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Bewertung

Gängelung durch die Bereichspflegeleiterin der kardiologischen Intensivpflegestation 1A

2,9
Nicht empfohlen
Angestellte/r oder Arbeiter/inHat zum Zeitpunkt der Bewertung bei Vivantes Klinikum im Friedrichshain in Berlin gearbeitet.

Gut am Arbeitgeber finde ich

Ich habe lange darüber nachgedacht und mir fällt im Moment nicht viel ein. Ich finde die Anzahl der Urlaubstage sehr gut und das die Arbeitsbelastung auf der ITS nach der Pandemie etwas zurückgegangen ist durch die 1:2 Betreuung im Frühdienst. Auch die betriebliche Altersvorsorge finde ich sehr gut.
Es tut mir auch leid, dass ich in meiner Bewertung überwiegend kritisiere, aber leider ist das die Realität und wir können die Augen davor nicht mehr verschließen und sie sollten es auch nicht.
Im Moment kann ich den Arbeitgeber bzw. Die ITS unter den gegebenen Umständen als Arbeitsfeld nicht empfehlen.

Verbesserungsvorschläge

Ich habe bisher nicht das Gefühl, dass Sie die Tragweite der Eskalation durch die Bereichspflegeleiterin erfassen. Ich habe eher das Gefühl, dass sie uns als störend empfinden und kann nur an ihre Menschlichkeit appellieren uns nicht fallen zu lassen und uns zu unterstützen. Ich werde mir das in den nächsten Monaten genau anschauen, ob nach der massenhaften berechtigten Kritik an dem Führungsverhalten der Bereichspflegeleiterin, sich etwas verbessert. Sie tragen als Arbeitgeber dafür die Verantwortung, dass das Leitbild von Vivantes im Betrieb eingehalten und umgesetzt wird.

Arbeitsatmosphäre

Die verschiedenen Bewertungen über die kardiologische Intensivpflegestation hier im Netzwerk, kann ich aus meiner Sicht überwiegend bestätigen. Nach reiflicher Überlegung habe auch ich mich dazu entschieden, meine Sicht der Dinge kundzutun.
Als ich in das Pflegeteam der ITS 1A kam, wurde ich von der pflegerischen Leitung, sowie dem Pflegeteam wohlwollend aufgenommen. Ich habe mich von Anfang an sehr Wohlgefühl und meine Dienstplanpräferenzen wurden nahezu immer umgesetzt. Ich konnte mich nie darüber beschweren. Das Miteinander unter den Kolleg:innen war auf Augenhöhe, respektvoll und ehrlich. Klar gab es auch hin und wider mal inhaltliche Differenzen, das bleibt nicht aus in einem Team.

Mit der neuen Bereichspflegeleiterin gab es einen Umbruch. Ich fand und finde einige Ideen der Bereichspflegeleiterin bis heute sehr gut, aber ihr Auftreten gegenüber dem Pflegeteam und der pflegerischen Leitung finde ich sehr arrogant, egoistisch und bevormundend. Seitdem sie da ist, fühle ich mich wie im Maßregelvollzug. Man muss auch offen und ehrlich sagen, dass die Pflegedirektorin diesen Führungsstil befürwortet und unterstützt.

Kommunikation

Die Kommunikation innerhalb des Pflegeteams und der pflegerischen Leitung ist offen und transparent. Auch kritische Aspekte können angesprochen und hinterfragt werden, ohne berufliche Sanktionen oder Willkür fürchten zu müssen.

Die Bereichspflegleiterin gebraucht eine Wortwahl, die einem signalisiert, dass man in Ihren Augen als Mensch keinen Stellenwert hat und nichts wert ist. Die Gespräche finden natürlich immer so statt, dass es keine weiteren Zeugen gibt und man ihr nichts nachsagen kann. Ich fühlte mich schon häufig von ihr in Gesprächen genötigt und bedrängt. Ich finde es deshalb sehr gut, dass sich verschiedene Kolleg:innen jetzt an die Öffentlichkeit wenden und ihr Schweigen brechen. Ich habe zu der Bereichspflegeleiterin und der Pflegedirektorin kein Vertrauen, denn sie lachen einen ins Gesicht und sobald man ihnen den Rücken zudreht rammen sie einem „das Messer“ in den Rücken. Ich versuche sie so gut wie möglich zu meiden, was einem als normaler Mitarbeiter im Schichtdienst gut gelingt.

Kollegenzusammenhalt

Der Zusammenhalt und die Solidarität untereinander ist bemerkenswert und nach einer schwierigen Zeit mit Corona-Patient:innen nicht als selbstverständlich anzusehen. Wenn man mal nicht gut drauf ist, dann kann man auch mal seinen Frust ablassen und wird nicht vorverurteilt. Das empfinde ich als sehr motivierend. Natürlich gibt es auf einer ITS immer verschiedene Charaktere, bei denen nicht jede/jeder mit allen zusammen auskommt, aber ich finde, wir haben eine gute Balance und Harmonie geschaffen. Ich vermute das ist der Neid der Bereichspflegeleiterin und sie will es mutwillig zerstören. So sieht es jedenfalls für mich aus.

Work-Life-Balance

Als ich bei Vivantes meine berufliche Tätigkeit aufnahm, hatte ich die Wochenenden vor und nach dem Urlaub immer frei. So war es auch bei meinen anderen Kolleg:innen, wenn ich mich recht erinnere. Mit der neuen Bereichspflegeleiterin wurde auch dies zunichte gemacht. Das hat sie von Anfang an offen kommuniziert. Ihrer Meinung nach verdiene es eine Pflegekraft nicht vor und nach dem Urlaub frei zu haben. Pflegekräfte seien selbst schuld, dass sie diesen Beruf erlernt haben und nun müssen sie eben damit leben. Es ist wirklich bitter, dass Führungskräfte mit dieser Einstellung ungeniert und ohne Konsequenzen handeln können. Der Betriebsrat weiß darüber Bescheid und schaut tatenlos zu.

Vorgesetztenverhalten

Die pflegerische Leitung, sowie die stellvertretenden Pflegekräfte sind sehr menschlich und wohlwollend. Ich schätze sie sehr und ich bedauere es, dass die pflegerische Leitung bald in Rente geht. Ich vermute, dann wird sich die Atmosphäre auf der Station durch die Bereichspflegeleitung noch weiter verschlimmern.
Wie aus meinen vorherigen Beiträgen bereits hervorgeht, finde ich den Führungsstil der Bereichspflegeleiterin distanzlos und unangebracht. Wir Pflegekräfte werden als undankbar und inkompetent hingestellt, wenn wir uns zur Wehr setzen. Dienstpläne und Urlaubsplanungen werden durch die Bereichspflegeleiterin als Machtinstrument genutzt. Wieso kann es sich Vivantes erlauben, so mit seinen Mitarbeiter:innen umzugehen? Es herrscht Fachkräftemangel und viele Kolleg:innen der ITS haben bereits gekündigt oder haben es vor. Auch hier trägt die Pflegedirektorin ihren Anteil bei und steht in der Verantwortung. Ich hoffe, dass die Öffentlichkeit mehr davon erfährt. Im Krankenhaus ist es ja schon bekannt, welche Vorfälle sich bei uns ereignen. Ein Krankenhaus, welches humanistische Werte im Leitbild verankert habe ich mir jedenfalls anders vorgestellt.

Interessante Aufgaben

Generell begegnet man eine breite von kardiologischen Krankheitsbildern auf der ITS, die einem fachlich viel Kompetenz abverlangen. Das macht es für mich sehr spannend. Herausfordernd war natürlich die gesamte Corona-Pandemie und das neue Krankheitsbild an sich. Es hat uns natürlich körperlich wie mental sehr viel abverlangt, aber heute bin ich froh, dass wir das zusammen durchgestanden haben. Wir sind alle über uns hinausgewachsen in dieser Zeit. Niemand war krank und einige Kolleg:innen sind über ihre körperlichen Ressourcen gegangen. Eine positive Anerkennung von der Pflegedirektorin bzw. Bereichspflegeleiterin gab es natürlich bis heute nicht. Auch die Bonuszahlungen wurden bis heute noch nicht gezahlt.

Gleichberechtigung

Innerhalb des Krankenhauses habe ich mich noch nie benachteiligt gefühlt. Natürlich hat jede/jeder immer seine individuellen Sichtweisen dabei.

Bei der Bereichspflegeleiterin ist es jedoch sehr offensichtlich, dass sie Pflegekräfte in verschiedene Kategorien einteilt und auf Basis von Sympathie und Antipathie agiert. So kam es dieses Jahr mit einem neuen Mitarbeiter zu mehreren Vorfällen auf der ITS. Sicherheitsaspektisch war er eine Gefahr für die Patient:innen, was wir auch offen kommuniziert haben. Die Krönung war, dass dieser Mitarbeiter mehrmals nicht zu seinem Dienst kam und stattdessen in verschiedenen Diskotheken feiern ging. Dies hat er in seinem Instagram-Profil öffentlich gepostet. Eine Konsequenz gab es von der Bereichspflegeleiterin nicht. Aber als ich einmal krank war (und ich war wirklich sehr krank) bekam ich Kontrollanrufe von der Bereichspflegleiterin und musste Rede und Antwort stehen, wieso ich krank sei und wie lange mein Krankenstand andauern werde. Außerdem wollte sie wissen, was ich habe. Ich habe es nicht gesagt und habe mir mittlerweile juristischen Beistand geholt für den Fall der Fälle, dass das nochmals vorkommt.

Umgang mit älteren Kollegen

Innerhalb des Pflegeteams schauen wir, dass wir ältere Kolleg:innen körperlich entlasten können, so gut es eben geht. Das kann man nicht immer umsetzen, aber wir reden miteinander und finden größtenteils immer eine Lösung.

Arbeitsbedingungen

Wenn ich meine reine Arbeitsweise auf der ITS betrachte und die Situation mit der Bereichspflegeleiterin nicht berücksichtige, dann bin ich sehr zufrieden. Ich kann selbstständig arbeiten und die Arbeitsräume der ITS finde ich sehr gut. Auch die Flexidienste, bei denen man selbst entscheiden kann, ob man Arbeitsstunden sammelt oder sich diese auszahlen lässt, finde ich sehr gut.

Gehalt/Sozialleistungen

Aus meiner Sicht bin ich sehr zufrieden mit meinem Gehalt. Klar mehr Geld geht immer, vor allem jetzt während der Inflation. Aber ich bin zufrieden und habe mich finanziell mit meiner Situation arrangiert.

Image

Das Image hat sich bei mir vor allem durch das Verhalten der Bereichspflegeleiterin und Pflegedirektorin nachhaltig verschlechtert. Ich glaube auch nicht, dass sich demnächst etwas ändern wird. Lieber lässt man Pflegekräfte kündigen, anstatt man die Verantwortlichen dafür rügt. So ist jedenfalls mein Eindruck.


Karriere/Weiterbildung

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Arbeitgeber-Kommentar

Vivantes RekrutierungscenterRekrutierungsteam

Vielen Dank erst einmal für Ihre kritische Auseinandersetzung mit Vivantes als Arbeitgeber. Ihre ausführliche Rückmeldung hat uns viel Stoff zum Nachdenken gegeben. Es tut uns sehr leid, dass Sie vor allem das Vorgesetztenverhalten bei uns als nicht zufriedenstellend empfinden. Wir geben Ihre Kritik weiter und werden uns bemühen, besser zu werden.