, beides zu gewährleisten.

Wir wünschen dir alles Gute auf deinem beruflichen und persönlichen Lebensweg und verbleiben mit freundlichen Grüßen

Katharina