Bewertung: Fehlende Struktur und mangelnde Wertschätzung nehmen den Spass am Fahren
Gut am Arbeitgeber finde ich
dass man keine angst haben muss dass die arbeit fehlt
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Ein typischer Arbeitstag
Die Tourdaten für den Folgetag werden relativ spät (oft erst gegen 21:00 Uhr) übermittelt. Leider weisen die Planungen regelmässig logistische Mängel auf, sodass man als Fahrer fast täglich gezwungen ist, selbst umzudisponieren. Entweder führen die Routen zu ineffizienten Wegen („kreuz und quer“) oder die Zeitfenster sind unglücklich gewählt – so kommt es vor, dass man trotz vollgepackter Tour bei der ersten Abladestelle bis 08:00 oder 09:00 Uhr warten muss, weil der Kunde vorher nicht annehmen kann.
Zusätzlich kommt es morgens häufig vor, dass kurzfristig weitere Paletten zugeladen werden müssen, obwohl das Fahrzeug bereits voll und gestapelt beladen ist. Die Disposition wirkt hier oft überfordert. Dies liegt jedoch weniger an den Disponenten selbst, sondern an der übergeordneten Führung, der es an klarer Kompetenz, einer durchgängigen Linie und effektiver Unterstützung für ihr Team fehlt.
Führung und Unternehmenskultur
Die gelebte Kultur entspricht leider nicht den Versprechungen des Unternehmens. Es fehlt an echter Wertschätzung, Mitgefühl und Empathie gegenüber den Angestellten. Durch ständige Ausflüchte und mangelnde Transparenz verliert man als Mitarbeiter irgendwann das Vertrauen in die Aussagen der Vorgesetzten. Bei Problemen wird die Verantwortung selten von der Führung übernommen; stattdessen wird die Schuld am Ende oft auf die Fahrer abgewälzt.
Man fühlt sich austauschbar und weniger wertgeschätzt als eine Nummer im System. Solange man reibungslos funktioniert und die Leistung stimmt, läuft alles gut. Bricht man jedoch unter dem täglichen Stress ein, spürt man wenig Rückhalt oder Fürsorge – man hat das Gefühl, einfach ersetzt zu werden. Für mich war dies die Lehre, meine Energie künftig nicht mehr in ein solches Arbeitsumfeld zu investieren.
Was am Job schwierig ist
Die Rahmenbedingungen machen den Arbeitsalltag äusserst anspruchsvoll. Besonders demotivierend ist, dass Präzision und schnelle, effiziente Arbeit nicht belohnt oder zur Entlastung genutzt werden. Im Gegenteil: Wer seine Arbeit schnell erledigt, bekommt oft einfach noch mehr Arbeit aufgebrummt. Auf eine gesunde Work-Life-Balance wird kaum geachtet, was den Fahrern auf Dauer die Freude am Beruf nimmt.
Was mir am Job gefällt
Die reine Fahrtätigkeit an sich macht mir grossen Spass. Dieser wird jedoch regelmässig getrübt, wenn während der Tour Anrufe der Disposition eingehen, die den strukturierten Tagesablauf belasten und für zusätzlichen Frust sorgen.
Verbesserungsvorschläge
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