Trotz „magischer“ Versprechen teuer für Patienten und nicht als Arbeitgeber zu empfehlen
Gut am Arbeitgeber finde ich
Positiv sind der attraktive Standort, die abwechslungsreiche und interessante Patientenschaft, insbesondere im muskuloskelettalen Bereich.
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Eine erkennbare Auseinandersetzung mit den Gründen für die hohe Fluktuation ist aus meiner Sicht kaum vorhanden; innerhalb von neun Jahren haben bereits rund 24 Mitarbeitende das Unternehmen verlassen.Fehlende Strukturen, inkonsequente Führung, unklare Zuständigkeiten sowie organisatorische und administrative Mängel prägen den Arbeitsalltag.
Verbesserungsvorschläge
Es braucht eine grundlegende Neustrukturierung der Führung, klare Zuständigkeiten und die konsequente Umsetzung bereits definierter Prozesse. Administrative Abläufe, Patientenplanung und die Einhaltung von Versicherungs- und Verordnungsvorgaben sollten verbindlich standardisiert werden. Zusätzlich sind Investitionen in Infrastruktur, Hygiene, Raumausstattung und eine transparente Kommunikation erforderlich, um das vorhandene Potenzial von Standort und Patientenschaft nachhaltig zu nutzen. Mehr Wert auf gültige Diplome/Ausbildungen und Anerkennungen setzen und diese auch dem richtigen Fachpersonal zuteilen.
Arbeitsatmosphäre
Die Atmosphäre wird stark durch fehlende Strukturen und wechselnde Vorgaben belastet. Teilweise werden Mitarbeiter gegeneinander ausgespielt
Image
Das nach aussen kommunizierte Image steht aus meiner Sicht in einem deutlichen Widerspruch zu den tatsächlichen internen Strukturen und Prozessen. Dieser Eindruck scheint zunehmend auch von Ärzten und Patienten wahrgenommen zu werden.
Work-Life-Balance
Die Arbeitsplanung wirkt teilweise wenig effizient. Trotz regelmässiger Leerzeiten im Tagesverlauf werden Patienten dennoch in Randzeiten oder Überzeit eingeplant, was die Planbarkeit des Arbeitstags und die Balance zwischen Arbeits- und Erholungszeit unnötig erschwert.
Karriere/Weiterbildung
Zu Beginn werden Entwicklungsmöglichkeiten gross angekündigt, im Arbeitsalltag findet jedoch kaum strukturierte Förderung statt. Eigeninitiativ organisierte Weiterentwicklung wird aus meiner Sicht teilweise eher erschwert als unterstützt.Bereits etablierte Kooperationen konnten aufgrund der beschriebenen strukturellen und organisatorischen Defizite nicht nachhaltig aufrechterhalten werden.
Gehalt/Benefits
Die Sozialleistungen sind grundsätzlich ausreichend, jedoch nicht vollständig abgedeckt.Lohnzahlungen erfolgen unregelmässig, und keinen 13ten Montaslohn und Abrechnungen zu AHV, NBU und steuerrelevanten Themen sind teilweise unklar.
Umwelt-/Sozialbewusstsein
Aus Kostengründen werden Desinfektionsmittel teilweise verdünnt oder durch Wasser ersetzt. Es werden Öko-Handtücher verwendet und kaum Chemikalien zur reinigung.
Kollegenzusammenhalt
Im Team ist grundsätzlich Unterstützung vorhanden auf ufforderung. Durch die bestehenden Strukturen entsteht mit der Zeit der Eindruck, dass Mitarbeitende zunehmend nur noch für ihren eigenen Bereich arbeiten, selbst bei anfänglich sehr motivierten Personen.
Umgang mit älteren Kollegen
Aus meiner Sicht wird die ältere Mitarbeiterin insbesondere in der Kommunikation nicht gleichwertig behandelt.
Vorgesetztenverhalten
Führung und Entscheidungsfindung sind wenig strukturiert. Vorgaben werden teilweise unabhängig von Richtlinien der Versicherungen oder formalen Anforderungen an Verordnungen umgesetzt. Das Vorgesetztenverhalten stellt aus meiner Sicht das zentrale Problem dar. Trotz wiederholter Lösungsansätze und Rückmeldungen durch mehrere Mitarbeitende sowie zwei Geschäftsführer wurden bisher kaum nachhaltige Veränderungen umgesetzt; häufig bleibt es bei Ankündigungen ohne spürbare Verbesserungen im Arbeitsalltag.
Arbeitsbedingungen
Die Arbeitsbedingungen sind durch infrastrukturelle und organisatorische Mängel geprägt, insbesondere in den Bereichen Hygiene, Materiallagerung, Beleuchtung, Lüftung, verstellbare Liegen sowie klare administrative Abläufe.
Trotz erstellter Leitfäden aud eigeninitative von Mitarbeitern(nicht mehr da) und getroffener Abmachungen werden administrative Abläufe und die Patientenplanung nicht konsequent umgesetzt.
Kommunikation
Kommunikation erfolgt, wenn überhaupt, häufig kurzfristig, unklar und ohne ausreichende Abstimmung. (auch gegenüber den Patienten)
Gleichberechtigung
Gleichbehandlung wird grundsätzlich eingehalten.
Interessante Aufgaben
Das Arbeitsumfeld ist durch abwechslungsreiche Fälle geprägt, insbesondere im muskuloskelettalen Bereich, sowie durch eine interessante und vielfältige Patientenschaft. Ideen können grundsätzlich eingebracht werden, die konkrete Umsetzung – auch bei einfachen Themen wie der Dokumentation – ist jedoch stark erschwert und erfolgt sehr langsam.