Wüstenrot & Württembergische Gruppe als Arbeitgeber

  • Stuttgart, Deutschland
  • BrancheFinanz
Wüstenrot & Württembergische Gruppe

Mehr Schein als Sein

2,4
Nicht empfohlen
Angestellte/r oder Arbeiter/inHat zum Zeitpunkt der Bewertung im Bereich Produktion bei Württembergische Versicherung AG in Stuttgart gearbeitet.

Gut am Arbeitgeber finde ich

Von der Ausbildung bis zum aktuellen Tag bin ich bereits im Unternehmen tätig. Es ist sehr Schade, dass die negativen Erfahrungen so massiv überwiegen. Ich habe einmal viel von dem Unternehmen gehalten....

Verbesserungsvorschläge

Verbesserungsvorschläge wurden intern kommuniziert - bisher ohne jegliche Reaktion.

Arbeitsatmosphäre

Leider ist die Arbeitsatmosphäre äußerst unangenehm und für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sehr belastend. Es wird bewusst ein Klima der Einschüchterung geschaffen, da Vorgesetzte massiven Druck ausüben und damit versuchen die Arbeitsquantität zu steigern. Das Ergebnis ist ein hohes Maß an Misstrauen gegenüber der Führungsebene.

Kommunikation

Es finden in unregelmäßigen Abständen Gruppenbesprechungen statt. Eine interne Datenbank stellt weitestgehend alle relevante Informationen für die tägliche Arbeit zur Verfügung. Die Kommunikation zwischen Führungskräften und Mitarbeitern ist dennoch unzureichend. Oft wird man nur mangelhaft über einschneidende Veränderungen in der täglichen Bearbeitung informiert. Wichtige Punkte in der Leistungsbeurteilung können von den Führungskräften nicht plausibel erklärt werden. Auf der anderen Seite wurde offen kommuniziert, dass wichtige Parameter der täglichen Arbeit nicht in die Beurteilung einfließen. Der Verdacht steht daher im Raum, dass die Leistungsbeurteilungen sehr willkürlich erstellt werden.

Kollegenzusammenhalt

Die über mehrere Jahre gewachsene Arbeitsatmosphäre und der damit einhergehende Leistungsdruck wirkt sich auch auf den Kollegenkreis aus. Um die tägliche Arbeitsmenge bewältigen zu können wird die Bearbeitung nicht immer sorgsam durchgeführt. Auch wird versucht die Arbeit aktiv auf andere Kolleginnen und Kollegen abzuwälzen. Leider ergibt sich daraus ein sehr trauriges Bild, was allerdings durch die beschriebenen Umstände zumindest nachvollziehbar ist.

Work-Life-Balance

Die Urlaubsanträge führen regelmäßig zu Diskussionen mit den Führungskräften. Kompromissbereitschaft ist in diesem Fall für das Unternehmen eine Einbahnstraße. Mobiles Arbeiten ist auch für die wenigstens Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter möglich. Desktop-PCs sind die Regel. Von Digitalisierung fehlt hier leider jede Spur.

Vorgesetztenverhalten

Wie bereits erwähnt ist das Vorgesetztenverhalten leider schwer nachvollziehbar und lässt auf Mangel an Empathie schließen. (Vermeintlich) negative Punkte werden mehrmals angeführt, zu schwierigen Gesprächen werden Kolleginnen und Kollegen spontan und ohne jede Vorwarnung geladen. Das tägliche Arbeitspensum ist in Normalzeiten nicht ohne Überstunden zu bewältigen und auch dann schafft man es im Regelfall nicht. Auf Vorbehalte oder Sorgen der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter wird wenig eingegangen. Feedback oder Verbesserungsvorschläge werden abgewunken.

Interessante Aufgaben

Die Arbeitsbelastung ist unter Normalbetrieb (vor Corona-Zeiten) an einem regulären Arbeitstag nicht machbar. Das ist vor allem auf die durchgängige Kundentelefonie zurückzuführen, die einen immer wieder unterbricht. Ansonsten kann die Arbeit durchaus Spaß machen, sofern die Rahmenbedingungen gegeben sind.

Gleichberechtigung

Hier sind keine Einschränkungen beobachtbar.

Umgang mit älteren Kollegen

Hier sind keine Einschränkungen beobachtbar. Höchstens die Resignation der älteren Kolleginnen und Kollegen gegenüber der Arbeitssituation.

Arbeitsbedingungen

Ein Unternehmen, das die Digitalisierung aktiv bewirbt, sollte auch für entsprechend moderne Ausstattung sorgen. Die erwähnten Desktop-PCs zeigen allerdings ein anderes Bild. Die Räumlichkeiten sind in die Jahre gekommen aber zweckmäßig. In heißen Sommermonaten wäre es wünschenswert, wenn der Arbeitgeber für ausreichend Mineralwasser sorgen würde. Ventilatoren werden aufgrund von Corona grundsätzlich abgelehnt. Dies trifft vorrangig Kollegen, die nicht im Home Office tätig sind. Hier wurden privat Ventilatoren angeschafft um die Arbeit erträglich zu gestalten.

Umwelt-/Sozialbewusstsein

Hier sind keine negativen Punkte beobachtbar.
(Umstellung auf digitalen Postversand läuft)

Gehalt/Sozialleistungen

Vermögenswirksame Leistungen werden geboten und das Gehalt ist pünktlich auf dem Konto. Allerdings ist es sehr demotivierend von der eigenen Führungskraft zu hören, dass keine weiteren Gehaltssteigerungen möglich sind.

Image

Die Meinung gegenüber dem Unternehmen ist in meiner Abteilung sehr negativ geprägt. Das Unternehmen wird in erster Linie als Gegner wahrgenommen, der sich um die Interessen der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter wenig kümmert.

Karriere/Weiterbildung

Fort- und Weiterbildungen über die IHK oder berufsbegleitende Studiengänge werden negativ wahrgenommen. Es erfolgt keine Unterstützung innerhalb der Abteilung. Leider wird durch das massive Desinteresse an Fort- und Weiterbildungen das Potenzial für interne Weiterentwicklungen völlig vernachlässigt. Besonders negativ hervorzuheben ist eine Falschinformation der eigenen Personalabteilung, was zu einer Kürzung der Weiterbildungsförderung von mehreren hundert Euro geführt hat!!!!

Arbeitgeber-Kommentar

Johanna Amon, Referentin Employer Branding
Johanna AmonReferentin Employer Branding

Liebe Kollegin, lieber Kollege,

besten Dank für Ihre ausführliche Bewertung. Es ist schön zu hören, dass Sie bereits seit Ihrer Ausbildung bei uns im Unternehmen tätig sind. Umso mehr tut es mir leid, dass Ihre negativen Erfahrungen aktuell so massiv überwiegen und Sie mit uns als Arbeitgeber nicht zufrieden sind. Daher möchte ich an dieser Stelle auch gar nicht versuchen, Sie vom Gegenteil zu überzeugen. Stattdessen möchte ich Ihnen ein gemeinsames Gespräch anbieten. Hier können Sie mir dann auch gerne Ihre Verbesserungsvorschläge mitteilen – ich würde mich darüber freuen.

Viele Grüße
Johanna Amon