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Brack.Alltron 
AG
Bewertung

Kann man machen, bin aber froh bin ich weg

2,2
Nicht empfohlen
Ex-Angestellte/r oder Arbeiter/inHat bis 2026 im Bereich Marketing / Produktmanagement bei Brack.Alltron in Mägenwil gearbeitet.

Verbesserungsvorschläge

Aus meiner Sicht sollte der Fokus des Managements deutlich stärker auf dem langfristigen Erfolg des Unternehmens und weniger auf persönlichen Interessen, Selbstdarstellung und dem Absichern der eigenen Position liegen.

Ich habe teilweise eine ausgeprägte politische Kultur erlebt, in der persönliche Interessen und unterschiedliche Machtspiele die Zusammenarbeit erschwert haben. Wünschenswert wären eine stärkere gemeinsame Ausrichtung auf die Unternehmensziele, mehr Sachorientierung und weniger interne Politik.

Führungskräfte sollten stärker an konkreten Ergebnissen, nachhaltiger Entwicklung und der Förderung ihrer Mitarbeitenden gemessen werden – und weniger daran, die eigene Position möglichst lange abzusichern. Mehr Verantwortung, Transparenz, klare Entscheidungen und gegenseitige Verbindlichkeit würden dem Unternehmen aus meiner Sicht sehr guttun.

Arbeitsatmosphäre

Die Arbeitsatmosphäre habe ich insgesamt als belastend und wenig wertschätzend erlebt. Insbesondere die Kommunikation und der Umgang miteinander waren aus meiner Sicht nicht immer von Offenheit, Vertrauen und gegenseitigem Respekt geprägt. Entscheidungen wurden teilweise wenig transparent vermittelt, was zu Unsicherheit und Frustration bei den Mitarbeitenden geführt hat.

Gerade in Phasen hoher Arbeitsbelastung hätte ich mir mehr Unterstützung, klare Kommunikation und eine stärkere Anerkennung der geleisteten Arbeit gewünscht.

Kommunikation

Unternehmenskommunikation

Die Unternehmenskommunikation habe ich insgesamt als mittelmäßig erlebt. Informationen wurden grundsätzlich weitergegeben, allerdings häufig nicht frühzeitig oder ausreichend transparent. Insbesondere bei Veränderungen und wichtigen Entscheidungen hätte ich mir eine klarere und konsistentere Kommunikation gewünscht.

Teilweise entstand dadurch der Eindruck, dass Informationen eher reaktiv als proaktiv kommuniziert wurden. Positiv war, dass relevante Informationen grundsätzlich verfügbar waren, allerdings hätte die Kommunikation insgesamt strukturierter, transparenter und verbindlicher sein können.

Kollegenzusammenhalt

Den Kollegenzusammenhalt habe ich insgesamt als mittelmäßig erlebt. Innerhalb einzelner Teams und zwischen bestimmten Kollegen gab es einen guten und unterstützenden Zusammenhalt. Gleichzeitig war die Zusammenarbeit teilweise stark von Bereichs- und Einzelinteressen geprägt.

Gerade bei bereichsübergreifenden Themen hätte ich mir mehr gegenseitige Unterstützung, Offenheit und gemeinsames Handeln im Sinne des Unternehmens gewünscht. Insgesamt war der Zusammenhalt damit sehr unterschiedlich und stark von den jeweiligen Teams und Personen abhängig.

Work-Life-Balance

Die Work-Life-Balance habe ich als schlecht erlebt. Die Arbeitsbelastung war insbesondere in Phasen mit hohem Veränderungs- und Projektdruck sehr hoch. Gleichzeitig fehlten aus meiner Sicht teilweise ausreichende Priorisierung und eine realistische Verteilung der Aufgaben.

Überstunden und eine hohe zeitliche Verfügbarkeit wurden teilweise als selbstverständlich vorausgesetzt. Dadurch war es schwierig, die beruflichen Anforderungen dauerhaft mit dem Privatleben in Einklang zu bringen. Eine stärkere Fokussierung auf Prioritäten, Ressourcen und nachhaltige Arbeitsbelastung hätte ich mir deutlich gewünscht.

Vorgesetztenverhalten

Das Vorgesetztenverhalten habe ich insgesamt als schlecht erlebt. Der Führungsstil war aus meiner Sicht häufig von hohem Druck und wenig konstruktiver Kommunikation geprägt. Erwartungen und Entscheidungen wurden teilweise nicht ausreichend transparent vermittelt, gleichzeitig wurde ein hoher Leistungs- und Veränderungsdruck aufgebaut.

Besonders schwierig empfand ich die ausgeprägten politischen Dynamiken. Entscheidungen und Positionen wirkten teilweise stark von persönlichen Interessen und unterschiedlichen Machtstrukturen beeinflusst. Dadurch entstand für mich ein Umfeld, in dem nicht immer die sachliche Lösung oder das gemeinsame Unternehmensinteresse im Vordergrund stand.

Ich hätte mir deutlich mehr offene Kommunikation, Verlässlichkeit, Vertrauen und eine Führung gewünscht, die Orientierung gibt und Mitarbeitende auch in anspruchsvollen Situationen unterstützt.

Interessante Aufgaben

Die Aufgaben waren insgesamt sehr interessant und anspruchsvoll. Besonders positiv fand ich die hohe Komplexität der Themen, die internationale Ausrichtung und die Möglichkeit, an relevanten strategischen Fragestellungen mitzuwirken.

Es gab viele Möglichkeiten, Verantwortung zu übernehmen und eigene Ideen einzubringen. Gerade die herausfordernden Projekte und die damit verbundenen Gestaltungsmöglichkeiten waren für mich ein wesentlicher positiver Aspekt der Tätigkeit.

Gleichberechtigung

Die Gleichberechtigung habe ich als sehr gut erlebt. Unabhängig von Geschlecht, Alter oder persönlichem Hintergrund wurden Mitarbeitende grundsätzlich gleich behandelt und hatten vergleichbare Möglichkeiten, Verantwortung zu übernehmen und sich einzubringen.

Ich habe keine wesentlichen Benachteiligungen in diesem Bereich wahrgenommen und empfand den Umgang insgesamt als fair und respektvoll.

Umgang mit älteren Kollegen

Den Umgang mit älteren Kollegen habe ich insgesamt als neutral erlebt. Grundsätzlich wurden erfahrene Mitarbeitende und deren Expertise respektiert. Gleichzeitig habe ich keine besondere Förderung oder gezielte Einbindung älterer Kollegen wahrgenommen, die über das normale Maß hinausging.

Insgesamt war mein Eindruck in diesem Bereich weder besonders positiv noch negativ.

Arbeitsbedingungen

Die Arbeitsbedingungen habe ich insgesamt als schlecht erlebt. Insbesondere die teilweise stark veralteten Systeme und Prozesse haben die tägliche Arbeit unnötig erschwert. Viele Abläufe waren wenig digitalisiert und mit einem hohen Anteil an manueller Arbeit verbunden.

Dadurch entstand aus meiner Sicht ein erheblicher zusätzlicher administrativer Aufwand, der Zeit und Ressourcen gebunden hat und teilweise zu unnötigen Fehlerquellen führte. Hier besteht aus meiner Sicht ein deutlicher Modernisierungs- und Automatisierungsbedarf.

Umwelt-/Sozialbewusstsein

Das Umwelt- und Sozialbewusstsein habe ich eher kritisch erlebt. Aus meiner Sicht wirkte Nachhaltigkeit teilweise mehr wie ein Feigenblatt bzw. ein Thema für die Außendarstellung als wie ein konsequent verankertes Unternehmensziel.

Die Verantwortlichkeiten für Nachhaltigkeit haben aus meiner Wahrnehmung relativ häufig gewechselt, was eine kontinuierliche Umsetzung erschwert hat. Insgesamt entstand bei mir der Eindruck, dass häufig der Fokus darauf lag, die notwendigen Mindestanforderungen zu erfüllen und nach außen ein entsprechendes Bild zu vermitteln, anstatt Nachhaltigkeit konsequent und langfristig in Prozesse und Entscheidungen zu integrieren.

Gehalt/Benefits

Das Gehaltsniveau habe ich als sehr schlecht empfunden. Die Vergütung stand aus meiner Sicht nicht in einem angemessenen Verhältnis zur Verantwortung, Arbeitsbelastung und den Anforderungen der jeweiligen Positionen.

Auch die Mitarbeiterrabatte waren aus meiner Sicht enttäuschend. Die Konditionen waren teilweise so wenig attraktiv, dass vergleichbare Produkte bei Wettbewerbern günstiger erhältlich waren. Insgesamt hätte ich mir eine deutlich wettbewerbsfähigere Vergütung und attraktivere Zusatzleistungen gewünscht.

Image

Das Image des Unternehmens habe ich insgesamt als schlecht wahrgenommen. Aus meiner Sicht war die Identifikation vieler Mitarbeitender mit dem Unternehmen gering. In meinem Umfeld hatte ich wiederholt den Eindruck, dass Mitarbeitende innerlich bereits gekündigt hatten oder sich aktiv nach anderen beruflichen Möglichkeiten umsahen.

Das hat aus meiner Sicht auch die Stimmung im Unternehmen und die langfristige Bindung von Mitarbeitenden negativ beeinflusst. Ich hätte mir deutlich mehr Identifikation, Stolz auf das Unternehmen und eine klarere Perspektive für die Mitarbeitenden gewünscht.

Karriere/Weiterbildung

Die Möglichkeiten für Weiterbildung und persönliche Entwicklung habe ich als sehr schlecht erlebt. Eine substanzielle Unterstützung oder Beteiligung an externen Weiterbildungen war aus meiner Sicht kaum vorhanden.

Auch ein strukturiertes internes Talent-Management oder klar erkennbare Karriereprogramme waren nicht ausreichend etabliert. Dadurch fehlten aus meiner Sicht transparente Entwicklungsperspektiven und konkrete Möglichkeiten, sich innerhalb des Unternehmens gezielt weiterzuentwickeln.

Gerade bei Mitarbeitenden mit hoher Verantwortung und entsprechendem Entwicklungspotenzial hätte ich mir deutlich mehr Investitionen in Weiterbildung, Talentförderung und interne Karrierewege gewünscht.

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Arbeitgeber-Kommentar

Carmen BärtschHR Partner

Liebe:r ehemalige:r Kolleg:in

Vielen Dank für dein offenes und ausführliches Feedback.

Es freut uns, dass du die Aufgaben, die Möglichkeit, Verantwortung zu übernehmen, sowie die Gleichberechtigung bei uns positiv erlebt hast.

Gleichzeitig bedauern wir, dass du deine Zeit bei uns in Bereichen wie Führung, Kommunikation, Arbeitsatmosphäre, Arbeitsbelastung und Zusammenarbeit kritisch wahrgenommen hast. Wir nehmen deine persönliche Einschätzung und deine Rückmeldungen ernst und werden die darin enthaltenen Hinweise und Verbesserungsvorschläge prüfen.

Wir danken dir für deinen Einsatz während deiner Zeit bei uns und wünschen dir für deinen weiteren beruflichen und privaten Weg alles Gute.

Solltest du den Wunsch haben, dich noch persönlich mit uns auszutauschen, stehen wir jederzeit gerne für ein Gespräch zur Verfügung.

Dein Brack.Alltron HR

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Anonym · Sieh, ob’s deinen Kolleg:innen auch so geht.