2 Bewertungen von Mitarbeiter:innenkununu Prüfprozess
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2 Mitarbeiter:innen haben diesen Arbeitgeber mit durchschnittlich 1,9 Punkten auf einer Skala von 1 bis 5 bewertet.
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Etlabora sollte die Arbeitsplätze und Tätigkeiten, zu denen Temporärmitarbeitende vermittelt werden, regelmässig selbst überprüfen. Sinnvoll wäre es, wenn Verantwortliche des Unternehmens zumindest für eine gewisse Zeit direkt vor Ort mitarbeiten oder die einzelnen Tätigkeiten begleiten würden, um die tatsächlichen Arbeitsbedingungen besser zu verstehen. Dadurch könnten gesundheitliche Belastungen, problematische Arbeitsabläufe und der Umgang mit Mitarbeitenden realistischer eingeschätzt und kontrolliert werden. So könnte Etlabora besser sicherstellen, dass die Arbeitsbedingungen für ihre Temporärangestellten fair, sicher und gesundheitlich vertretbar sind.
Etlabora ist eine Temporärfirma, die mich bei Migros Online in Pratteln eingesetzt hat. Die Arbeitsatmosphäre und Unternehmenskultur in diesem Unternehmen wurden öffentlich kritisiert und sowohl von den Medien als auch von der Gewerkschaft Unia thematisiert.
Laut einem Artikel der Gewerkschaft Unia vom Februar 2025 gibt es im Logistikzentrum Pratteln zahlreiche Probleme bezüglich der Arbeitsbedingungen. Genannt werden unter anderem extremer Leistungsdruck, ständige digitale Überwachung, respektloser Umgang durch Vorgesetzte sowie ein toxisches Arbeitsklima. Zudem wurden unvorhersehbare Arbeitszeiten, hohe körperliche Belastung und mangelnde Rücksicht auf die Gesundheit der Mitarbeitenden kritisiert.
Mehrere Beschäftigte berichteten ausserdem von rassistischen und sexistischen Verhaltensweisen sowie von Angst, ihre Meinung zu äussern oder Verbesserungen zu verlangen, aus Furcht vor negativen Konsequenzen. Die Gewerkschaft Unia erklärte, dass viele Mitarbeitende gesundheitliche Probleme aufgrund der Arbeitsbedingungen erlitten hätten, und kritisierte den Umgang mit kranken oder verunfallten Arbeitnehmenden.
Diese Zustände wurden öffentlich in Schweizer Medien sowie durch die Gewer
Kein Leben mehr
Mein direkter Vorgesetzter war nicht Etlabora, sondern der Abteilungsleiter bei Migros Online. Die Kommunikation im Arbeitsalltag war häufig wenig wertschätzend. Immer wieder bekam man das Gefühl vermittelt, dass Kritik oder Unzufriedenheit nicht erwünscht seien. Aussagen wie „Wenn es dir hier nicht gefällt, dort ist die Tür“ wurden sinngemäss wiederholt gemacht. Dadurch entstand ein Klima von Druck und Unsicherheit, anstatt eines respektvollen und unterstützenden Umgangs mit den Mitarbeitenden.
Sehr sehr schlecht
Die Kommunikation mit Etlabora war grundsätzlich gut. Allerdings hatte ich teilweise den Eindruck, dass die dort Verantwortlichen den öffentlich kritisierten Zuständen bei Migros Online nur wenig Aufmerksamkeit schenkten. Es wirkte manchmal so, als würden die Probleme und die von Mitarbeitenden gemeldeten Missstände entweder ignoriert oder nicht ernst genug genommen. Besonders im Zusammenhang mit den bereits von Medien und der Gewerkschaft Unia thematisierten Arbeitsbedingungen hätte ich mir mehr Interesse, Unterstützung und Engagement für das Wohl der Temporärmitarbeitenden gewünscht.
Die Arbeitsaufgaben waren körperlich extrem belastend und auf Dauer gesundheitsschädlich. Es gab kaum oder keine Rotation der Tätigkeiten, wodurch Mitarbeitende über längere Zeit denselben schweren Belastungen ausgesetzt waren. Teilweise mussten jede Minute Kisten mit bis zu 30 Kilogramm Gewicht gehoben werden, was eine erhebliche Gefahr für die Gesundheit darstellt. Diese problematischen Arbeitsbedingungen wurden bereits öffentlich in den Medien thematisiert und kritisiert.
Trotzdem hatte ich den Eindruck, dass sich Etlabora wenig dafür interessierte, unter welchen konkreten Bedingungen die Temporärmitarbeitenden eingesetzt wurden. Es entstand das Gefühl, dass wichtiger war, Personal zu vermitteln, als sich ernsthaft mit dem Arbeitsumfeld und dem Schutz der Mitarbeitenden auseinanderzusetzen.