Ich habe viel gelernt, vorallem was ich nicht möchte.
Gut am Arbeitgeber finde ich
Man kann praktisch zu jedem Zeitpunkt zum Arbeitgeber und Dinge besprechen, wenn man es für nötig hält. Wenn dies Zeitlich nicht möglich ist direkt, dann kann man im Normalfall innert der nächsten 24h dies besprechen.
Verbesserungsvorschläge
Früher und besser kommunizieren. Ausserdem sollte das Temparament etwas unter Kontrolle bleiben nach meiner Meinung. Schliesslich ist man immer noch ein Vorbild.
Arbeitsatmosphäre
Die Arbeitsathmosphäre ist häufig gestresst und vorallem auch unkoordiniert. Meist ist das Arbeitsklima dadurch sehr anstrengend was einem auch die Motivation nimmt, sich voll ins Zeug zu legen. Ausserdem wird man ständig korrigiert, dass man seine Arbeit anscheinend falsch mache, obwohl man diese genau so ausführt, wie man sie vor einigen Tagen erklärt bekommen hat. Das schlägt natürlich zusätzlich auf das Wohlbefinden.
Image
Ich habe vor meinem Arbeitsbeginn dort kaum Rückmeldungen gehabt über die Arbeitsbedingungen. Heute weiss ich aus eigener Erfahrung, dass diese Erfahrungsberichte gegenüber der Arbeit in diesem Betrieb zurecht nicht gerade gut sind.
Work-Life-Balance
Mieserabel. Den Bereich Life gibt es kaum, denn überstunden sind quasi alltag. Schliesslich müssen wir im Sommer anwesend sein. Dies kann zu massenhaften überstunden führen. Auch 6-Tage Wochen gibt es sehr häufig, und manchmal auch sehr spontan. Wer also nicht einen guten Grund hat, am Samstag nicht arbeiten zu können, von dem wird das dann einfach verlangt.
Fairerweise konnte ich diese jeweils im Winter auch einziehen, aber ich will nicht nur im Winter leben.
Karriere/Weiterbildung
Weiterbildungsmöglichkeiten wurden einem anderen Angestellten verweigert, weil sie für unnötig empfungen wurden.
Gehalt/Benefits
Das Gehalt war für mich am Anfang sehr gut, vermutlich aber auch eher, weil ich mir noch schlechteres gewohnt war. Im nachhinein würde ich vermutlich, für all diese Zusatzgebiete die ich noch miterledigen musste etwas mehr aushandeln.
Umwelt-/Sozialbewusstsein
Das würde ich relativ gut einstufen, da man in der Werkstatt etwas getrimmt wurde möglichst wenig Reinigungsmittel zu benutzen.
Das hat zwar eigentlich den Grund, dass diese zu teuer sind, aber hat dadurch einen guten nebeneffekt damit weniger Reinigungsmaterial in der Kanalisation landet, welches dort vermutlich nichts zu suchen hat.
Kollegenzusammenhalt
Wenn Sie innerhalb des Werkstattteams sind, können sie jederzeit auf Rückhalt vertrauen. Wenn sie allerdings im Kundendienst, im Verkaufsbereich oder als Bindeglied zwischen der Werkstatt und den anderen Teilbereichen agieren, gibt es oftmals sehr grosse Diskussionen. Diese beziehen sich aber fast ausschliesslich auf die Teilbereiche ausserhalb der Werkstatt.
Umgang mit älteren Kollegen
Die älteren kollegen sind häufig mürrisch und haben etwas den Bezug zum Beruf als Mechaniker selbst verloren. Vermutlich liegt dies auch daran, dass die Technik in den letzten Jahren grosse Fortschritte gemacht hat. Dennoch finde ich, könnte man sich genau dadurch weiterentwickeln.
Vorgesetztenverhalten
Lob und Dankbarkeit haben keinen grossen Stellenwert. Ich sage nicht, man müsse wegen jeder kleinigkeit gelobt werden. Aber wenn bei einem übervollen Terminplan noch 3 spontane Aufträge dazu kommen, und die Werkstatt das dennoch hin bekommt, wäre mindestens ein "Danke" angebracht. Stattdessen bekommt man sobald etwas nicht 100% perfekt gelaufen ist das negative Feedback, und dann nicht auf eine schöne Art und Weise. Es gab Momente, da habe ich und vermutlich alle anderen in der Werkstatt gezweifelt, dass wir überhaupt etwas richtig machen können.
Arbeitsbedingungen
Die Arbeitsumgebung ist anstrengend. Die Hebebühnen sind zum Teil schlecht angeordnet in der Werkstatt. Ausserdem sind die Hebebühnen in die Jahre gekommen. Das Werkzeug ist kaum an einem Arbeitsplatz vollständig und die Reifenmontiermaschiene muss man kennen damit man den Reifen überhaupt montieren kann. Ausser ein Computer sind alle sehr langsam.
Zudsm hat der Boden in der Werkstatt ein Loch welches man etwas kennen muss. Das Loch im Boden im Showroom ist allerdings viel schlimmer, da ich auch mehrmals darin umgefallen bin, mich aber zum Glück jedes mal nicht verletzt habe.
Kommunikation
Sehr häufig wird man spät oder zum Teil auch gar nicht über Änderungen informiert. Diese sind dann einfach beschlossene Sache. Es gibt leider auch keine Teamsitzungen an welchen sowas dann zu sprechen kommen könnte. Ausserdem werden solche änderungen immer nur einer Person gesagt, und im nachhinein heisst es, man habe das ganze Team informiert.
Meine Meinung ist, wenn sich etwas an der Arbeitslage ändert, muss eine kleine Teamsitzung, oder mindestens etwas Schriftliches vorhanden sein, an einem Ort an dem jeder zugriff hat auf diese Informationen.
Ausserdem werden auch Zusatzschichten wie eine spontane Ausstellung, einen weiteren Arbeitssamstag oder sonstige Events zum Teil sehr spontan kommuniziert. Das sind dann auch keine freiwilligen Dienste sondern Pflichtveranstaltungen. Was man dann an diesem Wochenende geplant hat, muss dann ins Wasser fallen und man kann auch direkt selber schauen wie man das verschiebt. Die Arbeit hat immer vorrang!
Gleichberechtigung
Die Gleichberechtigung stufe ich eher gering ein. Fehler die von den einen Personen begangen werden, werden unterschiedlich scharf angegangen wie bei anderen. Ausserdem, so habe ich das Gefühl, wird wenn möglich die Schuld in der Werkstatt gesucht.
Interessante Aufgaben
Das Aufgabengebiet ist sehr interessant, und auch die Marke Triumph bietet viele spannende Einblicke in die Technik.