Gut am Arbeitgeber finde ich
* Die Möglichkeit, im öffentlichen Verkehr eingesetzt zu werden – das macht sich gut im Lebenslauf und bietet wertvolle praktische Erfahrungen, vor allem durch die Zusammenarbeit mit der SBB AG.
* Das GA, das ihr während der Ausbildung erhaltet, ist ein echter Vorteil und erleichtert die Mobilität erheblich.
* Die Rückvergütung von Kosten für Sprachzertifikate und die Möglichkeit, Spesen abzurechnen, sind positive Angebote, die nicht selbstverständlich sind.
* Der Gutschein für den Laptopkauf mit CHF 300 unterstützt euch bei der technischen Ausstattung während der Ausbildung.
* Die Chance auf Weiterbildung, Weiterentwicklung und Karriere bei einem grossen Konzern wie der SBB AG ist definitiv ein Pluspunkt.
* Einige Abteilungen bieten tatsächlich eine angenehme Arbeitsatmosphäre und machen Spass – vor allem, wenn man die richtigen Mitlernenden um sich hat.
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Siehe: Verbesserungsvorschläge für den Arbeitgeber
Verbesserungsvorschläge
Die Login AG könnte an einigen Punkten arbeiten, um die Ausbildung für Lernende besser und fairer zu gestalten:
* Mehr Transparenz bezüglich der Speicherung und Nutzung von Daten würde den Lernenden helfen, besser zu verstehen, welche Informationen dokumentiert werden und warum.
* Ein respektvollerer und professionellerer Umgang seitens der Ausbildungsleiter und Berufsbildner wäre wünschenswert, wobei Kritik konstruktiv und auf Augenhöhe erfolgen sollte.
* Berufsbildner sollten besser geschult werden und mehr Verständnis für die Herausforderungen der Lernenden entwickeln, um gezielter unterstützen zu können.
* Die Praxis, Lernende schnell zu verwarnen oder zu bestrafen, könnte überdacht werden, um einen menschlicheren und überlegteren Umgang zu fördern.
* Lernenden sollte die Möglichkeit gegeben werden, Feedback zu geben, das ernst genommen wird und zu Verbesserungen führt.
* Es wäre hilfreich, ein unterstützendes und motivierendes Arbeitsumfeld zu schaffen, in dem Lernende sich wohlfühlen können.
* Entscheidungen, die Lernende betreffen, sollten transparenter getroffen werden, ohne Betroffene aussen vor zu lassen.
* Eine leichte Anhebung des Lohns würde der Arbeitsbelastung besser gerecht und könnte die Motivation erhöhen.
Diese Punkte würden aus meiner Sicht dazu beitragen, die Ausbildung deutlich zu verbessern und Lernenden eine bessere Erfahrung zu ermöglichen.
Arbeitsatmosphäre
Meiner Erfahrung nach hängt die Arbeitsatmosphäre bei der Login AG stark davon ab, in welcher Abteilung und bei welchem Einsatzpartner man arbeitet. Manche Teams sind locker und unterstützen sich, was den Alltag erträglicher macht.
Allerdings kippt die Stimmung schnell, wenn die Login AG oder die Ausbildungsleitung zu stark eingreift. Dann wird aus einem eigentlich guten Umfeld oft ein angespanntes Klima mit viel Druck und wenig Verständnis für persönliche Herausforderungen.
Ich habe oft erlebt, dass viele Lernende sich schnell gestresst und wenig wertgeschätzt fühlen, was die Motivation stark beeinträchtigt. Deshalb würde ich jedem raten, sich ein unterstützendes Umfeld zu suchen und vorsichtig zu sein, mit wem man offen spricht.
Karrierechancen
Dieser Punkt ist wirklich positiv: Die Karrierechancen nach der Ausbildung bei der Login AG beziehungsweise der SBB sind gut.
Der Lohn nach der Lehre als KV-Angestellte liegt netto bei etwa 4.500 CHF (ohne 13. Monatslohn) – das ist voll in Ordnung. Die SBB bietet zudem sehr gute Möglichkeiten zur Weiterentwicklung, mit zahlreichen Weiterbildungsangeboten, Studiumsmöglichkeiten und klaren Karrierepfaden.
Je nachdem, in welchem Bereich ihr arbeitet, gelten die üblichen Corporate-Standards, was Bezahlung und Entwicklungschancen angeht.
Arbeitszeiten
Gleitzeiten, völlig normal.
Ausbildungsvergütung
So, jetzt kommt der spannende Teil :)
Euer Lohn sieht etwa so aus (Ohne den 13 Lohn):
Lehrjahr: CHF 680.00
Lehrjahr: CHF 830.00
Lehrjahr: CHF 1100.00
Das sind Bruttobeträge, von denen Sozialabzügeabgezogen werden.
Ihr bekommt ein GA, was definitiv ein Pluspunkt ist. Natürlich wird dieses aber versteuert. ACHTUNG: Praktikanten bekommen kein GA
-Eure Diplome für Sprachen werden euch auch bezahlt
-Schulmaterial wird ebenfalls teilweise von der Login AG bezahlt, allerdings nur ein kleiner Teil.
-Ausserdem erhaltet ihr einen Gutschein von CHF 300, den ihr für den Kauf eines Laptops verwenden könnt.
Der Lohn ist meiner Meinung nach mittelmässig, also okay, aber nichts Besonderes.
Die Ausbilder
Wenn ihr in der Ausbildung bei der Login AG seid oder euch dort bewerben wollt, solltet ihr folgendes wissen: Alles, was ihr erzählt, selbst sehr persönliche oder private Informationen wird/kann intern gespeichert werden, ohne dass ihr darauf Einfluss habt.
Besonders wichtig ist für euch: Eure Berufsbildner sind NICHT eure Freunde, sie sind die "Mittelmänner" der Ausbildungsleiter. Alles, was ihr ihnen erzählt, wird weitergegeben werden, also: Pssst!
Überlegt daher besonders sensibel, welche Details ihr teilt, selbst wenn ihr denkt, dass sie für eure Ausbildung relevant oder harmlos sind. Seid vorsichtig, professionell und überlegt in eurer Kommunikation. Nur so könnt ihr euch selbst schützen und unangenehme Situationen vermeiden.
Spaßfaktor
Meiner Meinung nach ist die Ausbildung bei der Login AG überwiegend streng und arbeitsintensiv, und der Fokus liegt stark auf professionellem Arbeiten und der Einhaltung von Vorgaben.
Die ersten 1–2 Semester sind sehr, sehr anstrengend – vieles ist neu, der Arbeitsalltag fordert euch oft bis zur Übermüdung. Lasst euch davon aber nicht entmutigen, denn mit der Zeit werdet ihr sicherer und bekommt mehr Routine.
Einige Abteilungen bieten tatsächlich ein angenehmes Arbeitsumfeld und Freude an der Arbeit, solange die Login AG sich nicht zu stark einmischt.
Aufgaben/Tätigkeiten
Auch hier kommt es auf die Einsatzfirma drauf an. Aber eher langweilig.
Variation
Ironischerweise gibt es bei der Login AG je nach Einsatzfirma und Ausbildungsberuf durchaus Unterschiede, leider zeigen sich diese „Variationen“ oft darin, wie schnell und häufig Verwarnungen ausgesprochen werden und wie stark Lernende kontrolliert werden sollten.
Auch wenn man mit Erwartungen auf eine spannende Ausbildung startet, liegt der Fokus häufig mehr auf Regeln und Verwarnungen als auf echter Förderung und Unterstützung.
Je nachdem, wo ihr eingesetzt seid, erlebt ihr unterschiedliche Situationen, doch eines bleibt meist gleich: Es gibt viele Vorschriften und wenig Freiraum für eigene Entfaltung.
Respekt
Meiner Meinung nach zeigt sich Respektlosigkeit bei vielen Ausbildungsleitern vor allem in ihrem Umgang mit den Lernenden. Dazu gehören für mich zum Beispiel:
-Herablassende oder sarkastische Bemerkungen, wenn man Fragen stellt oder Probleme anspricht
-Anliegen werden oft ignoriert oder mit Floskeln abgetan
-Abwertende Kommentare über die eigene Leistung oder Persönlichkeit, teilweise sogar vor anderen Kollegen
-Kritik, die nicht konstruktiv ist, sondern eher verletzt
-Fehlender Respekt für persönliche Grenzen, etwa wenn private Themen unangemessen angesprochen werden
-Gespräche werden verweigert oder man trifft auf eine ablehnende Haltung bei Konflikten