Ihr Unternehmen?

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Lunchgate 
AG
Bewertung

Ihr Unternehmen?

Zwischen Hochglanz und Realität liegen Welten

1,5
Nicht empfohlen
Ex-Angestellte/r oder Arbeiter/inHat bis 2026 für dieses Unternehmen in Zürich gearbeitet.

Gut am Arbeitgeber finde ich

Leider gar nichts

Schlecht am Arbeitgeber finde ich

Geht anhand der Bewertung deutlich hervor

Verbesserungsvorschläge

Die Bewertung aus September 2019 hätte ich vor meinem Start vielleicht ernster nehmen sollen. Nach meiner eigenen Erfahrung konnte ich viele der dort beschriebenen Punkte leider selbst nachvollziehen. Nach außen präsentiert sich das Unternehmen als modern, innovativ und offen für neue Ideen. Meine persönliche Erfahrung war jedoch, dass zwischen diesem Anspruch und dem tatsächlichen Arbeitsalltag eine erhebliche Lücke besteht.

Gesucht werden Menschen mit Eigeninitiative, Marktverständnis und dem Anspruch, Verantwortung zu übernehmen. Gleichzeitig hatte ich häufig den Eindruck, dass genau diese Eigenschaften nur so lange gewünscht sind, bis bestehende Strukturen hinterfragt werden. Ideen wurden angehört, diskutiert und anschließend häufig nicht weiterverfolgt. Besonders irritierend war für mich, dass einzelne Ansätze später doch umgesetzt wurden, nachdem sie zuvor keine Unterstützung erhalten hatten. Zu meinen Vorschlägen und der dazugehörigen Kommunikation liegen mir entsprechende Unterlagen vor. Ich hatte außerdem den Eindruck, dass bewährte Vorgehensweisen aus einem bestehenden Markt weitgehend unverändert auf einen anderen Markt übertragen werden sollten. Dass unterschiedliche Märkte unterschiedliche Strategien, Kundenbedürfnisse und Vertriebsansätze erfordern, spielte aus meiner Sicht eine zu geringe Rolle.

Auch im Vertrieb fehlten für mich teilweise grundlegende Antworten. Fragen nach Zielkunden, einem typischen Sales Cycle oder einer klaren Go-to-Market-Strategie konnten aus meiner Wahrnehmung nicht eindeutig beantwortet werden. Gleichzeitig wurden tägliche Kontrollmeetings und enge Abstimmungen gelebt, sodass eigenständiges Arbeiten nur begrenzt möglich war. Selbst einfache Entscheidungen mussten häufig abgestimmt werden. Besonders widersprüchlich empfand ich dabei eine Situation in einem dieser Meetings: Während von Mitarbeitenden volle Aufmerksamkeit, Disziplin und Verbindlichkeit erwartet wurden, saß aus meiner Wahrnehmung ein Mitglied der Geschäftsführung über längere Zeit mit geschlossenen Augen auf der anderen Seite des Meetings und zeigte keine erkennbare Beteiligung. Auch andere Anwesende, darunter weitere Führungskräfte, nahmen diese Situation wahr. Statt dies kritisch anzusprechen, wurde die Situation eher mit einem Lächeln aufgenommen. Für mich entstand dadurch ein fragwürdiges Signal: Einerseits wurde Kontrolle und höchste Aufmerksamkeit eingefordert, andererseits wurden diese Maßstäbe aus meiner Sicht nicht gleichermaßen vorgelebt.

Die Kommunikation empfand ich als einen der größten Schwachpunkte. Ich habe Meetings erlebt, in denen lautstark diskutiert wurde und der Umgangston für mein Empfinden deutlich über das hinausging, was ich in einem professionellen Umfeld erwarten würde. Eine solche Atmosphäre erschwert aus meiner Sicht eine offene Feedbackkultur erheblich. Auch strategisch blieben bei mir viele Fragen offen. Über einen längeren Zeitraum wurde ein einzelnes Thema im Marketing immer wieder in den Mittelpunkt gestellt. Intern fiel dazu sinngemäß die Aussage, man müsse „die Zitrone quetschen, solange es geht“. Dieser Satz ist mir bis heute im Gedächtnis geblieben, weil er für mich sinnbildlich dafür stand, vorhandene Themen möglichst lange auszuschöpfen, anstatt konsequent neue Mehrwerte zu schaffen und nachhaltig in Wachstum zu investieren. Dabei hatte ich teilweise den Eindruck, dass kurzfristige Effekte und vorhandene Möglichkeiten stärker genutzt wurden, als langfristige Lösungen, nachhaltige Prozesse und neue Wachstumsansätze aufzubauen.

Gleichzeitig hätte ich mir deutlich mehr Fokus auf Produktentwicklung, Marketing, moderne Vertriebswerkzeuge und marktorientierte Weiterentwicklung gewünscht. Gerade im Vertrieb fehlten aus meiner Sicht wichtige Grundlagen und Werkzeuge, um langfristig erfolgreich arbeiten zu können. Innerhalb weniger Monate verließen zudem mehrere Mitarbeiter das Unternehmen, darunter Personen mit verantwortungsvollen Aufgaben und Führungsverantwortung. Das hat bei mir Fragen aufgeworfen und meinen Eindruck zur Stabilität der Organisation zusätzlich beeinflusst.

Auch außerhalb des eigentlichen Arbeitsalltags habe ich Situationen erlebt, die mein Bild der Unternehmenskultur geprägt haben. Gemeinsame Veranstaltungen gehören selbstverständlich zu einem Unternehmen. Entscheidend ist jedoch, welche Kultur dabei sichtbar wird. Auf Firmenveranstaltungen hatte ich persönlich den Eindruck, dass Nähe und Distanz zwischen Führungsebene und einzelnen Mitarbeitenden teilweise sehr unterschiedlich gelebt wurden. Ob dies Ausdruck der Unternehmenskultur oder schlicht eine andere kulturelle Prägung ist, kann und möchte ich nicht beurteilen. Für mich wirkte dieses Miteinander jedoch stellenweise ungewohnt und nicht immer passend zu dem professionellen Bild, das nach außen vermittelt wurde. Besonders nachdenklich haben mich außerdem einzelne Situ

Arbeitsatmosphäre

Micromanagement

Kommunikation

Unangenehm

Kollegenzusammenhalt

Nach außen ein Team, innen jeder für sich

Work-Life-Balance

Ausgeglichen

Vorgesetztenverhalten

Das Wort Chefs beschreibt es

Interessante Aufgaben

Die Zitronen quetschen

Umgang mit älteren Kollegen

Funktionierend

Arbeitsbedingungen

Hardware Apple, Callcenter Ähnlichkeiten im Büro

Gehalt/Benefits

Fixum ok, Zielgehalt außerhalb der Schweiz eher unrealistisch

Karriere/Weiterbildung

Aussichtslos


Gleichberechtigung

Umwelt-/Sozialbewusstsein

Image

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Puls

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Anonym · Sieh, ob’s deinen Kolleg:innen auch so geht.