'Valida. Mit uns gewinnen alle!' - Leider genau die umgekehrt Erfahrung gemacht!
Gut am Arbeitgeber finde ich
Die vergünstigte Mittagsverpflegung war definitiv ein Pluspunkt – besonders dank einer engagierten Küchenmannschaft, die täglich mit Herzblut für das Wohl aller sorgte.
Auch wenn vieles im System hakte, gab es doch einzelne Momente echter Herzlichkeit und zwischenmenschlicher Wärme im Kollegenkreis, die mir in Erinnerung bleiben.
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Die interne Kommunikation war – gerade für einen sozialen Betrieb – erschreckend schwach. Informationen versickerten oder kamen zu spät an, Verantwortlichkeiten waren oft unklar verteilt.
Was als Prozessmanagement gelten sollte, wirkte vielmehr wie ein permanentes Reagieren auf bereits gefallene Dominosteine – statt vorausschauender Planung, wurde vor allem versucht, das Chaos zu verwalten.
Besonders enttäuschend war das fehlende Interesse und die mangelnde Fürsorge des höheren Kaders gegenüber den Mitarbeitenden. Pflichtgefühl und echte Verantwortung blieben oft auf der Strecke – in einem Bereich, der genau davon leben sollte.
Ein wirklich soziales Betriebsklima entsteht nicht durch Strukturen oder Schlagworte – sondern durch gelebte Haltung und echte Menschlichkeit. Und genau daran fehlt es hier.
Verbesserungsvorschläge
Ich wünsche mir, dass die nach aussen kommunizierten Leitsätze und Zitate – besonders jene, die sich auf Menschlichkeit, Entwicklung und soziale Verantwortung beziehen – auch tatsächlich im Innern der Organisation gelebt werden. Derzeit habe ich leider das Gefühl, dass genau das Gegenteil geschieht: Es wird an überholten Strukturen festgehalten, Veränderung wird vermieden – vermutlich aus Angst, dass das gesamte Konstrukt ins Wanken gerät.
Gerade für eine Einrichtung mit sozialem Auftrag ist das besonders enttäuschend. Was ich erlebt habe, lässt sich nicht einfach als Einzelfall abtun – es wirkt vielmehr wie ein Systemfehler. Mitarbeitende werden zu Dominosteinen in einem fragilen Gefüge, und wenn einer fällt, folgt der nächste. Doch anstatt die Ursachen zu hinterfragen, nimmt man den Kollaps stillschweigend hin – als wäre er unausweichlich.
Image
Und genau da liegt meiner Meinung nach das eigentliche Problem: Die Führungsetage stützt sich stark auf ein nach aussen getragenes Image, das intern leider kaum gelebt wird. Es wirkt mehr wie eine Fassade als eine Haltung.
Natürlich soll man nicht alle über einen Kamm scheren – zum Glück gibt es noch einzelne Menschen, die diesen Werten mit Überzeugung begegnen. Das lässt zumindest einen kleinen Funken Hoffnung bestehen.