Viel Erwartung, wenig Wertschätzung
Gut am Arbeitgeber finde ich
Equipment, Grillen mit den Kollegen, Möglichkeit für Massagen
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Fehlendes miteinander, zu viel gegeneinander und oft Beleidigende Kritik.
Verbesserungsvorschläge
Mehr Verständnis, weniger Ausraster.
Arbeitsatmosphäre
Ich habe vor ein paar Jahren bei der Rtech gearbeitet und möchte hier meine Erfahrungen teilen, um anderen eventuell Mut zuzusprechen die sich in der selben Lage befinden, wie ich vor einiger Zeit.
Diese Bewertung hätte ich schon vor einer sehr langen Zeit schreiben sollen, jedoch habe ich immer gezögert. Durch Gespräche mit einigen ehemaligen Kollegen, habe ich endlich den Mut gefasst meine Erfahrung mit der rtech zu teilen.
Die Arbeitsatmosphäre war meistens unglaublich angespannt und toxisch. Jeder einzige Schritt wird durch die Zeiterfassung überwacht. Jede Aufgabe muss gestempelt werden, egal ob diese 1 Minute der 60 Minuten dauert. Was unglaublich stressig ist.
Ich bin die letzten Monate vor meiner Kündigung, jeden Tag mit einem mulmigen Gefühl zur Arbeit gefahren und habe mich schon vor 8 Uhr auf 16:30 Uhr gefreut.
Meetings standen an der Tagesordnung und waren oft auch der Anlass für so manche Tränen bei den Mitarbeitern.
Es wird vom Chef und von den Leitenden Personen oft damit geworben, dass man hier sehr selbstständig arbeiten kann, jedoch wird man einfach ins kalte Wasser geschmissen und erwartet, dass man alles perfekt macht. Raum für Fehler gibt es nicht.
Kommunikation
Die Kommunikation war unglaublich schlecht.
Kritik wird nicht angenommen.
Wenig Lob, aber dafür viel Kritik.
Das Motto des Chefs und des Standortleiters war es immer ,, entweder du schaffst das oder du kannst gehen''.
Kollegenzusammenhalt
Das einzige was mich eine längere Zeit bei dieser Firma gehalten hat, waren so manche Kollegen. Einige waren eher kälter, dafür waren andere aber sehr lieb. Durch die schlechte Behandlung der Vorgesetzten konnte man sich miteinander identifizieren und sich einander öffnen.
Work-Life-Balance
Die Work-Life-Balance war okay. Sobald ich zu Hause war, musste ich nichts mehr für das Unternehmen tun.
Jedoch wurden die versprochene Home Office und Gleitzeit nie erlaubt.
Vorgesetztenverhalten
Mit dem Chef hatte ich an sich keinen täglichen Kontakt. Wenn man ihn mal in der Küche getroffen hat, war er nett und auch kommunikativ.
War man jedoch in einem Meeting mit ihm, war es oft sehr unangenehm.
Der Standortleiter (bin mir nicht sicher, ob es noch der gleiche wie früher ist) war manchmal nett, aber die meisten Zeit sehr unangenehm und hat auch verletzende Aussagen von sich gegeben. Er wusste immer wie er einem den Tag vermiest. Manchmal hat er auch Aussagen getroffen, die anderen Nationalität über sehr verwerflich waren. Was viele von uns absolut nicht verstehen konnten, weil die Firma ihren Hauptsitz im 10.Bezirk hat.
Ich hoffe, dass sich besonders der Standortleiter in den letzten Jahren verändert hat und seinen Horizont erweitern konnte, weil das mindest das er hatte absolut bedauerlich war.
Interessante Aufgaben
Meine Aufgaben waren nie sonderlich Interessant, aber auch nicht langweilig. Ich habe mir meine Aufgaben manchmal auch mit anderen MitarbeiterInnen geteilt, das war oft sehr cool.
Da ich viel Kontakt mit den Lehrlingen hatte, muss ich mich zu dem Ausbildungssystem äussern.
Lehrlingen wurden oft ziemlich unnötige Aufgaben gegeben, die nichts mit deren Beruf zutun hatten. Der IT Lehrling musste die Kaffeemaschine putzen oder Geschirr waschen. Medien- und Büro- Lehrlinge mussten die Bettwäsche vom Chef in den Firmenwohnungen abziehen und waschen. Sowas habe ich in meiner ganzen Berufslaufbahn nicht gesehen. Einmal ist eine von den Lehrlingen mit Tränen in den Augen zu mir gekommen und meinte, dass der Standortleiter sie zur Rede gestellt hat wieso sie in der Firmenwohnung Wäsche waschen war und, dass sie ja nicht die 'Putzfrau' sei, obwohl er der war, der ihr diese Aufgabe für den Tag zugeteilt hat und sie sonst zur Redegestellt hat, wenn es mal nicht erledig wurde.
Gleichberechtigung
Die Leitenden haben ihre Lieblinge und das merkt man auch.
Lieblinge bekommen einen kostenlosen Parkplatz, urgestempelte Raucherpausen und andere Benefits, während sich andere für die selben Dinge rechtfertigen müssen oder auch zahlen müssen, wie zBs. den Parkplatz. Das führe zu viel Frust und auch einem Gefühl von Unerwünscht sein.
Umgang mit älteren Kollegen
Da gabs nie ein Problem
Arbeitsbedingungen
Wir hatten an Equipment immer das was wir brauchten.
2 Bildschirme, 1 gute Tastatur und eine gute Maus. Manche von uns konnten sich sogar ein Mousepad wünschen, das man dann auch bekommen hat.
Nach einer Zeit haben wir dann sogar eigene Büropflanzen bekommen die wir uns selber aussuchen durften. Das fand ich wirklich sehr gut.
Umwelt-/Sozialbewusstsein
Möglichkeiten zum Müll trennen sind gegeben.
Gehalt/Benefits
war okay, eher durchschnittlich
Karriere/Weiterbildung
Durch die schlechte Behandlung und die katastrophale Atmosphäre, haben die meisten schon nach paar Monaten gekündigt. In meiner zeit bei dieser Firma haben 14-16 Kollegen gekündigt.