From Hero to Average Joe
Gut am Arbeitgeber finde ich
- Die Kollegialität und das hohe Kompetenzniveau der Mitarbeitenden, die bleiben und das Unternehmen tragen
- Die gute Work-Life-Balance
- Die schönen Büros im Stadtzentrum
- Die technische Infrastruktur, IT support, und die verfügbaren Tools
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
- Den Rückzug aus dem „People Management“ und der Förderung von Teams und Individuen
- Fehlende Perspektiven für berufliche Weiterentwicklung
- Die ständigen Umstrukturierungen und strategischen Richtungswechsel, die das Gefühl vermitteln, im Kreis zu laufen
- Politische, inhaltsleere Aussagen des oberen Managements
- Den schleichenden Verlust von Identität und Sinn in der Arbeit
Arbeitsatmosphäre
XING war früher ein Beispiel für eine lebendige Unternehmenskultur, in der Neugier, Innovation, berufliche Weiterentwicklung und die Wertschätzung der Menschen sowohl die Mitarbeitenden als auch die externe Community inspirierten. Man war stolz darauf, Teil des Unternehmens zu sein.
Heute wirkt das Unternehmen orientierungslos und findet schwer eine klare Richtung. Personalthemen rücken in den Hintergrund, und die Organisation stützt sich stark auf den guten Willen und die Expertise der Senior-Mitarbeitenden, um das Unternehmen irgendwie in eine ungewisse Zukunft zu steuern.
Die Atmosphäre leidet unter den ständigen Umstrukturierungen: Das Management wurde zugunsten eines höheren Liefertempos vernachlässigt. Viele Entscheidungen werden überhastet getroffen, oft mit einer Tendenz zu Mikromanagement.
Kommunikation
Wie in vielen Unternehmen könnte auch hier die interne Kommunikation deutlich besser sein. Es gibt Schwachpunkte, aber viele Mitarbeitende und Manager bemühen sich um Verbesserungen.
Auf Führungsebene beschränkt sich die Kommunikation jedoch oft auf politische Aussagen, die Probleme glattbügeln sollen, um das Gesicht zu wahren.
Kollegenzusammenhalt
Die Kollegialität bleibt trotz vieler Entlassungswellen und Unsicherheiten bestehen. Die Motivation nimmt jedoch ab, weil das Gefühl entsteht, dass „das Schiff sinkt“.
Work-Life-Balance
Trotz des kulturellen Wandels ist die Work-Life-Balance weitgehend erhalten geblieben. Das Vertrauen in die Selbstorganisation der Mitarbeitenden ermöglicht flexible Arbeitszeiten. Das ist ein wertvolles Gut, das unbedingt bewahrt werden sollte, um Talente zu halten.
Vorgesetztenverhalten
Das Verhältnis zwischen Führungskräften und Mitarbeitenden ist grundsätzlich offen, ehrlich und auf Augenhöhe, was positiv zu erwähnen ist. Durch die vielen Umstrukturierungen und den Verlust von Kompetenzen sind jedoch große Lücken in der Führung und in der Begleitung bestimmter Rollen sowie ihrer Karriereentwicklung entstanden.
Auf höherer Ebene haben häufige strategische Fehlentscheidungen und Richtungswechsel das Vertrauen in die Fähigkeit des Leaderships, das Unternehmen wieder auf Kurs zu bringen, vollständig untergraben. Das ist sehr bedauerlich.
Interessante Aufgaben
Die Projekte wirken auf dem Papier oft attraktiv, werden jedoch durch strategische Kehrtwenden immer wieder abrupt eingestellt. Initiativen folgen aufeinander, aber nur wenige überleben – was zu Sinnverlust und Ermüdung bei den täglichen Aufgaben führt.
Arbeitsbedingungen
Top
Gehalt/Sozialleistungen
In den letzten Jahren wurden die Gehälter häufig eingefroren. Was früher eine wettbewerbsfähige Vergütung war, liegt heute nur noch im Marktdurchschnitt.
Karriere/Weiterbildung
Interne Entwicklungsmöglichkeiten sind stark begrenzt.

