„Kritik unerwünscht – enttäuschende Erfahrungen in der Technikabteilung“
Gut am Arbeitgeber finde ich
Die Kolleginnen und Kollegen in der Technikabteilung waren engagiert, hilfsbereit und fachlich stark.
Trotz aller Schwierigkeiten habe ich mich im Team sehr wohlgefühlt.
Ich wünsche allen technischen Mitarbeitenden nur das Beste für die Zukunft – sie hätten eine Führung verdient, die ihr Potenzial erkennt und fördert.
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Die grösste Schwäche liegt klar in der Führung der Technikabteilung.
Statt auf Augenhöhe zu kommunizieren, wurde oft von oben herab agiert.
Konstruktive Kritik war unerwünscht und konnte sogar Konsequenzen nach sich ziehen.
Dieses Klima hat das Arbeitsumfeld stark belastet und viele gute Ansätze im Keim erstickt.
Verbesserungsvorschläge
Die technische Abteilung braucht dringend eine neue Führungskultur.
Kritik sollte nicht als Angriff, sondern als Chance zur Verbesserung gesehen werden.
Die aktuelle Leitung hat aus meiner Sicht das Vertrauen vieler Mitarbeitenden verloren und handelt nicht im Sinne einer offenen oder fairen Zusammenarbeit.
Ein personeller Wechsel in der Führungsebene der Technikabteilung wäre ein wichtiger Schritt für einen echten Neuanfang – sowohl intern als auch im Umgang mit Kunden.
Arbeitsatmosphäre
Oberflächlich freundlich, aber intern herrscht Misstrauen. Wer kritisch denkt oder Probleme anspricht, wird schnell ausgegrenzt.
Offene Kommunikation ist nur theoretisch erwünscht – praktisch kann sie negative Konsequenzen haben.
Image
Nach außen will sich Lyreco als modernes, mitarbeiterfreundliches Unternehmen präsentieren.
Intern sieht die Realität jedoch oft anders aus – insbesondere in der Technikabteilung.
Mitarbeitende, die Missstände ansprechen oder Verbesserungsvorschläge einbringen, werden eher als Problem gesehen.
Dieses Verhalten steht im Widerspruch zum öffentlichen Auftritt und schadet dem Vertrauen in die Unternehmenskultur.
Work-Life-Balance
Die Balance war theoretisch vorhanden – in der Praxis aber schwer zu halten.
Spontane Änderungen der Einsätze, gestrichene oder verschobene Ferien und fehlende Rücksicht auf persönliche Situationen erschwerten die Planung erheblich.
Bei familiären Anliegen (z. B. Vaterschaftsurlaub) wurde wenig Flexibilität gezeigt.
Karriere/Weiterbildung
Interne Weiterbildungen oder Schulungen waren zwar angekündigt, aber wurden oft verschoben oder nicht wie versprochen durchgeführt.
Der Schulungsprozess war träge und wirkte schlecht organisiert.
Aufstiegsmöglichkeiten in der Technikabteilung schienen stark begrenzt – vor allem für Mitarbeitende, die intern kritisch waren oder Verbesserungsvorschläge machten.
Persönliches Engagement wurde selten aktiv gefördert.
Gehalt/Benefits
Das Gehalt war für die Branche durchschnittlich, aber im Verhältnis zur Verantwortung und Belastung eher unter dem, was man erwarten dürfte – insbesondere im technischen Aussendienst.
Sonderleistungen wie Spesen oder Zuschläge wurden zwar grundsätzlich ausbezahlt, aber bei längerer Krankheit gestrichen – auch wenn die Kommunikation dazu oft unklar oder verspätet war.
Beim Thema Vaterschaftsurlaub wurde mir der Lohn rückwirkend gekürzt, obwohl der Urlaub bereits genehmigt und bezogen war.
Transparenz und Fairness bei den Abzügen waren aus meiner Sicht nicht immer gegeben.
Umwelt-/Sozialbewusstsein
Lyreco positioniert sich nach außen stark im Bereich Nachhaltigkeit – und setzt tatsächlich gewisse Standards in Bezug auf Umweltbewusstsein.
In der Praxis habe ich jedoch erlebt, dass trotzdem viel funktionstüchtiges Material unnötig entsorgt wurde.
Auch bei Reparaturen oder Wartungen war eher der Austausch ganzer Geräte als die ressourcenschonende Lösung üblich.
Hier gäbe es viel Potenzial, die theoretischen Werte auch konsequent im Alltag umzusetzen.
Kollegenzusammenhalt
Das Team war gut, viele Techniker:innen arbeiten engagiert und ehrlich.
Doch Entscheidungen der Führungsetage erschweren den kollegialen Umgang, besonders wenn Mitarbeitende auf Missstände hinweisen.
Umgang mit älteren Kollegen
In meinem direkten Umfeld war der Umgang respektvoll.
Ich konnte aber beobachten, dass erfahrene Mitarbeitende manchmal übergangen oder bei Neuerungen wenig einbezogen wurden.
Hier wäre mehr Wertschätzung wichtig gewesen.
Vorgesetztenverhalten
Kritik an der Technik- oder HR-Leitung war in meinem Fall nicht willkommen.
Trotz langjähriger Mitarbeit wurde mein Vertrag ohne vorherige Verwarnung beendet.
Ein Gefühl von Sicherheit oder Wertschätzung war zuletzt nicht mehr gegeben.
Arbeitsbedingungen
Die grundlegenden Arbeitsmittel waren vorhanden, aber oft nicht auf dem neuesten Stand.
Die Qualität der Arbeitskleidung war mangelhaft – z. B. verursachte der mitgegebene Entkalker sichtbare Flecken, und das Material zeigte schnell Abnutzungserscheinungen.
Auch ergonomische Arbeitsmittel, insbesondere bei körperlich fordernden Einsätzen, hätten besser zur Verfügung gestellt werden können.
Der Lärmpegel und Stress im Innendienst waren teilweise belastend, vor allem wenn man kurzfristig intern eingesetzt wurde – auch gegen den eigenen Arbeitsvertrag.
Kommunikation
Es wurde häufig über die Mitarbeitenden gesprochen, aber selten mit ihnen.
In Meetings wurden Probleme systematisch auf Techniker abgeschoben.
Rückmeldungen oder Verbesserungsvorschläge verpufften oft ohne Wirkung.
Gleichberechtigung
Gleichbehandlung war aus meiner Sicht nicht immer gegeben – besonders bei kritischen Stimmen.
Wer loyal gegenüber der Leitung war, erhielt mehr Unterstützung als Mitarbeitende mit eigenen Ansichten oder konstruktiver Kritik.
Interessante Aufgaben
Die Arbeit vor Ort bei den Kunden war spannend, abwechslungsreich und fordernd.
Viele Aufgaben hätten jedoch mit besserer Organisation effizienter umgesetzt werden können.
Leider wurden gut gemeinte Verbesserungsvorschläge häufig ignoriert.

