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VERBIO Vereinigte BioEnergie 
AG
Bewertung

Rette sich wer kann - und genau das passiert auch.

2,1
Nicht empfohlen
Ex-Angestellte/r oder Arbeiter/inHat bei VERBIO Vereinigte BioEnergie AG in Leipzig gearbeitet.

Gut am Arbeitgeber finde ich

An für sich, ist Verbio eine gute Idee und ein Unternehmen, welches sehr viel Geld verdient.

Schlecht am Arbeitgeber finde ich

Verbio hat nicht verstanden, das Mitarbeiter auch Investments sind. Es wird vom ersten Tag an herausgepresst, was nur geht.
Das Geld für Investitionen wäre da, aber die Geschäftsleitung steckt es sich lieber in die eigene Tasche.

Verbesserungsvorschläge

- Arbeitsrecht und Arbeitssicherheit, Umwelt- und Baurecht sollten ganz oben auf die Agenda
- Schluss mit dem Streichen von Überstunden und Gängeln von Mitarbeitern
- Wertschätzung und angemessene Bezahlung der Mitarbeiter
- Mitarbeiter anlernen, ausbilden und weiterbilden

Arbeitsatmosphäre

Die meisten Mitarbeiter sind chronisch überlastet und daher gereizt. Viele kämpfen für sich alleine. Es wird teilweise massiver Druck auf die Mitarbeiter ausgeübt. Arbeitssicherheit ist ein Fremdwort. Anlagenteile werden ohne Genehmigungen gebaut. Umweltrecht ist ein nicht zu beachtendes Übel.
Die Arbeitsorganisation ist eine absolute Katastrophe. Permanent fehlt es an Ersatzteilen und technischem Gerät.

Kommunikation

Die Mitarbeiter werden ohne Informationen vor vollendete Tatsachen gestellt. Es werden zahlreiche Sachen versprochen, aber nicht gehalten.

Kollegenzusammenhalt

Es kündigen reihenweise Leute. Selbst Berufsanfänger verlassen das Unternehmen bereits nach kurzer Zeit wieder. Die Leute, die nichts neues finden, versuchen das Beste draus zu machen. Gute Leute werden ausgenutzt und kaputtgespielt.

Work-Life-Balance

Schichtarbeit, Wochenendarbeit, Überstunden fallen massiv an, ohne die Möglichkeit zu haben, sich diese auszahlen zu lassen oder zu nehmen. Stattdessen verfallen alle Stunden am Monatsende ersatzlos, sofern 10h auf dem Gleitzeitkonto sind.
Rufbereitschaften werden mit 10€/Tag vergütet. Die regelmäßigen Einsätze (besonders Nachts) werden nur dann akzeptiert wenn man vor Ort hinfahren muss, was quasi nie passiert. Damit sind die Nachteinsätze dann automatisch mit dem Gehalt abgegolten.
Arbeitstage von deutlich über 10h kommen regelmäßig vor und werden auch erwartet. Dienstreisen werden pauschal mit 8 h angesetzt, auch wenn diese real deutlich länger sind.

Vorgesetztenverhalten

Eine Katastrophe.

Interessante Aufgaben

Im Grunde schon.

Gleichberechtigung

Alle werden gleich schlecht behandelt.

Umgang mit älteren Kollegen

Viele schaffen es nicht bis ins höhere Alter und werden dann "hinausbegleitet".

Arbeitsbedingungen

Manchmal gut, manchmal eine absolute Katastrophe und Unverschämtheit.

Umwelt-/Sozialbewusstsein

Ein soziales Gewissen ist nicht vorhanden.

Gehalt/Sozialleistungen

Das Gehalt ist unterdurchschnittlich. Ausgelernte Mitarbeiter erhalten zwischen 1.800 und 2.100 €. Erst mit mehreren Jahren Erfahrung steigt dies auf maximal 2.600. Die Schichtzulage beträgt 10%.
Ingenieure erhalten zwischen 3.600 und 4.000 €. Es gibt eine Jahressondervergütung von maximal 15% des Jahresbruttos beträgt. Das klingt viel, ist aber in der Realität so gut wie unmöglich zu erreichen, da man sowieso komplett mit Arbeit zugeschüttet wird, und die Vergütung an Zusatzaufgaben gekoppelt ist.
Es gibt manchmal eine Gewinnbeteiligung, die aber auch eher ein Witz ist, als alles andere.
Zusatzleistungen wie die Gewinnbeteilugung oder die Jahressonderzahlung werden in Abhängigkeit der Krankheitstage gekürzt. (pro Tag 2,5%, ab dem 11. Tag) Die betriebliche Altersvorsorge ist ein Witz in höhe von ca. 1000 € /Jahr, die es aber auch nur für wenige Mitarbeiter gibt.

Image

Hat ein grünes und tolles Image, widerspricht aber zur Gänze der Realität.

Karriere/Weiterbildung

Karriere ist nicht möglich und auch nicht gewünscht. Weiterbildung findet defakto keine statt.

Arbeitgeber-Kommentar

Die Personalabteilung

Liebe/r ehemalige/r Kollege/in,
zunächst möchten wir Ihnen danken, dass Sie sich die Zeit für ein solch ausführliches Feedback genommen haben. Wir nehmen Ihre Kritik sehr ernst, auch wenn sie in vielen Punkten nicht die Realität innerhalb der VERBIO AG aufzeigt.
Uns ist bewusst, dass wir als junges Unternehmen, dass stetig in den Ausbau und die Optimierung seiner Produktionsanlagen investiert, hohe Anforderungen an unsere Mitarbeiter in Sachen Flexibilität und Einsatzbereitschaft stellen, die manchmal auch überfordern können.
Andererseits ist dies aber auch für viele unserer Mitarbeiter eine Herausforderung, der sie sich gern stellen und die die Mitarbeit in unserem Unternehmen für sie abwechslungsreich, interessant und attraktiv macht.

Zu einigen der von Ihnen kritisierten Punkte möchten wir wie folgt Stellung nehmen:

Die Anzahl der Kündigungen bei VERBIO ist im Branchenvergleich sehr gering, die Fluktuationsrate für den Konzern betrug im letzten Geschäftsjahr 5,8% (im Vergleich zu >10% in der Chemiebranche).

Das Durchschnittsalter unserer Mitarbeiter ist 43,1 Jahre und mehr als 38% der Mitarbeiter sind 50 Jahre oder älter. Wir legen großen Wert auf die Erfahrung dieser Mitarbeiter.

Die VERBIO betreibt keine Anlagen, für die keine behördlichen Genehmigungen vorliegen.

VERBIO ist ein junges Unternehmen in einem schwierigen Marktumfeld, das stark von politischen Rahmenbedingungen beeinflusst ist. Seit 2013 hat sich die Ertragslage von VERBIO stabilisiert und seitdem haben wir in jedem Jahr die Löhne und Gehälter oberhalb der tariflichen Abschlüsse angehoben.

Für jeden Mitarbeiter leistet VERBIO einen Beitrag zur betrieblichen Altersvorsorge zwischen 600 – 2.000 €/a: Zum Vergleich: Der Chemie- Tarifvertrag sieht einen Arbeitgeberbeitrag von 613,55 € vor.