Gute Fassade, schwieriger Kern
Gut am Arbeitgeber finde ich
Die Aufgaben an sich sind fachlich hervorragend und es gibt viel Gestaltungsspielraum bei der Umsetzung eigener Ideen. Jedem IT-Spezialisten auf Jobsuche kann ich es empfehlen, sich bei Freestar-Informatik zu melden.
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Das Micromanagement und die ständige Kontrolle überschatten die guten Aufgaben. Es herrscht ein extremes Misstrauen, sobald man sich mit Kollegen austauscht oder kurz einen Kaffee trinkt. Kritik wird oft wegerklärt oder persönlich genommen, was eine ehrliche Weiterentwicklung verhindert.
Verbesserungsvorschläge
Echte Selbstreflexion zulassen und akzeptieren, dass sachliche Kritik kein persönlicher Angriff oder Verrat ist. Es braucht Vertrauen statt Micromanagement und eine Kommunikation auf Augenhöhe, die auch die Karrierebedürfnisse der Angestellten ernst nimmt. Titel und Vertragsanpassungen sind für junge Profis und deren CV wichtig, auch wenn sie der Führungsebene persönlich egal sind. Es wäre wichtig, vom Selbstdarsteller zum Zuhörer zu werden und echte strukturelle Probleme anzugehen, statt nur die Leute auszutauschen.
Arbeitsatmosphäre
Das Team untereinander war fantastisch, der Zusammenhalt unter den Kollegen war das, was den Alltag getragen hat. Allerdings wird dieser Zusammenhalt durch eine spürbare Mikro-Kontrolle erschwert. Es herrscht eine Kultur des Argwohns: Wer sich zu lange austauscht, muss damit rechnen, dass hinterfragt wird, ob das Gespräch privater oder geschäftlicher Natur war. Man hat hier ständig das Gefühl, wie ein Schulkind behandelt zu werden und nicht wie ein erwachsener Arbeitnehmer auf Augenhöhe.
Kollegenzusammenhalt
Der Zusammenhalt im Team war absolut herausragend und das eigentliche Herzstück der Firma. Es war das tollste Team, das man sich vorstellen kann. Leider merkt man jedoch, dass dieses starke Fundament langsam bröckelt, da bereits einige geschätzte Kollegen gekündigt haben. Es ist traurig zu sehen, wie ein so starkes Team durch die Rahmenbedingungen langsam auseinanderbricht.
Work-Life-Balance
HO ist streng reguliert. Die offizielle Begründung lautet, dass es „fair“ gegenüber allen sein solle und man für den Team-Zusammenhalt und Öffnungszeiten im Büro präsent sein müsse. Dieser Logik steht jedoch gegenüber, dass man im Büro kaum miteinander sprechen kann, ohne dass es kritisch hinterfragt wird. Es gibt zwar theoretisch Gleitzeit und Überstunden werden gern gesehen bzw. erwartet, in der Realität verlassen jedoch fast alle pünktlich um 17:00 Uhr das Gebäude. Das liegt nicht an mangelndem Fleiss, sondern schlicht an der fehlenden Motivation.
Vorgesetztenverhalten
Die Führungsebene inszeniert sich gerne als unfehlbar und übermäßig gütig. Kritik wird nicht als sachlicher Input für Verbesserungen gesehen, sondern als persönlicher Angriff oder "Rückenstich" gewertet. Die Kommunikation erfolgt selten direkt, sondern oft über Umwege, was zu einer Atmosphäre der Unsicherheit führt. Absolut realitätsfern wird es bei Vertrags- oder Titelanpassungen: Hier muss man regelrecht kämpfen. Der Chef sagt dann gern, dass ihm "Titel egal sind". Das ist aus einer Chefposition heraus leicht gesagt, für Mitarbeiter ist ein korrekter Titel im CV aber wichtig für den weiteren beruflichen Weg. Diese Ignoranz gegenüber den Bedürfnissen der Angestellten ist bezeichnend.
Interessante Aufgaben
Die Arbeit an sich ist interessant. Wer eine Stelle im IT-Bereich sucht, ist bei Freestar-Informatik definitiv an der richtigen Adresse und wird von den Consultants sehr gut betreut. Die Kunden sind super cool und die Projekte bieten viel Potenzial.


