Gut am Arbeitgeber finde ich
Sehr bemüht einen gewissen Qualitätsstandard einzuhalten.
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Zu Gewinnorientiert. Wenn man Leistungen aus welchen Gründen auch immer nicht mehr erbringen kann, macht man sich schnell sehr unbeliebt.
Verbesserungsvorschläge
Menschen in Führungs- und Ausbildungspositionen sollten pädagogische Schulungen machen müssen. Wie Vorgesetze mit teilweise 15 jährigen Lehrlingen umgegangen sind fand ich nicht Ordnung.
Arbeitsatmosphäre
Natürlich stark von den KollegInnen abhängig, manchmal super wenn die Zusammenarbeit gut geklappt hat, manchmal aber auch eine Katastrophe. Oft stressig und chaotisch. Dass Lehrlinge aufs Klo weinen gingen war keine Seltenheit.
Karrierechancen
Hatte direkt die Möglichkeit nach dem Lehrabschluss übernommen zu werden.
Arbeitszeiten
Sehr oft länger geblieben. Überstunden konnten aber ausgeglichen werden. Wenn KollegInnen krank waren wurde aber auch oft gefragt ob man an seinem freien Tag einspringen kann. Sehr viel in meiner Freizeit zusätzlich dort gewesen, weil sich Übungsmodelle sonst schlecht ausgegangen wären.
Ausbildungsvergütung
Löhne waren immer pünktlich aber das wars auch schon. In einem Unternehmen wo Lehrlinge die Hälfte aller Dienstleistungen übernehmen(Färben, Strähnen, Waschen) fände ich es angebracht mehr als die Lehrlingsentschädigung zu zahlen. Bei mir waren das im ersten Lehrjahr 350€.
Die Ausbilder
Fachlich top, setzten allerdings sehr auf Altbewährtes. Sie sind sehr bemüht eine solide, umfangreiche Ausbildung zu bieten. Ziel ist wirklich , dass Lehrlinge direkt übernommen werden können. Menschlich hätte ich mir oft mehr Verständnis und weniger Gewinnorientiertheit gewünscht.
Aufgaben/Tätigkeiten
Mann arbeitet von Beginn an am Kunden, was durchaus gute Erfahrung bringt, allerdings kommt dadurch die Zeit zum üben im Salon oft zu kurz. Dadurch, dass mein Kalender oft von morgens bis abends mit Farbdienstleistungen gefüllt war, habe ich etliche Modelle fürs Schnitttraining in meiner Freizeit gemacht. Also zusätzlich zu meinen 40 Stunden, weitere Zeit im Salon.
Variation
Breites Aufgabengebiet, und auch laufend Schulungen und Möglichkeit neues zu Lernen.
Respekt
Sehr unterschiedlich, sehr subjektiv. Unausgesprochene Regel war jedoch, nur wer gute Leistungen erbringt bekommt auch etwas Respekt. Wenn Lehrlinge zb. manchmal eher ungeschickt waren, wurde sich oft darüber lustig gemacht.