Bewertung der Tubenproduktion
Gut am Arbeitgeber finde ich
Permapack AG ist insgesamt ein sehr guter Arbeitgeber. Als mittelgrosses Familienunternehmen mit Du-Kultur bietet es ein angenehmes Arbeitsumfeld. In den unterschiedlichen Bereichen arbeiten viele freundliche und kompetente Kolleginnen und Kollegen.
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Als sehr unprofessionell empfinde ich, dass das Unternehmen die Zustände in der Tubenproduktion toleriert. Die bestehenden Probleme sind den höheren Führungsebenen (CEO, HR) bekannt, da sich bereits mehrere Mitarbeitende diesbezüglich an sie gewandt haben.
Die geschilderten Missstände können sowohl bei aktuellen als auch bei ehemaligen Mitarbeitenden bestätigt werden, sofern Interesse an einer entsprechenden Rückfrage besteht.
Verbesserungsvorschläge
Die Führung in der Tubenproduktion muss geändert werden, da die derzeit verantwortliche Führungskraft nicht in der Lage ist, gleiche Arbeitsbedingungen für alle Mitarbeitenden zu gewährleisten.
Arbeitsatmosphäre
Das Arbeitsklima in der Abteilung ist toxisch. Nicht eingehaltene Versprechungen, Ungleichbehandlung sowie die offensichtliche Bevorzugung einer Mitarbeiterin durch den Vorgesetzten führen bei vielen Mitarbeitenden zu Frustration und Demotivation.
Kommunikation
Die Kommunikation innerhalb der Abteilung ist sehr schwierig. Der Vorgesetzte ist charakterlich wenig gesprächig und kommuniziert mit einigen Mitarbeitenden nur ungern. Wichtige Informationen werden daher überwiegend an eine bestimmte Mitarbeiterin weitergegeben. Dies führt dazu, dass Informationen entweder unprofessionell weitergeleitet werden oder von vielen Mitarbeitenden nicht ernst genommen bzw. ignoriert werden. Darüber hinaus haben einige Mitarbeitende seit mehreren Jahren kein Jahresgespräch erhalten, obwohl dies ihr gutes Recht wäre. Teilweise fanden nicht einmal Probezeitgespräche statt.
Kollegenzusammenhalt
Von Zusammenhalt kann keine Rede sein. Viele Mitarbeitende sind aufgrund der genannten Punkte unzufrieden. Statt Motivation herrscht bei ihnen das Gefühl vor, lediglich ihre Arbeitszeit abzusitzen und anschließend nach Hause zu gehen. Zudem gibt es viel Lästerei und negatives Gerede, was das Arbeitsklima zusätzlich belastet.
Work-Life-Balance
Der Schichtplan wird seit Jahren überwiegend nach den Wünschen und privaten Bedürfnissen einzelner Mitarbeitender gestaltet. Überstunden fallen regelmäßig an und werden als selbstverständlich angesehen. Wer pünktlich gehen möchte, wird teilweise negativ wahrgenommen. Viele Mitarbeitende leisten jährlich über hundert Überstunden.
Vorgesetztenverhalten
Dies ist das größte Problem der Abteilung. Die Abteilung wird von einer Person geführt, die zwar fachlich sehr gute Maschinenkenntnisse hat, jedoch nicht über die nötige Führungskompetenz verfügt. Private und geschäftliche Beziehungen können nicht klar getrennt werden, was zu einem unprofessionellen und unfairen Führungsstil führt. Teilweise entsteht der Eindruck, dass Entscheidungen von anderen Personen getroffen werden. Dies sorgt bei vielen Mitarbeitenden für Unzufriedenheit und Frust.
Interessante Aufgaben
Die Aufgaben wären für die Maschinenführer deutlich interessanter, wenn sie ihre eigentliche Tätigkeit ausüben könnten – nämlich das Führen der Maschinen. Aktuell verbringen die Maschinenführer jedoch rund 90 % ihrer Zeit mit Verpackungsarbeiten, was zu hoher Unzufriedenheit führt. Seit Jahren wird zwar über Automatisierung gesprochen, eine nachhaltige Umsetzung ist bislang jedoch ausgeblieben.
Gleichberechtigung
Die Führung zeigt eine klare Ungleichbehandlung innerhalb des Teams. Einer Mitarbeiterin werden Sonderregelungen bei Arbeitszeiten eingeräumt, während andere Mitarbeitende diese Flexibilität nicht erhalten. Kritik daran wird nicht offen aufgegriffen.
Arbeitsbedingungen
Die Arbeitsbedingungen hängen stark von der Führung ab. Als Beispiel: Über Jahre hinweg mussten wir mit einem Werkzeugwagen arbeiten, bei dem die Hälfte der Werkzeuge fehlte oder defekt war. Der Vorgesetzte lehnte die Anschaffung eines neuen Werkzeugwagens mit der Begründung ab, dieser sei zu teuer. Sogar wir Mitarbeitenden überlegten, gemeinsam einen eigenen Werkzeugwagen für rund CHF 400.– zu kaufen, um überhaupt vernünftig arbeiten zu können. Traurig!
Umwelt-/Sozialbewusstsein
Der Umweltschutz wird ernst genommen, und es wurde viel in Solarenergie investiert.
Gehalt/Benefits
Das Gehalt und die angebotenen Sozialleistungen sind aus meiner Sicht angemessen und entsprechen den Erwartungen.
Image
Die Tubenabteilung wird innerhalb des Unternehmens derzeit eher kritisch wahrgenommen. Das Arbeitsklima in der Tubenproduktion gilt als angespannt und ist vielen Mitarbeitenden bekannt.
Karriere/Weiterbildung
Mitarbeitende werden bei Interesse und auf Wunsch im Rahmen von Weiterbildungsmaßnahmen finanziell unterstützt.