Viel Fassade, wenig Substanz – enttäuschende Entwicklung
Verbesserungsvorschläge
1. Echtes Führungsverhalten etablieren:
Führungskräfte sollten als Vorbilder agieren, statt Mobbing zu dulden oder selbst zu betreiben. Konflikte müssen ernst genommen und fair gelöst werden – unabhängig von persönlichen Sympathien.
2. Transparente Kommunikation auf allen Ebenen:
Informationen aus Meetings sollten an alle Mitarbeitenden weitergegeben werden. Ein regelmäßiger, offener Austausch stärkt das Vertrauen und verhindert Unsicherheit im Team.
3. Wertschätzung und Gleichbehandlung:
Lob und Anerkennung sollten ehrlich, nachvollziehbar und für alle zugänglich sein – nicht nur für einzelne “Lieblinge”. Gleiches gilt für Urlaub, freie Tage und Entwicklungsmöglichkeiten.
4. Stärkung des Kollegenzusammenhalts:
Der frühere Teamgeist sollte wieder gefördert werden, z. B. durch gemeinsame Projekte, offene Kommunikation und klare Unterstützung durch die Führungsebene.
5. Faire und nachvollziehbare Karrierechancen:
Interne Mitarbeitende mit guter Leistung sollten bei der Besetzung neuer Stellen bevorzugt werden. Externe Einstellungen aus dem persönlichen Umfeld der Leitung wirken willkürlich und demotivierend.
6. Respektvoller Umgang mit älteren und langjährigen Mitarbeitenden:
Erfahrung ist ein Wert, kein Makel. Ältere Kolleg:innen verdienen Respekt und sollten aktiv eingebunden und gefördert werden.
7. Mitarbeitervertretung ernst nehmen:
Der Betriebsrat sollte unabhängig, neutral und im Sinne aller Mitarbeitenden handeln – nicht zuschauen oder schweigen, wenn offensichtlich gegen Arbeitsklima oder Mitarbeiterschutz verstoßen wird.
Arbeitsatmosphäre
Fairness und Vertrauen gibt es kaum. Lob wird nur an bestimmte Personen verteilt – oft übertrieben und nicht unbedingt verdient. Wer kritisch denkt oder eigene Meinungen äußert, wird schnell zum Problem. Abmahnungen oder Kündigungen sind keine Seltenheit für diejenigen, die nicht mitlaufen.
Image
Nach außen hin wird der Schein eines tollen, modernen Unternehmens gewahrt – auch durch öffentliche Reaktionen der Zentrale auf kritische Bewertungen. Doch hinter den Kulissen sieht es ganz anders aus. Die Realität stimmt nicht mit dem äußeren Bild überein. Mitarbeitende, die sich privat mit ehemaligen Kolleg:innen gut verstehen, riskieren sogar Abmahnungen oder Kündigungen durch Markt- oder Gruppenleitung. Das Image ist stark geschönt und spiegelt nicht den tatsächlichen Umgang im Unternehmen wider.
Work-Life-Balance
Urlaubsplanung folgt dem Prinzip „Wer zuerst kommt, bekommt den Urlaub“ – unabhängig davon, ob andere krank sind oder persönliche Gründe bestehen. Eine flexible oder faire Lösung ist selten möglich, Diskussionen darüber werden kaum zugelassen. Freiwünsche kann man zwar eintragen, aber ob sie überhaupt beachtet oder umgesetzt werden, ist unklar. Das computergesteuerte Dienstplansystem berücksichtigt persönliche Bedürfnisse nur unzureichend – menschliche Faktoren bleiben dabei oft außen vor.
Karriere/Weiterbildung
Karrierechancen oder persönliche Weiterentwicklung sind kaum vorhanden – im Gegenteil: Verdiente Mitarbeitende werden teils sogar degradiert, trotz guter Leistungen. Freie Stellen werden oft nicht intern besetzt, sondern mit externen Kräften aufgefüllt. Auffällig dabei ist, dass neue Gruppenleitungen häufig aus demselben Umfeld stammen wie die Marktleitung – insbesondere aus dem Unternehmen Bauhaus. Objektive Kriterien für Aufstieg oder Weiterbildung sind nicht erkennbar, gezielte Förderung findet nicht statt.
Kollegenzusammenhalt
Vor ein bis zwei Jahren war der Zusammenhalt im Team noch stark – man hat sich gegenseitig unterstützt und gut zusammengearbeitet. Mittlerweile scheint echter Teamgeist aber nicht mehr erwünscht zu sein. Der Druck von oben wirkt sich negativ auf das Miteinander aus, und auch viele Kolleg:innen verhalten sich heute anders als früher. Der frühere Zusammenhalt ist weitgehend verloren gegangen.
Umgang mit älteren Kollegen
Ältere Mitarbeitende und langjährige Kolleg:innen werden oft nicht wertgeschätzt. Statt von ihrer Erfahrung zu profitieren, behandelt man sie regelmäßig so, als wären sie inkompetent oder überfordert. Ihre Beiträge werden selten ernst genommen – sie werden eher belächelt als gefördert. Ein respektvoller und erfahrungsbasierter Umgang findet kaum statt.
Vorgesetztenverhalten
Das Verhalten der Markt- und Gruppenleitung lässt stark zu wünschen übrig. Mobbing wird nicht nur geduldet, sondern teilweise sogar aktiv betrieben. Besonders erschreckend ist, dass höhere Ebenen wie die Regional- und Verkaufsleitung, die zentrale Verwaltung – und sogar der Betriebsrat – davon wissen, aber nicht eingreifen. Mitarbeitende werden mit ihren Problemen allein gelassen, realistische Ziele oder nachvollziehbare Entscheidungen sind selten. Mitarbeiterbeteiligung findet praktisch nicht statt. Insgesamt ein enttäuschendes und belastendes Führungsverhalten.
Kommunikation
Regelmäßige Meetings finden zwar zwischen Marktleitung und Gruppenleitungen statt, aber die Informationen daraus werden selten oder gar nicht an das restliche Personal weitergegeben. Wichtige Inhalte, die für die tägliche Arbeit relevant wären, bleiben oft unkommuniziert. Transparenz gegenüber dem Team fehlt weitgehend.